Anzugsmoment Befestigungsschrauben Lautsprecher

Begonnen von Manfred, Jun 11, 2011, 09:24

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Manfred

Gast
Gespeichert
Hallo,

gibt es eigentlich bei den Lautsprecherherstellen eine Vorschrift für das maximale Anzugsmoment der Befestigungsschrauben?
Ich habe bisher noch nichts gefunden bzw.es vielleicht übersehen.
Zu leicht dann scheppert der Lautsprecher in der Schallwand, zu fest dann kann das Chassis zu viel Spannung haben.

Gruß
Manfred

robdog.ch

*****
YaBB God
Beiträge: 1.098
Gespeichert
Moin Manfred

Ob's da Richtlinien o.ä. gibt weis ich nicht. Wenn Du Dich genau achtest, siehst Du ja wenn das Chassis anfängt nach zu geben. In dem Moment gehe ich dann wieder zwischen 1/4 & 1/2 Umdrehung zurück. Das Chassis soll mEn die Lautsprecherwand nicht direkt berühren (ausser bei Frontloaded)  ;)

Gruss
Röbi
Madamp M15MkI, TT-Sam, TT66 Mod, JTM45, 18Watt TMB, Tweed-Twin, RW8-Prototyp, "RW8-Serie", 18Watt TMB mit VoCo & PRIMV

basementmedia

*****
YaBB God
Beiträge: 490
Gespeichert
Hi,

muss leider die Frage nochmal "aufwärmen":
Steh grad vor meinem fertig gebauten Combogehäuse (siehe Foto, erbitte Lob - ist mein erster Combo! ;-)), daneben liegt ein Paar Celestion Vintages und ich grübel darüber, wie ich die so befestige, dass Sie mir noch lange erhalten bleiben und nicht irgendwann der Schwerkraft folgen, bzw. ein Klapperkonzert in der Kiste veranstalten.

Frage Nr.1: Mit einfachen Holzschrauben (Spax) reinschrauben (M5 oder M6)? Oder besser Gewindebuchsen reinmachen und dann mit normalen Schrauben + Loctite?
Frage Nr.2: Direkt auf die Lautsprecherwand druff, oder? Oder müssen da noch die (sehr dünnen) Klebepads drunter (obwohl um den Lautsprecherrahmen vorne ja bereits ein Rahmen aus nem elastischen Material rumgelegt ist, d.h. was sollen die dünnen Klebefetzen bringen??)

Bin für jeden Tipp dankbar.

Grüße

Daniel
Gebaut:
SLO 100
Marshall JCM800 (Combo-Version)
2 x Urei 1176 Studio-Kompressor (FET)
1 x La2a Studio-Kompressor (Röhre)
SSL Bus Kompressor
TubeScreamer

Gitarrenbau:
Telecaster
Gibson SG
Eigenes Modell

SvR

*****
YaBB God
Beiträge: 2.383
Gespeichert
Salü,
Zitat von: basementmedia am Jun 14, 2011, 06:47
Frage Nr.1: Mit einfachen Holzschrauben (Spax) reinschrauben (M5 oder M6)? Oder besser Gewindebuchsen reinmachen und dann mit normalen Schrauben + Loctite?
Ich nehm für Lautsprecher normalerweiße Linsenkopf-Blechschrauben (ohne Senkung!/voher ins Holz vorbohren). Die haben im Gegensatz zu Spax nen flachen Kopf (der dann bündig aufem Chassis aufliegt), sodass man nicht gefahrläuft diesen bei zu festem Anziehen abzudrehen.
Hab ich auch schon bei nem gekaufen Combo gesehen, dort im Mix mit Einschlagmuttern (immer im Wechsel: Blechschraube, Einschlagmutter+Maschinenschraube, Blech...)
mfg sven
Rettet den Wald, esst mehr Biber!
PIC32-Tutorial

Manfred

Gast
Gespeichert
Hallo Daniel,
jetzt ist die Bespannung schon drauf, da geht folgendes nicht mehr.
Vielleicht für's nächste mal.
Bei der Montage auf die Schallwand von hinten kann man den/die Speaker im Fender-Combo-Style  machen.
D.h. mit metrischen Senkkopfschrauben, bei den Amis sind's eben Zollschrauben.
Speaker zentriert zu auf die Schallwandöffnung legen und die Löcher GENAU anzeichnen.
Dann bohrt man jeweils das Kernloch für das Gewinde an diesen Stellen und schneidet mit einem herkömmlichen Gewindebohrer das Gewinde in das Holz.
Die Löcher auf der Außenseite versenken und die Senkkopfschrauben hineinschrauben.
Jetzt hat man quasi Gewindestehbolzen auf der Schallwandinnenseite.
Speaker drauf, passende Unterlagsscheibe und Mutter.
Das war's.
Gewinde M5 passt ganz gut. Kernlochbohrung eigentlich 4,2mm, 4,5mm geht aber auch.
Gruß
Manfred


robdog.ch

*****
YaBB God
Beiträge: 1.098
Gespeichert
Zitat von: SvR am Jun 14, 2011, 06:56
Hab ich auch schon bei nem gekaufen Combo gesehen, dort im Mix mit Einschlagmuttern (immer im Wechsel: Blechschraube, Einschlagmutter+Maschinenschraube, Blech...)

