Supro 1695T Black Magick - aktuelle Supros - EH6973

Begonnen von 456Onno456, Mär 27, 2017, 08:41

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

456Onno456

*****
YaBB God
Beiträge: 326
Gespeichert
Hallo Blues, Hallo Bernd,

ich hatte es Bernd schon in einer PM angedeutet, der letzte längere Post ist zusammen mit einem abstürzenden Browser verschwunden.

@ Amp-Kit: Das müsst ihr mit Dirk ausmachen, sprich den Grundbedarf herstellen. Gerne würde ich auch noch Feedback beisteuern (so wie ich Bernd einschätze, er nach Finalisierung seines Aufbaus ebenfalls). Ich denke und das ist einer meiner zentralen Punkte aus den drei Seiten, dass diesen Amps 2017 eine VVR gebührt (5E3 und 18W und 6V6 Plexis) ebenfalls. Damit könnte man sich wirklich positiv differenzieren.

@ Variable Paraphase:
Du hast vollkommen recht Bernd. Und genauso hat sich der Fehler auch eingeschlichen. Ich habe einfach den Kondensator im Schaltplan entfernt. Der Gitterableitwiderstand der betroffenen 6973 wäre tatsächlich kleiner als derjenige der anderen 6973. Ich denke aber, dass dies keinen großen Unterschied machen würde, für die Endstufenröhren sind doch eher zu große Gitterableitwiderstände problematisch. Anzumerken sei noch, dass beim Absara die Phaseninverterröhren mal wieder stärker belastet werden, weil die AC-loadline ja durch die beiden parallelen 270k gegeben ist.

@ Elko nahe am Kathodenwiderstand der Endstufenröhren:
Aber ordentlich aufgebaut ist der Verstärker auf jeden Fall. Die Elkoplatzierung ist suboptimal, aber sie ist höchstwahrscheinlich unkritisch. Der Elko müsste schon einen Kurzschluss verursachen und hier sollte eigentlich die HV-Sicherung des Netzteils greifen. Ich denke auch, dass die Lastwiderstände im Metallgehäuse hier deutlich besser die Wärme dissipieren, speziell auf Grund des Kontakts zum Chassis (Wärmeleitpaste nicht vergessen). Das nicht verschlossene Loch im Chassis macht mir mehr Sorgen.

m.

mr.bassman

*****
YaBB God
Beiträge: 533
Gespeichert
Hallo,

leider hat sich in Max (Gesamt-) Schaltplan ein Fehler eingeschlichen:
Die Pin-Nummerierung der beiden 5CZ5 Endröhren sind nicht richtig (eingetragen sind die der 6L6) - Max hat ja auch diese Endstufen-Variante gebaut, so ist dieses wohl passiert.
Ich habe den korrigierten Plan nochmals angehängt!

Hat eigentlich inzwischen jemand hier im Forum, nach der tollen Schaltungsbeschreibung von Max, Lust bekommen, ebenfalls einen Supro Clone zu bauen?

Lieben Gruß
Bernd
Miete & Strom gehen eigentlich, am schlimmsten sind die Fixkosten für Bauteile-Bestellungen!

tuxele

**
Jr. Member
Beiträge: 22
Gespeichert
Zitat von: mr.bassman am Jun 03, 2017, 10:24
Hat eigentlich inzwischen jemand hier im Forum, nach der tollen Schaltungsbeschreibung von Max, Lust bekommen, ebenfalls einen Supro Clone zu bauen?

Lieben Gruß
Bernd


Hat eigentlich in der Zwischenzeit jemand nach dem von Bernd zuletzt geposteten Plan so einen Supro aufgebaut?
Falls Ja, wie klingt's?
Ich fänd's ja auch interessant, die Schaltung point-to-point auf einen Alu-Winkel zu nageln, aber an verschiedenen Schaltungsdetails bin ich am Grübeln:
Z. B.  was für einen Sinn soll es haben, den Anodenwiderstand der Eingangsröhre zu splitten in 270k und 100k und dazwischen einen Bypass-Kondensator von lächerlichen 47nF zu schalten. Wie soll das wirken? Eine moderate Tiefenanhebung? Was soll das bringen?
Die 270k sind ja schon ziemlich groß, für tiefe Frequenzen hätten wir dann einen Anodenwdst. vom 370k (270k + 100k). Macht das noch viel Verstärkung aus im Vergleich zu hohen Frequenzen (nur 270k)? Wohl kaum. Also, was soll das? Ich frage mich, was haben sich die alten Supro/Valco-Bauer damals dabei gedacht?
Geschweige denn die anderen ulkigen RC-Netzwerke in den Anodenkreisen der Vorröhren. Macht das etwa den typischen Supro-Sound aus oder ist es letztendlich der See-Saw-Phase-Inverter?
Die Reklame sagt, es wären die legendären 6973-Endröhren - und die auch noch in Class-A-Einstellung (Klasse A - dass ich nicht lache). Aber Reklame-Fritzen haben keine Ahnung von Röhrenschaltungstechnik...

Krache musses...

456Onno456

*****
YaBB God
Beiträge: 326
Gespeichert
die 100k und 47n bilden die individuellen HV-nodes für die Trioden. Sieht ungewöhnlich aus, liegt aber vom -3dB Punkt auch nicht so weit weg von den heutigen Standardwerten (z.B. 1k und 10µ). Da nicht viel Strom fließt geht sich das für die Vorstufenröhren ziemlich gut so aus ...

LG,

m.

tuxele

**
Jr. Member
Beiträge: 22
Gespeichert
Zitat von: 456Onno456 am Apr 16, 2018, 06:52
die 100k und 47n bilden die individuellen HV-nodes für die Trioden. Sieht ungewöhnlich aus, liegt aber vom -3dB Punkt auch nicht so weit weg von den heutigen Standardwerten (z.B. 1k und 10µ). Da nicht viel Strom fließt geht sich das für die Vorstufenröhren ziemlich gut so aus ...
LG,
m.

Danke für die Erleuchtung. Also nur ein Siebglied - sonst nix: R*C=100k*47n=10k*470n=1k*4,7µ. Okay, da simmer bei der üblichen Größenordnung, wie von dir oben: 1k und 10µ. Ist wohl der Schaltungstechnik der damaligen Zeiten geschuldet, als große Kapazitäten groß und teuer waren, da nahm man wohl lieber einen größeren Widerstand...
Krache musses...

456Onno456

*****
YaBB God
Beiträge: 326
Gespeichert
... ja und möglicherweise:

Wie angedeutet halte ich das eigentlich für eine ziemlich geeignete Art der Spannungsversorgung für eine Class A-Stufe die fast keinen Strom zieht (eine ECC83 Triode halt) und keine 250V an der Anode benötigt. Man könnte eher darüber nachdenken, warum die Supros das mit einem 270k Anodenwiderstand so stark in den linearen Bereich drücken, aber das ist schon wieder eine Frage des Klangs/Sounds/etc.

Vorteile liegen auf der Hand:
es wird wenig Platz benötigt und es können Folienkondensatoren eingesetzt werden (Langlebigkeit, eventuell Klang - ich habe vergessen, welche boutique-Marke auf die µF-Folien-Brummer schwört). Hält man die Zeitkonstante bei ca. diesem Wert dann kann die Anodenspannung (also vor dem 100k) auch ferngesteuert (Fussschalter) werden, ohne dass eine Verzögerung wirklich wahrnehmbar ist.

m.