Phase Inverter beim WEM Monitor Reverb, interessantes Konzept?

Begonnen von DirtyDirk, Jun 09, 2026, 04:00

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DirtyDirk

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@Helmholtz: Du hast recht ich habe mich verrechnet, es sind dann 3,75mA.
Spannungsangaben stimmen.

Danke @Peter, nach so einer Erklärung, was da vorgehen könnte habe ich gesucht.
Würde dann bedeuten, die Röhre "regelt sich selbst ab" und pendelt sich im Bias ein?
Also nach dem Muster
Röhre läuft an -> Strom fließt -> Spannung an Kathoden-R steigt -> Gitter "wird negativ" im Bezug zur Kathode -> Strom durch Röhre wird gebremst?

Helmholtz

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Zitat von: _peter am Jun 16, 2026, 01:34
Hallo,
dann läuft die Schaltung einfach durch Bias per Gitteranlaufstrom. Verglichen mit üblichen Schaltungen dieser Bias-Art liegt sie nur eben nicht auf Masse, sondern ist durch den 56k hochgelegt.

Sehe ich auch so.

Helmholtz

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#17
Zitat von: DirtyDirk am Jun 16, 2026, 05:09
@Helmholtz: Du hast recht ich habe mich verrechnet, es sind dann 3,75mA.
Spannungsangaben stimmen.

Ok.
Das bedeutet : Geringe Vgk >> hoher Anodenstrom >> geringe Vak.
Die Triode ist kurz vor der Sättigung, kann den Strom kaum noch erhöhen.
Bedeutet stark eingeschränkten Aussteuerungsbereich ("headroom").
Der Amp dürfte bei weitem nicht seine volle Ausgangsleistung bringen.
Wünschenswert wäre eine Vak zwischen 150V und 250V.
Ich würde die Schaltung korrigieren.

Hier ist ein nützlicher Online- Calculator:  https://www.vtadiy.com/loadline-calculators/concertina-calculator/

DirtyDirk

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Nach weiterer Recherche bin ich dazu gekommen, dass es wohl ein Hifi Konzept gewesen ist. Der Verstärker ist absolut Clean&Brilliant
und, er war mit Sicherheit nicht für einen dreckigen Marshall-Sound gedacht (da passt ja dann der Bezug zu Pink Floyd).
Die Schaltung ist relativ ähnlich in einem Revox G36 Tonbandgerät und anderen Hifi Verstärkern.
Anscheinend ist die Verstärkung kleiner 1, und hat wegen ihrer Symmetrie einen geringen Klirrfaktor.

Umbauen werde ich ihn nicht. Er klingt sehr schön, vielleicht so in Richtung Twin Reverb.

Danke euch für die Hinweise!

Helmholtz

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Zitat von: DirtyDirk am Jun 17, 2026, 12:44
Die Schaltung ist relativ ähnlich in einem Revox G36 Tonbandgerät und anderen Hifi Verstärkern.
Anscheinend ist die Verstärkung kleiner 1, und hat wegen ihrer Symmetrie einen geringen Klirrfaktor.

Mit dem Unterschied, dass im G36 ein 10M Gitterableitwiderstand verwendet wird und der PI dadurch eine "gesunde" Spannungsaufteilung erhält (je 40V an Ra und Rk, 140 V über der Triode).
Alle Cathodynes haben eine Verstärkung <1 und perfekte Symmetrie (wenn Ra und Rk gleich sind).
Hat mit mehr oder weniger Hifi durch die Vorspannungserzeugung nichts zu tun.
Bei Deinem PI ist einfach die Vgk zu klein.
Mit diesem Arbeitspunkt wird der PI früher verzerren als mit der Originalschaltung und nicht fähig sein, die Endröhren voll auszusteuern.
Ich würde mal die Ausgangsleistung messen (mache ich sowieso immer).