Kleiner Amp (8" Speaker) -- Kratzen bei höherem Gain ...

Begonnen von micro_modular, Jan 12, 2011, 04:55

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

micro_modular

**
Jr. Member
Beiträge: 16
Gespeichert
Hallo!

Bin mir gerade nicht ganz sicher ob das ein Speaker- oder Amp-(Übertrager?)Problem ist ...

Nachdem ich heute bei meinem Laney Cub8 den Speaker getauscht hab
(alt: Celestion Super 8 -> neu: Jensen C8R)
entwickelt der Amp bei höherem Gain gelegentlich ein eher unangenehmes Kratzen.
(während die Gesamtperformance des Jensen mir durchaus besser gefällt als der Celestion).

Der Celestion gab bei höherem Gain eher einen Fuzz-artigen sound von sich ... anders kratzig ...

Kann ein Fehler beim Einbauen passieren ?
Ist der Ausgangsübertrager zu klein? (Kann den leider nicht benennen, steht nur 6093 drauf, Google gab auch nichts näheres von sich)
Jemand eine Idee wie man das beheben könnte?
Oder "ist das einfach so"?

Gruss und Dank,
n

bea

Gast
Gespeichert
letzteres würd ich mal annehmen...

Aber vielleicht wissen dia alten Hasen ja mehr.

LG

Bea

don_sebbo

***
Full Member
Beiträge: 55
Gespeichert
hi,

wie siehts denn mit der leistung der speaker aus? wenn lautsprecher zu sehr in ihren leistungsgrenebereich gehen produzieren die auch einen sehr unangenehmen und kratzigen/fizzeligen sound.
ansonsten sollte man die soundunterschiede von speaker zu speaker bei identischer dimensionierung auch nicht unterschätzen...

gruß
sebbo

micro_modular

**
Jr. Member
Beiträge: 16
Gespeichert
naja, der Speaker ist auf 25W ausgelegt, der Amp bringt 5W ... sollte unproblematisch sein ...

Tube_S_Cream

*****
YaBB God
Beiträge: 904
Gespeichert
Das ist hier ibei so einem Einkanaler eine ziemliche Gratwanderung. Supercleaner und brillianter Sound braucht dieses Höhen, für volles Brett ist ein Speaker besser, der oberhalb von 4KHz möglichst steilflankig in den Keller geht. Die laneys (ich habe den LC30) können grätzig klingen, wenn man hohen Input-Gain fährt und dann den Master-Regler nur sehr schwach aufdreht. Das ist das typische Problem, wenn man fettes Gain bei Zimmerlautstärke fahren will.
Bei größeren Lautstärken klingt's eigentlich so, wie man es haben will, nur halt nicht bei Bedroom-Level.

Trift obiges zu und der Amp hat einen Einschleifweg zwischen Preamp und Endstufe, dann würde ich einen vernünftigen Bodentreter-EQ dazwischenschalten.

Was man noch machen kann (wenn kein passiger Speaker zu finden ist): Passives Tiefpassfilter vor dem Speaker (0,33mH in Serie, R-C-Glied 3,3µF + 4R7) parallel zum Speaker. Durch Verändern des Widerstandes kann man bestimmen, ob es eine Resonanzüberhöhung im Übergangsbereich geben soll oder nicht. Je kleiner der Widerstand, umso stärker der Resonanzpeak.
Das ganze lohnt sich auch nur, wenn man eh noch ein paar Frequenzweichenbauteile zu hause rumliegen hat.
Vorteil hier: Hier werden auch grätzige Höhen weggefiltert, die beim Übersteuern der Endstufe endstehen. Das hatte ich früher mal bei meinem TW-Express-Clone so gehandhabt, als ich eine Openback-Box mit dem Emi Legend 151 15" drin hatte. Der konnte noch einige Frequenzbereiche bis hoch zu 10KHz wiedergeben, was für cleane Fendersounds geil, für marshalliges aber ätzend war. Das Problem wurde dann aber auch letztendlich durch einen anderen Speaker gelöst.
Wäre für den Laney nicht ein kleiner 8" AlNiCo interessant?

