(doch nicht) Blocking Distortion ???

Begonnen von Hans-Jörg, Sep 21, 2012, 01:18

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Hans-Jörg

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Sorry, hatte gerade noch geeditted, als du schon geantwortet hast. Mein 2. Satz ist nachträglich, aber ob er stimmt?

Hans-Jörg
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Beano

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Hi Hans-Jörg,

es ist egal ob du nun 22n und 2x470k oder 10n und 2x1M nimmst. Bedenke allerdings, dass ein größerer Widerstand unter Umständen auch mehr Rauschen bedeutet.

Die beiden 470k reichen für eine ausreichend hohe Eingangsimpedanz locker aus, ich sehe keinen Grund auf 1M zu gehen.

Die Größe des Tail-Widerstands ist unabhängig von den Grid-Rs wählbar.

Grüße,
Mathias

Groove1

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Bedanke mich ebenso.


Nur zur Info, habe bei mir 22nF Koppel-C und 1M jeweils am Gitter. Kein Rauschen.


Gruß, Klaus
Ich will die Röhren röhren hören.

Nils H.

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Zitat von: Hans-Jörg am Okt 04, 2012, 02:27
Das würde bedeuten, es ist egal, ob ich mit 22n und 2x470k fahre, oder mit 10n und 2x1M. Einzig, beim 2x470k kann ich einen größeren Tail nehmen um noch besser zu stabilisiren (?).

Ersteres: Ja, denke schon. Letzteres: Ich glaube nicht, dass da ein Zusammenhang besteht. Den Tail kannst Du relativ unabhängig vom Gitterableitwiderstand wählen, als Kompromiss zwischen Gain (kleinerer Tail) und PI-Balance (größerer Tail).

Gruß, Nils

Hans-Jörg

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#49
Zitat von: Beano am Okt 04, 2012, 02:50
Hi Hans-Jörg,


Die beiden 470k reichen für eine ausreichend hohe Eingangsimpedanz locker aus, ich sehe keinen Grund auf 1M zu gehen.


Hi Mathias,

das würde jetzt meine Annahme bestätigen, daß das Endröhrenspeziefisch ist.

@Groove: na , wenn es nicht gerade Kohlepress 1M Widerlinge sind, wirst es auch nicht unbedingt hören  ;)

Gruß

Hans-Jörg

Edit: Danke Nils. Von welchen Größenordnungen sprechen wir eigentlich?
Ich habe bei den 2x1Ms relativ kl. Tails (10k) gesehen. Wobei bei den 470ern von 33k bis 56k
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Stefan_L_01

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http://www.aikenamps.com/LongTailPairDesign.htm
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Eine Erhöhrung des Grid-R würde doch zu mehr Bass führen, und nicht "weiter runter" im Bass (normales C-R Glied)?
"Higher values will result in greater low frequency response for a given input coupling capacitor, but this effect is diminished somewhat due to the local negative feedback"

Nils H.

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Zitat von: Stefan_L_01 am Okt 04, 2012, 03:00
http://www.aikenamps.com/LongTailPairDesign.htm
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Eine Erhöhrung des Grid-R würde doch zu mehr Bass führen, und nicht "weiter runter" im Bass (normales C-R Glied)?
"Higher values will result in greater low frequency response for a given input coupling capacitor, but this effect is diminished somewhat due to the local negative feedback"

Schon richtig, habe ich auch gemeint: Der PI geht im Bass "weiter runter" heißt mehr Bass. Ich hab ja nicht geschrieben "die Bässe gehen runter"  ;) .

Beano

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#52
Zitat von: Stefan_L_01 am Okt 04, 2012, 03:00
Eine Erhöhrung des Grid-R würde doch zu mehr Bass führen, und nicht "weiter runter" im Bass (normales C-R Glied)?
"Higher values will result in greater low frequency response for a given input coupling capacitor, but this effect is diminished somewhat due to the local negative feedback"

Mit "weiter runter" meinte Nils sicher, dass die Grenzfrequenz des Gliedes eben weiter runter geht - die Folge ist mehr Bass. Allerdings glaube ich, dass man das nicht unbedingt hört, mit 22n und 1M Eingangsimpedanz ist die Übertragung schon fast linear.

EDIT: Nils war schneller...

@Hans-Jörg: endröhrenspezifisch sind die Grid-Rs nicht, höchstens der Tail-R, da dieser ja den maximalen Output-Swing mitbestimmt.
Du kannst auch 470k Grid-Rs mit einem 10k Tail machen oder 1M Grids mit 47k Tail (siehe Vox).
Ich würde sagen, für die Grid-Rs ist alles ab 470k aufwärts okay - beim Tail kommt es auf die notwendige Verstärkung an.
Einige Silverface-Amps hatten IMO sogar nur 330k Grids - eigentlich immer noch ausreichend.

Grüße,
Mathias

Nils H.

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Zitat von: Beano am Okt 04, 2012, 03:05
Allerdings glaube ich, dass man das nicht unbedingt hört, mit 22n und 1M Eingangsimpedanz ist die Übertragung schon fast linear.

Denke ich auch. Bei 22n/470k vs. 22n/1Meg liegt der Unterschied bei 70 Hz vermutlich im Bereich von Zehntel-db oder weniger.

Hans-Jörg

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#54
Zitat von: Nils H. am Okt 04, 2012, 03:12
Denke ich auch. Bei 22n/470k vs. 22n/1Meg liegt der Unterschied bei 70 Hz vermutlich im Bereich von Zehntel-db oder weniger.

Ha, deshalb habe ich auch nur 10n am KoppelC mit 2x470k/820 und 46k Tail.
Wobei ich aber vieleicht auf 1k, oder 1k2 an der Kathode gehen werde, weil der PI doch schon sehr bläst und ich davor noch 3 Trioden + CF habe. Da ist schon genug Gain. Habe nur Angst, wenn ich ihn dann voll ausfahre, daß die 47k Tail zu wenig werden. Muß ich ausprobieren im Proberaum (daheim geht das leider nicht  ;) )

Grüße und nochmals danke für die Erklärungen

Hans-Jörg
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Stefan_L_01

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Da das jetzt eine PI Diskussion wurde: Was macht es eigentlich wenn die zweite (kathodenangesteuerte) Röhre positiv wird am Grid gegenüber der Kathode? Mit gridleak resistor ist ja dort gar nix? Dann ist dort ja auch noch immer ein relativ großer Entkopplungs-C (100nf z.B.). Ist das nicht fatal im overdrive?

Nils H.

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Zitat von: Stefan_L_01 am Okt 04, 2012, 04:36
Da das jetzt eine PI Diskussion wurde: Was macht es eigentlich wenn die zweite (kathodenangesteuerte) Röhre positiv wird am Grid gegenüber der Kathode? Mit gridleak resistor ist ja dort gar nix? Dann ist dort ja auch noch immer ein relativ großer Entkopplungs-C (100nf z.B.). Ist das nicht fatal im overdrive?

Klar hat das rechte System auch einen Grid Leak Resistor. Geht vom Gitter zum unteren Anschluss des Bias-R und ist genau so groß wie der Grid Leak Widerstand des linken Systems.

Stefan_L_01

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ja, ok grid leak resistor. Aber der begrenzt ja nicht den Strom wenn das Gitter "relativ" positiv wird. Dann müsste doch über den Entkopplung-Kondensator jede Menge gesaugt werden, mit der spannenden Frage wie der sich dann wieder entladen kann wenn das Gitter wieder negativ wird