Tube-Town Forum
Technik => Tech-Talk Sicherheit => Thema gestartet von: vp-zero am 25.02.2026 21:13
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Servus,
ich benötige mal wieder Euer Fachwissen.
Ich restauriere gerade meinen JCM 900 MKIII. Alle Elkos getauscht, Potis getauscht und Bias eingestellt.
Beim ersten Testzocken ist mir aufgefallen, dass am Potiknopf ganz leicht Potential drauf ist. Auch nur am eingesteckten Kabel und auch auf Standby.
Das ist auch nicht mit dem Multimeter messbar, fühlt aber halt einfach bissl strange an, wenn man dranfasst.
Ich weiß, dass ich das jetzt nach super Newbie anhört, aber ich kann mir halt nicht wirklich erklären, woher sowas kommt.
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Was mich bei den neuen "Haupt-Elkos" (F+T) wundert, dass die sich relativ schnell entladen, wenn man den Amp ausschaltet.
Check die jedes Mal direkt und erwarte, dass da noch Hochvolt anliegen, sind aber meistens nur 7-8V.
Grüße, Markus.
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Zum Potential: ist das Chassis (und damit dann auch die Potis) geerdet? Welchen Widerstand misst du vom Schutzleiter des Netzkabels zu berührbaren Metallteilen. Das Multimeter ist da zwar nur eine grobe Schätzung, aber für eine erste Einschätzung brauchbar... eigentlich wird die Prüfung mit einem entsprechenden Tester gemacht, der den Widerstand (im Milliohm-Bereich) mit einem recht hohen Teststrom (mehrere Ampere) misst. Betreibst Du das Gerät an einer Steckdose mit Schutzleiter oder über einen Trenntrafo? Hat vielleicht irgend ein lebensmüder Vorbesitzer die Schutzerde im Inneren abgeklemmt?
Zum Elko: Wenn Du nur die Netzspannung wegnimmst, nuckeln die noch heissen Röhren ruckzuck die Elkos leer. Ganz abgesehen davon sollte der Verstärker auch bereits Entladewiderstände im Netzteil verbaut haben.
Ciao Sebastian
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Hallo vp-zero,
nur interessehalber: Leuchtet ein Phasenprüfer bzw. Lügenstift? Ich meine die Schraubenzieher mit integrierter Glimmlampe und Vorwiderstand.
beste Grüße
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Danke für die schnelle Rückmeldung Sebastian.
Ich check das morgen mal, wenn ich wieder im Mancave bin.
Ich kanns mir irgendwie nur erklären, dass das damit zusammenhängt, als ich die fetten Siebelkos getauscht hab. Wobei das eigentlich idiotensicher ist. Vielleicht hat sich bei dem 30 Jahre alten Kollegen einfach ne Lötstelle bemerkbar gemacht, da ich ja auch andauernd die Platine bewegt habt.
Glaub fast nicht, dass so n alter JCM 900 Entladewiderstände hat. Wollt ich eigentlich eh nachrüsten. 😂
Grüße, Markus.
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Evtl. stimmt auch was mit deiner Steckdose nicht, dann kannst Du am Verstärker solange suchen wie du willst/noch kannst. Auf alle Fälle sehr kritisch zu betrachten.
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bei uns im Betrieb werden jährlich alle Elektrogeräte geprüft. Bei meinen Geräten (ca. 1000 Prüfungen in 20 Jahren) waren es insgesamt 2 Defekte, nämlich 2 x unterbrochener Schutzleiter am Kaltgerätestecker (siehe Bild)
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Mit dem Entladewiderstand könntest Du recht haben ??? https://www.drtube.com/marshall-jcm900/ (https://www.drtube.com/marshall-jcm900/) ... aber auch ohne den gilt, dass die noch heissen Röhren die Elkos leer saugen werden, egal, ob das Ding in den Standby versetzt wird (der Schalter ist vor dem Gleichrichter und den Sieblkos), gleich der Netzschalter betätigt wird oder einfach der Stecker gezogen wird. Nur wenn die Röhren gezogen wurden oder das Ding nur so kurz eingeschaltet war, dass die Heizung noch nicht auf Temperatur war, kann es ohne die Entladewiderstände gefährlich werden.
