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Fender Bassman 59 RI Infos/Frage

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hako:
Hallo,

ich habe mich in letzter Zeit etwas eingehender mit meinem BMRI beschäftigt und ein paar Modifikationen vorgenommen ;).
Ich dachte ich Schreibe das hier mal, könnte für den einen oder anderen hier auch interessant sein....

* Installation Bias-Pot sowie einlöten von 1R Widerständen zur Messung des Ruhestroms:
   R41 (51K) auf Platine entfernen und einen 22K R sowie ein 50K Multi-Trim Cermet Poti gegen Masse einlöten.
   Das restliche Prozedere kann man auf der TT-HP nachlesen :)

* Beim Nachmessen diverser Spannungen ist mir aufgefallen dass diese alle am oberen Ende der Skala angesiedelt sind.
   (Anodenspannung nahe 500V, Heizspannung exakt 6,9V) Also habe ich den Schaltplan zur Hand genommen und gesehen
   dass der PT eine 240V Wicklung hat. Da der Amp von 1993 ist war er noch für 220V verdrahtet, also habe ich laut Plan
   die entsprechenden Kabelverbindungen neu gesteckt und siehe da:
   Anodenspannung um 450V, Heizspannung exakt 6,3V!

* Ich habe Testhalber ein gematchtes Paar JJ6V6S eingebaut und den Bias neu eingestellt. Allgemeine Begeisterung!
   Der Amp ist merklich leiser, klingt wärmer und zerrt deutlich früher, das bleibt so!

Abschliessend meine Frage (bitte nicht schlagen :-[): beim Messen habe ich aus Versehen einen Kurzschluss zwischen der
Anode (Pin 3) und der Heizung (Pin 2) verursacht. Das hat die Symetrierwiderstände der Heizung (R42/43, 47R) in
Mitleidenschaft gezogen (funktionieren noch, werde ich aber tauschen). Was mir mehr Sorgen macht ist die Tatsache dass
seit dem Unfall die Anodenspannung spontan um 20V auf 430V gefallen ist, sprich da schlummert noch irgendwas :(.
Hat jemand eine Idee was ich da noch "geschossen" haben könnte...?

Viele Grüße und schon mal Danke,

Heiko

stephan61:
Hallo Heiko,

mal wieder mit den Messspitzen gemessen und nicht die Messklemmen benutzt, und dann abgerutscht oder?
Ich hab mal einen schönen Lichtbogen zwischen #3 und #2 gehabt, aber gott sei Dank gleich die Spannung weggeschaltet, is nix passiert...

Kurze Rückfragen zu Deinem Problem:
- Anodenspg. bei allen Röhren gleich gesunken, oder nur bei den Endstufenröhren?
- Heizspg. 6,3 V oder auch weniger?
- AC-Spg. sekundär noch gleich?
- Betroffene Röhren getauscht und nochmal gemessen?

Vielleicht kann man hier dann dem Problem eher auf die Spur kommen.

Gruß
Stephan

hako:
Hallo Stefan,

--- Zitat von: stephan61 am  6.03.2009 17:04 ---mal wieder mit den Messspitzen gemessen und nicht die Messklemmen benutzt, und dann abgerutscht oder?

--- Ende Zitat ---

nein, mit diesen Spreizklemmen.....


--- Zitat von: stephan61 am  6.03.2009 17:04 ---Kurze Rückfragen zu Deinem Problem:
- Anodenspg. bei allen Röhren gleich gesunken, oder nur bei den Endstufenröhren?
- Heizspg. 6,3 V oder auch weniger?
- AC-Spg. sekundär noch gleich?
- Betroffene Röhren getauscht und nochmal gemessen?

--- Ende Zitat ---
werde ich mal nachmessen, der Amp steht nicht hier, kann etwas dauern.
Vielen Dank schonmal für die Mühe,

Viele Grüße
Heiko

Larry:

--- Zitat von: hako am  6.03.2009 14:55 ---Also habe ich den Schaltplan zur Hand genommen und gesehen
   dass der PT eine 240V Wicklung hat. Da der Amp von 1993 ist war er noch für 220V verdrahtet, also habe ich laut Plan
   die entsprechenden Kabelverbindungen neu gesteckt und siehe da:
   Anodenspannung um 450V, Heizspannung exakt 6,3V!
--- Ende Zitat ---

Das war ein weiser Entschluss, denn nicht nur die Röhren arbeiten jetzt relaxter, sondern der Amp wird wegen der niedrigeren Spannungen jetzt viel mehr 'nach Bassman' klingen, als er das mit 500V an den Endröhren vermochte.


