Zwei single-ended OTs zu einem PP-OT kombinieren?

Begonnen von 456Onno456, Okt 19, 2016, 12:39

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Manfred

Gast
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#30
ZitatD.h die entsprechende Sekundärseite hat nur noch ihren Drahtwiderstand

Nein, da diese auch noch eine Induktivät hat, mit einem Wechselstomwiderstand der von der Frequenz abhängig ist.
Da ergibt die Impedanz Z ist die Quadratwurzel aus [(2*Pi*f*L)^2  + Rdc^2].

Wenn beim PP_OT durch die bestromte Wicklung im Kern ein magnetischer Fluß erzeugt wird,
induziert dieser Fluß auch eine Spannung in der unbestromten Wicklung welcher aber,
durch die jetzt hochohmige Röhre, kein nenneswerter Strom entnommen wird.

Das ist eben bei der Zusammenschaltung der OTs durch die getrennten Kerne nicht so.
Wie schon erwähnt fungiert die Sekundärwicklung der des unbestromten OTs als Wechselstromlast.

Ich weiß nicht wie ich es noch ausdrücken soll.


Gruß
Manfred 


456Onno456

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Danke Manfred,

sehr richtig, ich habe es einfach überlesen und nicht nachgedacht --- natürlich ist die komplexen Impedanz bzw. der Wechselstromwiderstand ausschlaggebend. Mein Fehler Asche auf mein Haupt, du hattest es schon präzise ausgedrückt. D.h., dass meine Schlussfolgerungen natürlich nicht stimmen, eher das Gegenteil ist der Fall wie von dir schon erwähnt (im Fall eines OT_2xSE_to_PP, macht tatsächlich nur die Parallelschaltung auf der Sekundärseite Sinn. Ich werde das mal ordentlich rechnen).

LG,

Max

Manfred

Gast
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Hallo Max,

ich danke für das Mitdenken und die Anregungen.

Die EL95 hat einen Raa von 10k, die übliche Lautsprecherimpedanz war damals 5Ohm, da müsste Ü dieser OTs  ~ 45 sein.
Hast Du ü gemessen?
Mit diesem ü müsste man eigentlich eine Gegentaktenstufe für einen Test mit einer  ECC82 bauen können.

Gruß
Manfred
 

456Onno456

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Hallo,

ich habe mittlerweile die beschriebenen Ausgangsübertrager vermessen ( weitere Details siehe z.B. wäwäwä.dalitech.com/Resources/Measuring%20Output%20Transformer%20Performance.pdf ). Die Daten finden sich im angehängten excel spreadsheet.

Wenn ich es schaffe messe ich bei Gelegenheit noch die Ultralinear-Kennlinien für eine gute EL95 und stelle sie ein. Dann kann man auch den Philips UL-OT sinnvoll diskutieren.

LG,

max

cca88

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Zitat von: 456Onno456 am Dez 11, 2016, 02:03
Hallo,

ich habe mittlerweile die beschriebenen Ausgangsübertrager vermessen ( weitere Details siehe z.B. wäwäwä.dalitech.com/Resources/Measuring%20Output%20Transformer%20Performance.pdf ). Die Daten finden sich im angehängten excel spreadsheet.

Wenn ich es schaffe messe ich bei Gelegenheit noch die Ultralinear-Kennlinien für eine gute EL95 und stelle sie ein. Dann kann man auch den Philips UL-OT sinnvoll diskutieren.

LG,

max


:topjob:



Manfred

Gast
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Hallo Max,

super mit der Messung. Auch von mir  :topjob:
Da lag ich mit meiner Abschätzung von ü garnicht soweit weg.

Gruß
Manfred

456Onno456

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Hallo,

anbei die Rohdaten und ein Excel spreadsheet für eine EL95 im Ultralinearbetrieb mit verschiedenen Anzapfungen---0, 20%, 40%, 60%, 80%, 100%. Gemessen wurde eine Hälfte einer Lorenz ELL80, welche relativ gut ist (siehe vergleich der k=0, also Pentodenkennlinienschar für Ug2=300V mit der aus dem Philips Datenblatt für Ug2=250V, welche als Bild in der Exceldatei enthalten ist). Bei einigen plots ist die -12V Kennlinie nicht in der Darstellung enthalten, ein Flüchtigkeitsfehler von mir. Daten sind komplett inklusive Schirmgitterstrom.

LG,

Max

PS: Das Bild zeigt eine Überschlagsrechnung für den Philips UL-OT mit 4Ohm Last auf der Sekundärseite, also einem Raa von ca. 13k5. Die Röhren können bei 270V/15mA eingemessen werden, was eine Leistung um 5W ergeben sollte (Schirmgitterstrom ist hier vernachlässigt).