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An die Kabel hab ich auch noch nicht gedacht. :topjob:
Das ist zwar ne Bastelwerkstatt und bestimmt nicht die beste Hauselektronik (oldschool leider) hier im Mancave, aber ich vermute mal, dass sich da jetzt nichts innerhalb einer Woche verschoben hat. Vorher war das Problem nämlich nicht.
Ich vermute eher, dass ich das Problem war, wobei ich echt sorgfältig gearbeitet hab. Komplex war es auch nicht :D
Oder aber auch das uralte Kaltgerätekabel, welches beim Amp dabei war, schrott ist. Das hab ich völlig ausgeklammert, dass sowas auch kaputt gehen bin.
Naja, viel Gebabbel. Ich check das mal die Tage und versuche zu prüfen, was ich kann. Dann meld ich mich zurück.
Danke für die Hilfe & die Tipps, Markus.
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Besonders blöd aufzufinden und gefährlich sind da Wackelkontakte
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Zur Steckdose: welche Spannung misst Du zwischen Phase und Schutzleiter?
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Und den lebensgefährlichen "Klassiker" nicht vergessen: Mit transparentem Haushaltklebestreifen "isolierter" Schutzleiterkontakt
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Nochwas zur Erdung: suche mal in dem Link von oben den Schaltplan zu Deinen Modell ... es gibt da nämlich Varianten, bei denen die Analogmasse nicht direkt mit dem Schutzleiter verbunden ist, sondern über eine Kombination aus Dioden, Kondensatoren und niderohmigen Widerständen (siehe Bildchen). Soll Brummstörungen vermindern ... wenn da aber was im Argen liegt (Bauteile können kaputt gehen), hängt die Instrumentenmasse vielleicht in der Luft und kann sich statisch oder kapazitiv aufladen. Das reicht, um zu kribbeln (Microampere langen da), auch wenn es so hochohmig ist, dass ein Multimeter nicht viel messen kann.
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Moin,
roehrich hat's ja schon erwähnt, schau mal ob da irgendwas um R36 bzw C16 abgebrannt ist, ich hab da schon schwerstverbrannte R36 gesehen weil der Reservoir Cap am Ende war, und das hat dann oft auch noch C16 beschädigt (der IMHO eigentlich ein X Type sein sollte)...
Gruß
blues
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So, war jetzt kurz drüben:
Kaltgerätestecker gewechselt: Gleiches Problem.
@roehrich:
Der hat genau das Netzwerk wie in deinem Screenshot. Ich messe auch die 22 Ohm von der Instrumentenmasse zum Chassis.
Der R36 und C16 sehen optisch fein aus. Laut Schaltplan soll das aber kein X-Type sein. Der kommt an anderer Stelle (siehe meine Beiträge im Marshall-Forum).
@Röhre69: Ich messe zwische Phase und Schutzleiter 68-69 V AC.
Der Phasenprüfer (Schraubenzieher) leuchtet tatsächlich :o
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Hi Markus,
ich geb mal hier auch noch meinen Senf dazu. Da das Problem vorhanden ist wenn der Stand-By auf OFF ist, sehe ich potenziell zwei Möglichkeiten, welche zu dem Problem führen:
- Laut Schaltplan schaltet der Stand-By nur einpolig ab, aber wenn da ein Problem besteht wäre meines Erachtens die Spannung noch höher
- das kommt über den BIAS Zweig, weil der nicht vom Stand-By an-/ausgeschaltet wird. Das ist auch mein Verdacht, weil bei dem class X Kondensator sich vermutlich die Wechselspannung genau in dem von dir gemessenen Bereich bewegt. Check nochmal deine neu eingebauten BIAS Kondensatoren, sind die beide noch ok , das hat zwar nix mit AC zu tun, aber das ist schon sehr merkwürdig. Oder iwo ein Kabel / Verbindung lose, hochohmiger Kurzschluss.
Grüße
Michael
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@MichaelH
Die 68V mess ich in der Steckdose zwischen Phase und Nullleiter.
Das kam nicht so richtig rüber.
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@MichaelH
Die 68V mess ich in der Steckdose zwischen Phase und Nullleiter.
Das kam nicht so richtig rüber.
