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Doku Nachbau Princeton

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Vintage_Man:
Die Oberfräse wird wohl etwas zu teuer, es sei denn, Du kannst Dir irgendwo eine leihen. Aber auch dafür müsstest Du zunächst eine Schablone anfertigen.
Dies gilt unbedingt für die kleineren Luftlöcher.
Einfacher geht es mit der Stichsäge. Es gibt für enge Kurvenschnitte extra schlanke Sägeblätter mit beidseitiger Sägekante. Diese laufen spielend der Kurve nach, ohne zig Löcher Bohren zu müssen. Damit mache ich das zum Beispiel.

Für saubere Lautsprecheröffnungen ist die Oberfräse mit Kreisschneideeinrichtung ungeschlagen. Das Problem bei der Stichsäge ist hier, da es sich i.d.R. um dickeres Holz handelt, dass das Sägeblatt schäg nach aussen wegläuft und die Schnittlinie versaut.
Es sei denn: (Jetzt kommt Trick!) Man schneidet mit der Stichsäge von unten, so dass man das Blatt immer exakt mit dem Strich führen kann!
Also die Säge nicht auf der Strichmarkierung aufsetzen, sondern von unterhalb des Werkstückes führen. Die Kreisschneideeinrichtung bleibt dabei in respektablem Abstand unbeachtet liegen!!!
Einmal an einem Reststück probieren und dann kann man mit diesem Verfahren alle Kurven perfekt sägen.

/Bernd

Meikel:
Hallo Rolf,

> [AÜ Primärimpedanz] ...Was wäre denn nun wirklich richtig?

Oh, sorry, ich habe Deine Frage übersehen. Nun ja. Was soll ich dazu sagen. Gehe also her und

- nehme das Datenblatt mit der Kennlinienschar der 6V6

- konstruiere die Arbeitskennlinie anhand der vorgegebenen Ua und Ia

- berechne dazu die Anodenverlustleistung und korrigiere bei zu starker Abweichung den Arbeitspunkt durch Änderung der Lage der Arbeitskennlinie

- berechne letztendlich dann den Raa

- prüfe und vergleiche u.U., welchen Raa ein Original-Fender-PR-AÜ hat

- baue den Amp elektrisch auf unter Berücksichtigung der nötigen Versorgungsspannungen (Netztrafo und sein Verhalten bei Belastung)

- berücksichtige das "Klangverhalten" des Ampgehäuses mit all seinen Einzelteilen in Summe

- berücksichtige sölbiges des Lautsprechers

- berücksichtige Deine Soundvorstellungen / Dein "Fahrverhalten" des Amps, besonders in Abhängigkeit zur eingestellten Gittervorspannung und
  somit wiederum der übrigen, davon anhängenden, sich möglicherweise im Vergleich zur Berechnung wieder ändernden Betriebsspannungen

dann hast Du eine Vorstellung, ob und welcher Raa der richtige ist.   ;)


Oder andersherum gesagt:

Genau wie bei Halbleiterverstärkern wissen wir bei Röhrenverstärkern eigentlich nicht wirklich, wie sie funktionieren.
Aber im Gegensatz zum Halbleiteramp können wir einen funktionierenden Röhrenamp aufbauen.
Was meinst Du, warum das soviele tun?  ;D

Gruß Michael

Ramarro:
Danke, da hast Du Dir ja wirklich viel Mühe mit der Antwort gegeben. Aber das wäre gar nicht nötig gewesen, denn eigentlich sind mir ja diese Zusammenhänge durchaus klar. Ich wollte im Grunde doch nur wissen, was von Fender tatsächlich vorgesehen war, wusste aber im Moment nicht, wo ich das hätte finden können, denn in den Schaltbildern ist es ja nicht angegeben. Inzwischen ist mir klar, dass man das ja bei den Ersatzübertragern nachschauen kann, falls die Angaben denn stimmen.

Grüße,
Rolf

Nachzutragen wäre vielleicht noch, dass zumindest ich auch durchaus Halbleiteramps aufbauen kann, die gehen z.T. sogar bis etwa 1000 Mhz.  :)

Meikel:
Hallo Rolf,

> Ich wollte im Grunde doch nur wissen, was von Fender tatsächlich vorgesehen war....

das weiss ich eben auch nicht. Klar - man müsste einen Original PR nehmen und ihn nicht nur im Ruhebetrieb, sondern auch bei Belastung checken, man könnte den AÜ durchmessen....


> ...dass man das ja bei den Ersatzübertragern nachschauen kann, falls die Angaben denn stimmen.

Falls, Rolf, falls! Es gibt einerseits soviele Bauanleitungen und andererseits wird soviel erzählt. Was ich mit meinem vielen Geschreibsel schreiben wollte, ist, dass es trotz der vielen Möglichkeiten immer scheinbar gelingt, einen (einfachen Fender-Röhren-Gitarren-) Amp aufzubauen - offenbar ist es Wurscht, ob 6,6 oder 8KOhm Primärimpedanz nötig sind. Klar gibt es Datenblätter und Berechnungsformeln. Aber schon das Drehen am Bias-Poti, um einen besseren Sound hinzubekommen, genügt, um eine theoretische Berechnung so einigermaßen ad absurdum zu führen; es sei denn, die Anodenbleche beginnen zu glühen, man verbaut grundsätzlich falsche Bauteile, etc.

Gruß Michael

dknia:

--- Zitat ---Es sei denn: (Jetzt kommt Trick!) Man schneidet mit der Stichsäge von unten, so dass man das Blatt immer exakt mit dem Strich führen kann!
 
--- Ende Zitat ---

 Biste früher mal Küchenmonteur gewesen? 8)

/ Herbert

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