Hi Sven

Wieso abwechselnd?

Ich befestige LS immer mit Einschlagschrauben + Zanhscheibe + Mutter (wie schon gesagt wurde M5). Den Kopf der Einschlagschraube kann man auf der Vorderseite bei Bedarf ja etwas versenkt ausführen.

Gruss
Röbi
Madamp M15MkI, TT-Sam, TT66 Mod, JTM45, 18Watt TMB, Tweed-Twin, RW8-Prototyp, "RW8-Serie", 18Watt TMB mit VoCo & PRIMV

SvR

*****
YaBB God
Beiträge: 2.383
Gespeichert
Salü,
Zitat von: robdog.ch am Jun 14, 2011, 07:58
Wieso abwechselnd?
Da musst du schon den Hersteller selber fragen, warum er das so gemacht hat ;D
Ich verwende ausschließlich Blechschrauben (allerdings keine gute Lösung, wenn man alle zwei Wochen den Lautsprecher wechselt ;) )
mfg sven
Rettet den Wald, esst mehr Biber!
PIC32-Tutorial

bea

Gast
Gespeichert
Hängt vielleicht auch vom Material ab: bei weicheren Werkstoffen (MDF, Presspan, aber auch FiTa) sind Gewindeschrauben mit Muttern und Einschlagschrauben wohl am günstigsten. Geht aber nicht immer (Befestigung von hinten bei offenliegenden Holzflächen).
In FiTa verwende ich der Faulheit geschuldet Blechschrauben mit Linsenkopf, sichere diese mit Ponal und nehme in Kauf, dass ich da hin und wieder mal nacharbeiten muss.

In MDF könnte das auch noch klappen, in Presspan (politisch inkorrekt, aber gar nicht so selten) machts keinen Sinn. Laubhölzer sind in bezug auf Blech- oder Linsenkopf-Spax-Schrauben nicht ganz so kritisch.

jacob

*****
YaBB God
Beiträge: 4.436
Rote Amps klingen besser!
Gespeichert
Hi,

warum so kompliziert, wenn's doch auch einfach geht?
Weshalb nehmt Ihr denn nicht einfach M5er Einschlagmuttern mit langem Kragen, Inbusschrauben und passende Karosseriescheiben?
Gibt's sogar in V2A.

Die Gefahr, sich mit Stehbolzen, Schloss- Schrauben & Co die Sicke zu perforieren, ist ziemlich groß (oft bei Speakern in gebrauchten Fender- Combos zu sehen ;D ). Die Fender Speaker- Senkkopfschrauben haben unten einen Holz- Linksgewinde Ansatz und sind auch noch so schön spitz geschliffen  ;D

Vox hatte so eine Fender- ähnliche "Stehbolzenlösung" mit Muttern ja früher auch. Da rosteten dann im Lauf der Jahrzehnte gerne mal die Schrauben fest und haben sich dann in der Schallwand durchgedreht, wenn man die Speaker ausbauen wollte  :P

Blech- und Holzschrauben sind m.E. zur Speakerbefestigung einfach nicht langzeitstabil & roadfest genug (siehe alte Boogies, Kitty Hawks mit EVM12L oder Altec).

Gruß

Jacob
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist grundsätzlich in der Praxis größer als in der Theorie. (Unbekannt)

Ein Mensch, der spürt, wenn auch verschwommen, er müsste sich, genau genommen, im Grunde seines Herzens schämen, zieht vor, es nicht genau zu nehmen. (Eugen Roth)

bea

Gast
Gespeichert
Da hast Du sicherlich recht. Schrieb ich ja oben auch schon. Manchmal gehts halt nicht.

Und wenn man mal eben schnell einen Prototypen zusammenschustert, um mit geringstmöglichem Aufwand was auszutesten (wie ich bei den beiden Boxen in den letzten Monaten) und sich dann entschließt, die Dinger zumindest fürs erste weiterzuverwenden, dann bleiben halt die Blechschrauben erstmal drin. Nichts hält bekanntlich solange wie eine Behelfslösung.

Viele Grüße

Beate