Das kann ich kaum glauben ... denn dann läge ein grober Fehler in der Installation vor. Wenn ich jetzt mal von einem halbwegs modernen TN-C-S (https://www.weidmueller.de/de/produkte/elektronik/blitz_und_ueberspannungsschutz/netzformen.jsp#wm-1573520 (https://www.weidmueller.de/de/produkte/elektronik/blitz_und_ueberspannungsschutz/netzformen.jsp#wm-1573520)) ausgehe, sollte zwischen Phase (L) und Neutral (N) die volle Netzspannung zu messen sein, zwischen L und PE auch und zwischen N und PE nahezu 0V (sie liegen theoretisch auf gleichen Potential) ... zumindest, wenn mit etwas Last (Duspol) gemessen wird. Phasenprüfer (aka Lügenstift) und hochohmige Multimeter sind hier nur bedingt tauglich ... gelegentlich sogar gefährlich, da unzuverlässig.
Wenn die Installation noch aus den 70ern oder früher ist, könnte es auch klassische Nullung (https://de.wikipedia.org/wiki/Nullung#Nullungsarten (https://de.wikipedia.org/wiki/Nullung#Nullungsarten)) mit allen ihren Problemen sein. Gefährlich, wenn die Übergangswiderstände an den geschraubten Klemmstellen zu gross werden.
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Ich bin kein Elektriker, bin mir aber ziemlich sicher, mal was von klassicher Nullung aufgeschnappt zu haben. Hier, wir wohnen zur Miete, ist alles super alt und schrottig dazu. Der Vermieter hat da auch wenig Bock etwas zu machen.
Turnt mich schon immer ab, werd ich aber nicht ändern können.
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Wir driften etwas vom Thema ab und Angst machen will ich Dir auch nicht ... aber wenn mit dem Gerät soweit alles in Ordnung ist (namentlich Schutzleiter korrekt angeschlossen und die anderen angesprochenen Punkte) und es kribbelt immer noch, dann würde ich mal einen Elektroinstallateur holen. Der kann sowohl das Gerät fachgerecht prüfen (Stichwort VDE 0701/0702) als auch die Installation. Kostet natürlich ein paar Euro ... aber wenn er was an der Installation feststellt, hast Du es für den Vermieter schwarz auf weiss mit Brief und Siegel.
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68 V --> da liegt irgendwo mindestens 1 grober (womöglich lebensgefährlicher) Fehler vor !!!
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Eine fehlerhafte Elektroinstallation stellt auch eine erhebliche Brandgefahr dar
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Jetzt bin ich tatsächlich hellhörig. Ich check das heute Abend mal in Ruhe. Direkt an der Dose und nicht mit der 6er Steckdose dazwischen.
Ich hatte so ein Problem tatsächlich noch nicht (oder es nicht gemerkt). Generell ist das wie gesagt super oldschool und ziemlich sicher klassische Nullung im ganzen Haus.
Was wäre denn normal zu messen bei einer klassischen Nullung?
Auch wenn es jetzt so abgedriftet ist, danke für die Warnhinweise. Ich berichte.
Grüße & Danke, Markus.
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Wir driften etwas vom Thema ab und Angst machen will ich Dir auch nicht ... aber wenn mit dem Gerät soweit alles in Ordnung ist (namentlich Schutzleiter korrekt angeschlossen und die anderen angesprochenen Punkte) und es kribbelt immer noch, dann würde ich mal einen Elektroinstallateur holen. Der kann sowohl das Gerät fachgerecht prüfen (Stichwort VDE 0701/0702) als auch die Installation. Kostet natürlich ein paar Euro ... aber wenn er was an der Installation feststellt, hast Du es für den Vermieter schwarz auf weiss mit Brief und Siegel.
Schließe mich da voll und ganz an, insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass dein Vermieter keinen Bock darauf hat, sich um eine sichere Elektroinstallation zu kümmern.
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Klassische Nullung heißt ja nur, dass der Neutralleiter (meistens der mit der blauen Farbe) und der Schutzleiter (meistens gelb-grün) an der Steckdose oder Lampe verbunden sind.
Das heißt, Du misst ganz normal ca. 230V an der Steckdose (Phase zu Nulleiter, Phase zu Schutzleiter).
Folgend den vorherigen Kommentaren würde ich auch die Verbindungen der Mehrfachsteckdose und die Übergangswiderstände nachmessen.
