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Fender Bassman 135, Aufwärmphase recht lang...

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willie1968:
Hi,

ich hab da mal 'ne Frage, bzw. ein kleines Problem. Ich spiele über einen Fender Bassman 135. Röhren sind alles Rubies.
Gestern auf der Probe ist mir mal wieder schlimm aufgefallen, daß der Amp ca. 1/2 Stunde braucht bis er den Sound und Laustärke liefert, wie ich es liebe/brauche.  :headphone:
Ist das normal oder kann man was dagegen tun? (evt. mal die Röhren wechseln?) Eingemessen (soweit man das beim Bassman machen kann.) hab ich das ganze schon. Wurde aber auch nicht besser.
Achja, ich benutze den Fender tatsächlich als Bassamp mit 2 verschiedenen Bässen. 71' Fender Jazz mit aktiven EMG's und 'nem Status Serie 1 5-Saiter.  :guitar:
Der Sound, wenn er denn mal warm ist, ist wirklich super. (an einer Eden D212xlt) Ich mußte allerdings einiges austauschen, da der Amp in einem grauenvollem Zustand war, als ich ihn bekam. Ich sach nur Radioohmpoties... >:D
Also, was kann man dagegen tun? (Außer früher kommen und einschalten...)

Larry:
Was nach einer halben Stunde Probe definitiv anders ist, ist die Wahrnehmungsfähigkeit und Differenzierungsfähigkeit deiner Ohren. Um 'wie viel' anders das nach einer halben Stunde Probe ist, hängt u.a. auch von der Gesamtlautstärke während der Probe ab.

Leider hast du nicht näher beschrieben, in welcher Weise du deinen Amp nach halbstündiger Probe 'anders' wahrnimmst. Weicher? Runder? Wärmer? Diffuser? Leiser?



Falls ja - dann liegt das nicht am Amp  ;)

Larry

willie1968:
Naja,
also ich probe grundsätzlich mit Stöpseln. Und ich habs auch letztens einfach den Amp angeschaltet und gewartet (ohne spielen) und dann war der Klang direkt gut. Also Psychoakustik kann ich ausschliessen. Der Amp ist nach einer halben Stunde definitiv lauter, klarer, wärmer. Der Sound ist dann so wie ich ihn auch von meinem früheren Bassman kenne. (Ist ja nicht mein erster.)
Allerdings direkt nach dem einschalten klingt es einfach schlecht. Kein Druck, die Bässe wummern und sind "verschmiert", die Höhen sind extrem schrill. Sowas meine ich damit. Das ein Röhrenamp erst gut klingt, wenn er warm ist, ist mir klar, aber bei meinem dauert es definnitiv einfach viel zu lange. Bei meinem früheren BM hat das vielleicht 5 min gedauert. Der war aber auch nicht verbastelt und hatte auch andere Röhren drin.
Deswegen frage ich ja, ob's an den Röhren liegt oder ob ich in eine andere Richtung suchen muss? (C's, oder R's oder sowas?)

darkbluemurder:
Hallo,

du hast gesagt, du hättest einige Bauteile austauschen müssen. Was hast du denn für Widerstände und Kondensatoren verwendet? Bei Kohlepresswiderständen ist bekannt, dass sie auf Erwärmung reagieren, was ich dagegen von Metallfilm- oder Kohlefilmwiderstände nicht gehört oder gelesen habe. Mit einigen Kondensatoren ist das ähnlich. Orange Drops, Xicons oder Sozos sind da auch eher unproblematisch - soll heißen ich höre keinen Unterschied direkt nach Einschalten und ca. eine halbe Stunde später. Die beiden Amps, die ich auf meinen Gigs spiele, klingen für mich den ganzen Abend gleich. Beim letzten Set muss ich zwar immer den Bright-Schalter reinhauen, aber das ist - wie Larry richtig bemerkt hat - Psychoakustik, die mit der nachlassenden Empfindlichkeit des Ohrs einhergeht.

Von Röhren ist mir ein Aufwärmungsphänomen wie du es beschreibst auch noch nicht aufgefallen.

Vielleicht kommen wir bei der Bauteilanalyse ein Stück weiter.
Viele Grüße
Stephan

 

willie1968:
Ich muste 2 Kathoden R's tauschen, weil der "Verbauer" da 0,6W Metallfilm reingesetzt hatte. (Mich wundert das die nicht direkt geschmort wurden.) GEnommen habe ich 2W Metallfilm. Ein Netzteilelko war auch etwas "knapp" bemessen. Das kanns allerdings wohl nicht sein. Potis sind von Alpha. Aber an einer "Soundbildenden" Stelle hab ich nix ausgetauscht. Ich werd wohl mal die Röhren tauschen und schauen, ob's dann besser wird.

Vielen Dank erst mal.

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