Gruß
Stefan

orange1969

*****
YaBB God
Beiträge: 458
Gespeichert
Morgen,

wie neu ist denn der Jensen ?
habe vor Jahren mal eine 4x12er mit nagelneuen Celestion G12H bestückt. Die ersten paar Spielstunden klangen die ein wenig anders als erhofft.
Mit Jensens habe ich zwar keine Erfahrung aber könnte sein, daß die Speaker nach 20 Spielstunden anders klingen.

Schönen Tag noch.

micro_modular

**
Jr. Member
Beiträge: 16
Gespeichert
ZitatWäre für den Laney nicht ein kleiner 8" AlNiCo interessant?

Hab mich statt AlNiCo für Ceramic entschieden ...

Einen Master-Regler hat der Cub8 ja gar nicht (auch keinen einschleifweg ... halt minimalistischer Class A 5w amp)

Tube_S_Cream

*****
YaBB God
Beiträge: 904
Gespeichert
#7
Tja , dann bleibt erstmal nur: Speaker einspielen.
Aber offensichtlich scheint der Speaker noch eine Menge oberhalb von 5-6 KHz abzustrahlen. Mehr als 6KHz braucht es auch für eine brilliante Strat nicht.
Vielleicht einfach mal ein rundes Stück Filz mit 6-8cm Durchmesser mittig vor den Lautsprecher auf der Frontbespannung befestigen (quasi wie ein Beamblocker)

Mit einer passiven Tiefpassweiche kann man ähnliches erreichen. Die vorhin benannten Werte bilden einen 6KHz-Tiefpass.
Dann braucht man zumindest nicht an die Elektronik des Amps ran. Aber so ein Filter wäre wirklich die letzte Instanz... Man kann nie so genau vorhersagen, wie ein SE-Amp ohne Gegenkopplung auf so eine Last reagiert.

Gruß
Stefan

bea

Gast
Gespeichert
Zitat von: Tube_S_Cream am Jan 17, 2011, 12:00
Tja , dann bleibt erstmal nur: Speaker einspielen.

Mit 5 Watt? Bedingt "einspielen" denn nicht "Stressen durch hohe Aussteuereung" ?

EinenGB12einspielendürfende Grüße

Beate

Tube_S_Cream

*****
YaBB God
Beiträge: 904
Gespeichert
Ich schätze auch mal, daß das krätzige letztendlich nur durch Befiltern verschwindet. Das leidige Thema ist ja, daß ein 8" nur recht wenig Tiefen und Tiefmitten produziert und der Höhenanteil sich stärker in den Vordergrund drängt. Da der Amp wohl höchstwahrscheinlich über keine Gegenkopplung verfügt, bewirkt ja die Schwingspuleninduktivität höhere Impedanzen und da der Amp in erster Linie eine Stromquelle darstellt, auch eine Höhenanhebung.
Ein Versuch, der nix kostet, wäre das Parallelschalten eines RC-Glieds, bestehend aus einem Widerstand von 6,8 - 10 Ohm und einem Kondensator um die 4,7µF. Bei der kleinen Leistung tut's da ein 2W-WIderstand und ein kleiner bipolarer Elko. Das ganze dient dazu, dem Impedanzanstieg bei höheren Frequenzen entgegenzuwirken. Wenn ein kleiner Speaker bass- und tiefmittenschwach ist, kann man dem nur entgegenwirken, indem man die Höhenwiedergabe zurücknimmt. Bei Cleansounds reicht dafür ja der Klangregler des Amps. Bei Endstufenoverdrive gibt's aber sonst nix mehr...
So ein RC-Gleid kann man "minimalinvasiv"an den Speaker-Lötösen anbringen und muß den Amp nicht zerlegen. Einen Versuch wäre es wert...
Vorteil wäre hier, daß sich diese Änderung nicht auf externe Speaker auswirkt und der interne abgeschaltet ist.

Gruß
STefan