--- Zitat von: hako am  6.03.2009 14:55 ---Ich habe Testhalber ein gematchtes Paar JJ6V6S eingebaut und den Bias neu eingestellt. Allgemeine Begeisterung!
   Der Amp ist merklich leiser, klingt wärmer und zerrt deutlich früher, das bleibt so!
--- Ende Zitat ---

Auch wenn insbesondere die JJ 6V6 als sehr spannungsverträglich gelten, so haben die bestimmt keine grosse Freude an den stattlichen 450V an ihren Anoden. Auch die Fülligkeit des Tonfundamentes, das dir 6L6 in diesem Amp bescheren erreichst du mit den 6V6 bei dieser extremen Fehlanpassung nicht annähernd. Andersrum hingegen ist's nicht schlecht - hatte lange Zeit 6L6 in meinem Princeton stecken, allerdings nach jeweils max. 30-40 Minuten Spielzeit wegen der hohen Netztrafo-Temperatur abgeschaltet.

Probier mal die chin. 6L6 mit der seitlichen Verspiegelung (Getterschicht), die auch als GE-Style bekannt sind! Die haben a bissi von diesem süsslichen 6V6-Schmatz  ;)


--- Zitat von: hako am  6.03.2009 14:55 ---Was mir mehr Sorgen macht ist die Tatsache dass
seit dem Unfall die Anodenspannung spontan um 20V auf 430V gefallen ist, sprich da schlummert noch irgendwas :(.
Hat jemand eine Idee was ich da noch "geschossen" haben könnte...?
--- Ende Zitat ---

Klingt nach einem partiellen Windungsschluss der HT-Sekundärwicklung durch Überhitzen, wodurch nun einige Windungen weniger real zur Spannungsabgabe beitragen. Sowas kann auf ewig gutgehen, kann aber auch mit einem plötzlichen Totalausfall des Netztrafos enden.

Da hilft nur zweierlei: Entweder beten, oder Netztrafo erneuern  8)

Larry

hako:
Hallo Larry,


--- Zitat von: Larry am  8.03.2009 19:06 ---Das war ein weiser Entschluss, denn nicht nur die Röhren arbeiten jetzt relaxter, sondern der Amp wird wegen der niedrigeren Spannungen jetzt viel mehr 'nach Bassman' klingen, als er das mit 500V an den Endröhren vermochte.

--- Ende Zitat ---

Genau, passt mir so wie es jetzt ist auch einfach besser da ich nun zumindest ansatzweise die Endstufenzerre bei halbwegs erträglicher Lautstärke
nutzen kann ;).


--- Zitat von: Larry am  8.03.2009 19:06 ---Auch wenn insbesondere die JJ 6V6 als sehr spannungsverträglich gelten, so haben die bestimmt keine grosse Freude an den stattlichen 450V an ihren Anoden. Auch die Fülligkeit des Tonfundamentes, das dir 6L6 in diesem Amp bescheren erreichst du mit den 6V6 bei dieser extremen Fehlanpassung nicht annähernd. Andersrum hingegen ist's nicht schlecht - hatte lange Zeit 6L6 in meinem Princeton stecken, allerdings nach jeweils max. 30-40 Minuten Spielzeit wegen der hohen Netztrafo-Temperatur abgeschaltet.

--- Ende Zitat ---

Die JJ vertragen ja offiziell 500V, also bin ich diesbezüglich relativ relaxed.... ;D. Im Moment liegen an den Anoden 413V an da ich zuhause ca. 10V
weniger Netzspannung habe als im Proberaum (dort ca. 430V, vor dem Unfall 450V...).


--- Zitat von: Larry am  8.03.2009 19:06 ---Probier mal die chin. 6L6 mit der seitlichen Verspiegelung (Getterschicht), die auch als GE-Style bekannt sind! Die haben a bissi von diesem süsslichen 6V6-Schmatz  ;)

--- Ende Zitat ---

Welche genau, die TT-6L6?


--- Zitat von: Larry am  8.03.2009 19:06 ---Klingt nach einem partiellen Windungsschluss der HT-Sekundärwicklung durch Überhitzen, wodurch nun einige Windungen weniger real zur Spannungsabgabe beitragen. Sowas kann auf ewig gutgehen, kann aber auch mit einem plötzlichen Totalausfall des Netztrafos enden.

--- Ende Zitat ---

Das hatte ich u.a. schon befürchtet :(. Kann ich das messtechnisch irgendwie prüfen (bei xV Netz muss nach HT yV anliegen o.ä.)?
Geht das wirklich so schnell, der Kurzschluss war max. 1s? Ich habe auch direkt die Temperaturen der Trafos geprüft, die waren nicht
mal handwarm. Könnte nicht auch z.B. ein angeschossener NT-Elko die Ursache sein?
Nachdem die Heizungs-Rs die Aktion überlebt haben kann ich mir nicht vorstellen dass der HT gelitten hat :-\....


--- Zitat von: Larry am  8.03.2009 19:06 ---Da hilft nur zweierlei: Entweder beten, oder Netztrafo erneuern  8)

--- Ende Zitat ---

hehe, früher oder später kommt in die Kiste wohl sowieso ein Ceriatone-Kit rein ;D!

Viele Grüße
Heiko

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