Pentode als Triode

Begonnen von P1950, Feb 13, 2022, 08:18

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P1950

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Meines Wissens nach reduziert sich die zulässige Verlustleistung einer Pentode als Pseudo Triode (g2 mit Anode verbunden. Welche technische Erklärung gibt es für dieses Verhalten?
Viele Grüße
Gerhard

P1950

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Zitat von: P1950 am Feb 13, 2022, 08:18
Meines Wissens nach reduziert sich die zulässige Verlustleistung einer Pentode als Pseudo Triode (g2 mit Anode verbunden. Welche technische Erklärung gibt es für dieses Verhalten?

Hallo Leute,
137 Aufrufe und keine Antwort?
Hängt es u.U. mit der begrenzten Verlustleisung von g2 zusammen?
... g2 wird ja meinem Verständnis nach zur ,,2. Anode."
Viele Grüße
Gerhard

cca88

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Hallo Namenloser,
ich hab von so einer Einschränkung beispielsweise noch nie etwas gehört...

Quelle?

Grüße
Jochen

Unverbindlich

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Zitat von: P1950 am Feb 27, 2022, 04:05
Hallo Leute,
137 Aufrufe und keine Antwort?
Hängt es u.U. mit der begrenzten Verlustleisung von g2 zusammen?
... g2 wird ja meinem Verständnis nach zur ,,2. Anode."
Der resultierende Strom teilt sich nach dem Flächenverhältnis Anode/Gitters, wenn auch vielleicht nicht 100%tig  proportional, auf.
Das ändert nichts an der Verlustleistung der Anode.
Wenn meiner Meinung nach der maximal zulässige Anodenstrom nicht überschritten wird, dürfte hierbei auch der maximale Gitterstrom auch nicht überschritten werden.
Das ist meine persönliche Annahme, interessiert mich aber, und werde mich versuchen zu diesem Thema schlau zu machen.
Von welcher Quelle kommt die Aussage dass der maximale Strom durch das Gitter 2 die Verlustleistung der Röhre reduziert.

Gruß
Manfred
 

P1950

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.. die Quelle der Information habe ich leider nicht mehr auf dem Schirm. Ich meine, dies in einem Artikel ? gelesen zu haben.
Viele Grüße
Gerhard

abaddon

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Hallo Gerhard,

bissel unglücklich formuliert, denn die max Verlustleistung der einzelnen Anschlüsse (G1 G2 und Anode) kann sich nicht ändern. Die ist konstruktiv durch die Oberflächengröße und -beschaffenheit bei strahlungsgekühlten Systemen begrenzt.

Anderer Seits hast Du Recht, das die ausnutzbare maximale Verlustleistung bei Triodenbetrieb kleiner ist, als die bei Pentodenbetrieb. Und ja, Du vermutest richtig, die max. Schirmgitterverlustleistung (Ps2max) stellt das begrenzende Element dar.

Um einen möglichst großen ausnutzbaren Anodenstrom zu erhalten, muss man die Anodenspannung bei einem gegebenen System erhöhen.

Wenn G2 und Anode verbunden sind (Pseudo-Triode) kommt bei Anodenspannungserhöhung irgendwann der Punkt, bei denen der prozentual vom Anodenstrom abhängige Schirmgitterstrom mal Anoden = G2 Spannung die max Schirmgitterverlusstleistung erreicht hat. Die dann vorhandene Spannung Ua und der dann existierende Ia bilden die maximal ausnutzbare Verlustleistung des Systems.

Bei Pentodenbetrieb kann man das Problem umgehen in dem man beide Spannungen trennt: Eine weitere Erhöhung der Anodenspannung erhöht Ia (das gewollte Ziel). Damit erhöht man zwar auch Is2, das wird jedoch durch Verringerung der Ug2 so kompensiert, das die max Gitterverlusstleistung nicht überschritten wird. (geht nur in einem gewissen Bereich, sonst wirkt das Steuergitter nicht mehr) Im Pentodenbetrieb kann Ia und Ua also deutlich größer werden, was einer größeren Anodenverlusstleistung entspricht, für die die Röhre konstruktiv ausgelegt werden muss.

Und da der Entwickler eine Pentode als Ziel hatte, sind deren Anoden für diese hohen Verlusstleistungen ausgelegt.
Wenn man so eine Pentode als PseudoTriode schaltet, könnte deren Anode also deutlich mehr Verlusstleistung ertragen, das kann man aber nicht ausnutzen, da vorher das Steuergitter seine zulässige Verlusstleistung erreicht hat und mglw verbrennt...

Beispiel EL156:
Pentodenbetrieb  Uamax=800V Us2max=450V
Triodenbetrieb     Uamax=500V

freundliche Grüße
Michael

P1950

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Michael,
Super Erklärung und herzlichen Dank.
Viele Grüße
Gerhard