WIE IMMER: SEI VORSICHTIG UND ACHTE AUF DICH!!! Du hast nur ein Leben
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Es gelten die 5 Regeln der Elektrotechnik:
- Ausschalten
- Gegen Wiedereinschalten sichern
- Spannungsfreiheit feststellen
- Erden und kurzschließen
- Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken/ absichern
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Klassische Nullung heißt ja nur, dass der Neutralleiter (meistens der mit der blauen Farbe) und der Schutzleiter (meistens gelb-grün) an der Steckdose oder Lampe verbunden sind.
mit "nur" lebensgefährlichen Nebenwirkungen: z.B. bei Unterbrechung des PEN-Leiters steht das Metallgehäuse eines Schutzklasse 1 Gerätes (z.B. handelsüblicher Gitarrenverstärker) "unter Strom", obwohl die Power-On-Lampe nicht leuchtet, was einem vorgaukeln könnte, es wäre kein Saft vorhanden.
Habe diese Ergänzung hinzugefügt, damit das Zitat nicht fälschlicherweise so interpretiert wird, dass das nur ein Unterschied zum TN-S ohne Folgen wäre.
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Klassische Nullung heißt ja nur, dass der Neutralleiter (meistens der mit der blauen Farbe) und der Schutzleiter (meistens gelb-grün) an der Steckdose oder Lampe verbunden sind.
Wenn alle Klemmstellen OK sind, ist das so auch kein Problem ... das entsteht aber massiv, wenn der blaue Draht zur Steckdose locker wird oder gar bricht. Damit ist dann nämlich auch der Schutzleiter unterbrochen. Da aber durch die Brücke in der Steckdose N und PE immer noch verbunden sind und das eingeschaltete Gerät L und N über seinen Widerstand verbindet, liegt auch das vermeintlich schutzgeerdete Gehäuse (teilweise) an L. Teilweise, da bei schlechten Klemmstellen und Übergangswiderständen noch nicht das volle Potential anliegt, sondern nur der Teil, der durch den Spannungsteiler aus Gerätewiderstand und diesen Übergangswiderständen entsteht.
Besonders hässlich wird das, wenn der blaue Draht komplett unterbrochen ist ... dann geht das Gerät nämlich aus, es wirkt vielleicht stromlos, aber das Gehäuse steht unter voller Netzspannung. Blöd, wenn Du es in dem Zustand anfassen willst, zum Beispiel um den Schalter zu betätigen.
Kurz: Schon mit einem Erstfehler kann diese Sache lebensgefährlich werden.
Anders bei modernen Installationen, da wird der PEN früh (z.B. direkt im Verteilerkasten nach dem Zähler) in PE und N getrennt und strikt separat geführt. Bricht einer der beiden, liegt immer noch keine gefährliche Spannung am Gehäuse an, zumindest nicht, wenn das Gerät selbst intakt ist.
Kurz: Da braucht es mindestens zwei Fehler, bevor es lebensgefährlich wird.
Es hat schon einen Grund, warum die Klassische Nullung seit rund 50 Jahren nicht mehr neu eingebaut werden darf. Siehe auch https://www.youtube.com/watch?v=oYgCFMMnU7o (https://www.youtube.com/watch?v=oYgCFMMnU7o).
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Wohne selber auch mit einer klassischen Nullung zusammen. Da gibt es spezielle Personenschutzadapter, die einen gewissen Schutz bei einem PEN-Leiter-Bruch bieten (Abschaltzeit ca. 0,2 s).
So ein Personenschutzadapter ist m.E. sehr empfehlenswert, soll, kann und darf aber eine defekte Elektroinstallation nicht "ersetzen".
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Wohne selber auch mit einer klassischen Nullung zusammen. Da gibt es spezielle Personenschutzadapter, die einen gewissen Schutz bei einem PEN-Leiter-Bruch bieten (Abschaltzeit ca. 0,2 s).
Jein, nur wenn der Adapter neben dem FI/RCD noch eine Unterspannungserkennung beinhaltet ... siehe auch https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/249066/Klassische-Nullung-FI-Adapter-sinnvoll- (https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/249066/Klassische-Nullung-FI-Adapter-sinnvoll-)
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Solange Zweifel an der Elektroninstallation bestehen, würde ich einen zwischenzeitlichen Umstieg auf eine Marshall MS2-Wall im Batteriebetrieb in Erwägung ziehen :guitar:
Vorsicht: hohes Suchtpotenzial :police:
https://www.youtube.com/watch?v=h3E4ch4Bf_Y :)
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@Röhre69
Musste gerade mit den Kids School of Rock gucken. Da hat er so nen kleinen am Gürtel :D
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Mit der Hauselektrik hier im Hühnerstall stimmt auf alle Fälle irgendwas nicht. Zwischen N & L 235V, Aber jeweils gegen Schutzleiter gemessen 133V und 51V AC. Das ist nicht cool. Und das an verschiedenen Steckdosen. Hab jetzt dem Vermieter geschrieben.
