Pin 1 und 6 und Masse (Kurzschluss?!)

Begonnen von julius, Nov 19, 2022, 05:07

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roehrich

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Guten Morgen,

wenn man mit Deinen Messwerten für Poti=0R etwas rechnet, kommt das schon hin ... R26 und R27 bilden dann einen Spannungsteiler für die 50V an C20.

Deine Biasspannung ist rechnerisch: (50V/(56+15))*56 = 39.5V ... hast Du auch so gemessen, ist aber zu stark negativ, Du willst geringere negative Vorspannung haben.

Mit 47K nach Schaltplan sieht's so aus: (50V/(47+15))*47 = 37.9V ... könnte knapp reichen, denn es ist noch nicht eingerechnet, dass durch die stärkere Belastung auch die 50V etwas sinken werden (Sieht man ja an den Messwerten für die andere Potistellung, ist aber ganz in Deinem Sinne).

Damit bist Du wahrscheinlich an der Grenze ... ob es damit schon gut ist, wird ein Versuch zeigen. Wenn nicht, dann wie von elhorstos vorgeschlagen den parallelen Widerstand sukzessive verringern, bis es passt ... 180K, 100K ... viel kleiner als nötig würde ich persönlich aber nicht gehen, denn das schafft nur Möglichkeiten für späteren Missbrauch  ;D.

Wenn der Wert dann klar ist, kannst Du den alten R26 durch einen mit dem neue ermittelten Wert der Parallelschaltung ersetzen ... oder den paralleln einfach ordentlich auf der Unterseite zwischen die Lötaugen motieren. Dann bleibt die Originaloptik erhalten.

BTW, Originaloptik ... auch wenn Dir die nicht so wichtig sein mag (was ich bei einem Gebrauchsgegenstand auch verstehen kann), so würde ich doch nochmal über die Elkos nachdenken, und die Radialen durch passende Axiale ersetzen ... alleine schon aus mechanischen Gründen (Schock und Vibration). Gibt's auch hier im Shop: https://www.tube-town.net/ttstore/elektrolyt-10-f-100-v-105-c-9285.html.

Viel Erfolg!

Ciao
Sebastian

elhorstos

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Zitat von: roehrich am Nov 21, 2022, 10:36
BTW, Originaloptik ... auch wenn Dir die nicht so wichtig sein mag (was ich bei einem Gebrauchsgegenstand auch verstehen kann), so würde ich doch nochmal über die Elkos nachdenken, und die Radialen durch passende Axiale ersetzen ... alleine schon aus mechanischen Gründen (Schock und Vibration). Gibt's auch hier im Shop: https://www.tube-town.net/ttstore/elektrolyt-10-f-100-v-105-c-9285.html.
Sebastian
...bei original Optik in einem Amp muß ich immer bisschen schmunzeln...
hab letztes auch bei einem 2204 einen IGOT 50W Ausgangsübertrager, gegen einen orig. Drake tauschen müssen...wegen original...
ich würde die Elkos mit (Heiss)Kleber fixieren...Funktion vor Optik ist mein Motto...

roehrich

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Wenn kleben, dann schlage ich statt Heisskleber, der mit der Zeit gerne doch wieder lose wird (zumindest das billige Hobby-Zeugs aus dem Baumarkt) ordentlichen Silikonkleber für die Elektronikfertigung vor: DOWSIL 744 ... gibt's auch in kleinen Tuben. Klebt sicher, fließt nicht weg, vernetzt bei Raumtemperatur vollständig, ist nicht korrosiv und bleibt leicht dauerelastisch.

Und kann sogar Originalzustand sein, wenn ich da so an den alten Engl Jive denke, den ich mal in den Fingern hatte  ;D

Ciao
Sebastian

julius

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Danke für die zahlreichen Antworten und Ratschläge! Sobald ich ihn fertig habe, melde ich mich nochmal zurück.  :topjob:

:gutenacht:

julius

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Hey!

Ich habe nun den 56K gegen einen 47K Widerstand ausgetauscht. Damit habe ich nun deutlich passendere Einstellmöglichkeiten. :topjob:

Die Elkos habe ich gegen axiale getauscht. Leider war die Brücke zwischen den Pluspolen der Elkos schon vorhanden, da der Kontakt der Platine leider verschmort ist.

Wie mein erster JCM 800 Rückbau vor ein paar Jahren, war auch dieser Amp völlig zermoddet, u.a. war ein zusätzlicher Trafo verbaut worden. Für den wurden die 230 V angezapft, die von der Netzbuchse einmal quer bis zum Trafo, der sich in Nähe der Inputbuchsen befand, gelegt wurden. Nur ein paar Millimeter und die 230 V hätten fast am Gehäuse angelegen. Das habe ich selbstverständlich alles rausgerissen.

Vielen Dank für die Hilfe!  :bier:

roehrich

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Hallo Julius,

auch hier Gratulation zur erfolgreichen Wiederbelebung und vielen Dank für die Rückmeldung!

:topjob:

Ciao
Sebastian