Technik > Tech-Talk Fender
Coupling Caps
stephan61:
Hi,
@marone:
Sind wir mal ganz pragmatisch und sagen so: Wenn er noch gut klingt, dann werden die CC wohl in Ordnung sein. D.h. nur bei begründetem Anfangsverdacht am Board rumwerkeln - Denkmalschutz sollte halt hier nicht außer acht gelassen werden.
So ähnlich habe ich es auch bei meinem alten Super Lead 100 gehalten und nur dort mal die CCs gemessen, d.h. abgelötet, wo schon mal rumgetan wurde. :angel:
@Swen:
Ich will ja nur ein Spannungspotential hinter einem theoretisch unendlich hohen R des CC messen, d.h. wenn Du nach dem CC einen definierten R gegen Masse einfügst, d.h. parallel zum Voltmeter, fließt ein gewisser zusätzlicher Strom und Du kriegst über den CC einen Spannungsabfall der größer ist als wenn Du nur über den R des Voltmeters gegen Masse gehst, d.h. die Leckagespannung wird verfälscht. Und der Leckage-R ist Dir ja nicht bekannt, so dass Du nix nachrechnen kannst (Stichwort Spannungsteiler zwichen R des CC und definiertem R gegen Masse). Und das Voltmeter hat ja auch einen verdammt hohen Innenwiderstand, damit da nix verfälscht wird.
Deswegen auch Beinchen hoch, d.h. weg von nachfolgenden Rs! :police:
Schöne Grüße
Stephan
OneStone:
Oder ganz einfach gesagt...dein Multimeter hat 10 Megaohm Eingangswiderstand. Damit klemmst du den Kondensator auf Masse. Ein Folienkondensator darf bei 10M Abschluss keinen messbaren Leckstrom haben, d.h. nach dem Einschalten muss die Spannung nach kurzer Zeit auf 0V zusammenbrechen (Aufladevorgang des Kondensators). Tut sie das nicht, fließt Leckstrom => Fall für den Abfalleimer.
Wenn man da jetzt einen "niederohmigen" Widerstand mit 470k oder so dranhängt, dann wird die Messung ungenauer, da bei den geringen Strömen die Spannungen dann eben auch um den Faktor 20 kleiner sind...
MfG Stephan
PS: Die Messung sollte man natürlich nicht mit einem hochpreisigen Voltmeter mit einem Eingangswiderstand von 1Gigaohm machen, da misst man Mist...
Treblerotor:
Hallo,
hochinteressantes Thema! Das soll wirklich gehen, nur ein Voltmeter an das hochgehängte C? hmm ??? Wenn wir den Leckstrom messen wollen, bräuchten wir nicht einen definierten R gegen Masse? Das eine Voltmeter hat 10MOhm Eingangswiderstand, das andere 40 oder vielleicht ein G. Und wenn man so hochohmig mißt, mißt man da nicht statische Ladungen am C oder aus der Luft? Ich wette, daß wenn man die Meßstrippe einfach nur in den Verstärker in die Luft hängt, wird auch was angezeigt. Und im Betriebszustand hängt hinter dem C oft auch eine ohmische Last. Weiss es aber auch nicht genau, nur gehen mir diese Fragen im Kopf rum.
Gruß
Roland
stephan61:
Hallo Roland,
wer hat hier von einer Messung des Leckstroms gesprochen?
Es soll eine Leckspannung gemessen werden! ;)
Also möglichst wenig Strom fließen lassen, sonst sackt die Leckspannung hinter dem CC ab und man misst nix mehr. Wo Leckspannung ist, ist auch Leckstrom, aber den messen wir nicht.
Evtl. statische Ladungen fließen auch über das Multimeter ab, solange es nicht gigaohmmäßigen Eingangswiderstand hat (siehe Kommentar des anderen Stephans). Und wenn der CC wirklich leckt, dann juckt sowas nicht.
I.d.R. hängt hinter dem CC eine ohmsche Last, spätestens das Gitter hat eine Eingangsimpedanz. Aber es geht darum, möglichst kleine Leckagen bereits ungestört erkennen zu können. Wenn Du im eingebauten Zustand nach dem CC bereits DC misst, dann hat man meistens schon Klangeinbußen und ggf. ist die nachfolgende Röhre in der Vergangenheit vielleicht schon mehrfach über den Jordan gegangen und man wundert sich immer warum...
Gruß
Stephan
Treblerotor:
Hallo Stephan,
ja gutt, ähh. Man beachte die Formulierung meines vorherigen Beitrages als Frage. Noch eine Frage: Was passiert eigentlich genau, wenn ein solcher CC im Fehlerfall leckt? Sinkt dann der Isolationswiderstand des Dielektrikums?
Gruß
Roland
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