Ich berichte.
Danke, Markus.
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Da ist der Schutzleiter unterbrochen bzw. nicht angeschlossen, desshalb misst du solche komischen Spannungen.
Du hast immer eine gewisse Kapazität zwischen allen drei Leitern, in erster Linie durch die Leitungen aber auch durch z.B. Netzfilter in angeschlossenen Geräten. Wird der Schutzleiter unterbrochen bildet er einen kapazitiven Spannungsteiler zwischen Phase und Neutralleiter, oft misst man dann in etwa halbe Netzspannung gegenüber den anderen Leitern. Die Spannung ist recht hochohmig unter Last bricht sie dann wieder zusammen, das kann z.B. mit einem Duspol unter Lastzuschaltung geprüft werden.
Durch den unterbrochenen Schutzleiter fehlt hier aufjedenfall die Schutzmaßnahme in der Anlage, dass sollte also umgehend wieder in Instand gesetz werden. Bezüglich klassischer Nullung sei noch gesagt, dass es ofters vorkommt, dass Leute nachträglich die Steckdoseneinsätze wechseln und die korrekte Beschaltung dabei nicht wieder herstellen. Statt den PEN Leiter richtigerweise an PE und N der Steckdose anzuschließen wird er fälschlicherweise nur an den N angeschlossen und der PE bleibt. Dadurch entsteht dann die oben beschriebene Situation.
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Oje, Bauernhof - da soll´s die abenteurlichsten "Konstruktionen" geben. Bauerndrehstrom und so Zeugs.
"Das hat der Urgroßvater gebaut, und der is´ über 90 geworden. Da wird nix repariert"
"Das hat alles super funktioniert, bis du mit deinem neumodischen amerkanischen Gitarrengeraffel alles kaputt gemacht hast"
"Was Schutzleiter oder wie? Ich glaub´ Du meinst Hühnerleiter"
Denke, mit solchen Sprüchen kannst Du vom Vermieter rechnen.
Herzliches Beileid
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Genau so kam das alles!
"Dein ganze Computerzeugs hängt da an einer Dose. Auch noch Mehrfachsteckdosen. Computer und so ziehen soviel Strom, da kann schonmal ein Kabel durchschmoren" >> Hab n M1 Mac. Der zieht so gut wie nix :D
"Hat der Onkel gemacht, der gerne getrunken hat, aber Elektriker war. Eigentlich n guter Mann".
"Ich weiß nicht, was man da jetzt machen soll".
"Das misst sich komisch mit nem Multimeter, das muss man mit nem speziellen Gerät prüfen."
Und so weiter. :D
Dann ne Dose aufgemacht und schon war nach ein bissl berühren das eine Kabel locker.
Natürlich keine Wago Klemmen sondern direkt an der Dose verbunden.
Spannend...
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"Ich weiß nicht, was man da jetzt machen soll".
Die Frage lässt sich leicht beantworten: Elektroinstallateur holen. ;D
Dummerweise wird das Folgekosten verursachen ... und somit wird vom Vermieter lieber rumgeeiert.
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Dann ne Dose aufgemacht und schon war nach ein bissl berühren das eine Kabel locker.
Natürlich keine Wago Klemmen sondern direkt an der Dose verbunden.
Spannend...
Geschraubte Klemmen sind der natürliche Feind starrer Kupferdrähte. Daher schleicht sich das Kupfer mit der Zeit klammheimlich davon.
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Computer und so ziehen soviel Strom, da kann schonmal ein Kabel durchschmoren
Stellt sich die Frage, welche Sicherung in der Unterverteilung eingebaut ist, falls überhaupt, welche Kabelquerschnitte etc.. Ist die Elektrik ursprünglich nur für Beleuchtungszwecke 100 W-Glühbirne ausgelegt und nachträglich erweitert worden? Wirklich saublöd deine jetzige Wohnsituation. Jetzt muss du zuerst den Vermieter überzeugen, dass das so definitiv nicht geht. Anschließend wird´s dann noch ne Weile dauern, bis der Elektriker alles wieder gerade gezogen hat. Vielleicht kannst Du als kleines Trostpflaster eine Mieterniedrigung durchsetzen.
Einziger "Vorteil" deiner Verstärkerreparatur ist, dass du jetzt "vorgewarnt" bist.
Glücklicherweise ist bis jetzt noch nichts schlimmeres passiert!!!
Schutzklasse 1 Geräte ohne Schutzleiter sind natürlich extrem gefährlich. Blöderweise dürfte u.a. auch dein Herd und Kühlschrank Schutzklasse 1 sein. Einen gewissen Schutz bringen auch Schuhe mit Gummisohlen, und niemals zwei elektrische Geräte gleichzeitig berühren, oder ein Elektrogerät und nen Wasserhahn, Heizung gleichzeitig berühren.
Da wünscht man sich, dass der Vermieter verpflichtet wird, dich für die Dauer der Reparatur, besser wahrscheinlich Neuinstallation auf seine Kosten im Hotel unterzubringen.
Viel Glück und halt uns auf dem laufenden
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Bin natürlich kein Jurist, aber ich denke, dass sich dein Vermieter mit Kenntnis einer schadhaften Elektroinstallation strafbar macht. Falls wirklich was passiert stehen dann Begriffe wie fahrlässige, grob fahrlässige (vorsätzliche?) Körperverletzung oder gar Tötung im Raum. Vielleicht hilft das deinem Vermieter auf die Sprünge.
Du hast auch Kenntnis von der defekten Elektroinstallation, wie´s da rechtlich aussieht??? Wahrscheinlich auch nicht so rosig ???
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Evtl. kommt auch fahrlässige Brandstiftung durch fehlerhafte Elektroinstallation in Frage
"Da kann schon mal ein Kabel durchschmoren" klingt fast so wie "das nehme ich billigend in Kauf"
Vielleicht solltest Du deine Elektrobastelgeräte vorerst einmal auslagern, damit da nicht wer auf dumme Gedanken kommt und versucht, dir die Schuld für die fehlerhafte Steckdose in die Schuhe zu schieben
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Das mit dem Kabel durchschmoren war eher als Vorwurf gedacht (das ist erstmal die Standard-Abwehrhaltung), dass der Fehler ja nur bei mir liegen kann. Da ich Kinder hab, kenn ich langsam die Tricks, wie man dann ohne Druck voran kommt.
Sprich ich bin gespannt, was er jetzt alles macht. Aber komplette neue Strippen werden da nicht gezogen.
In der Theorie versteh ich auch eure Argumente, das man sowas hart angehen muss, Mietminderung etc.
Ich kann Euch aber auch sagen, wie die Praxis auf dem Wohnungsmarkt mit 2 Kindern aussieht, wenn man einigermaßen bezahlbaren Wohnraum sucht. Ich hab das hier schonmal hinter mir.
Da kam nur "Wenn Euch das stört, ist das ok. Aber dann sucht Euch doch einfach ne neue Wohnung".
Von daher, muss man da leider immer rumtänzeln und gucken, wo die Schmerzensgrenze ist, so Kämpfe auszuführen.
Aber klar, Spaß mach mir so n Scheiss auch nicht. Man hat sonst genug zum stressen im Leben.
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Als Mieter sitzt man in dem Fall echt in der Klemme, da man auf den Vermieter angewiesen ist ... wenn der mauert, kann ein Elektroinstallateur, den Du auf Deine Kosten geholt hast, auch nicht viel mehr machen, als gegebenenfalls gefährlich schadhafte Anlagenteile stilllegen und/oder eine Bedenkenanzeige verfassen. Er ist aber nicht verpflichtet, Behörden zu informieren. Er kann und wird Dir also nicht die Dreckarbeit abnehmen. Nachdem das hier aber weder ein Rechts- noch ein Elektrikerforum ist, werde ich mich nun zurückhalten und empfehle, Dir einen Mieterverein in Deiner Gegend zu suchen und hier mit dem Technischen weiterzumachen: https://www.elektrikforum.de/ (https://www.elektrikforum.de/). Viel Erfolg!