Gitterkondensatoren-Reverb Deluxe

Begonnen von dukesupersurf, Jun 23, 2006, 01:43

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dukesupersurf

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YaBB God
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Hallo,
am berühmten Reverb Deluxe sind sind an den
Steuergittern 2nF Kondensatoren gegen Masse.
Ich habe das an einem anderen Fenderamp mal
ausprobiert und keinen Effekt bemerkt,deshalb 3
Verständnisfragen dazu:
-sind die nur zum Hf-Schwingungen unterdrücken?
-bilden sie mit den Gitterwiderständen einen Tiefpass,
damit die Endstufenzerre nicht zu kratzig klingt?
-oder spielt hier vornehmlich die erzielte Phasenver-
schiebung,indierekt im Zusammenspiel mit der  Lautsprecherausganggegenkopplung,eine(welche?)
entscheidende Rolle?
tschüß,Thomas

loco

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YaBB God
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Hallo
Die Kondensatoren bilden einen Tiefpass.(Endstufenzerre)
Gruß loco

Hannes

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YaBB God
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Hallo!

Wo sollen denn die 2nF-Kondis nach Masse sein?
Falls Du die 1200pF nach Masse vor den Gittern der 6V6 meinst, dann sollen die in der Tat HF-Schwingungen verhindern. Erlauben einen etwas schlampigeren Aufbau, sind aber eigentlich unhörbar.

Die machen die Endstufe sicherlich nicht weniger kratzig, sondern sind nur für sehr hohe Frequenzen gedacht, Fender hat bestimmt nicht an den verzerrten Klang gedacht als er die Endstufe konzipiert hat (und RCA auch nicht). Die Eckfrequenz des aus Gitterwiderstand und Kondensator gebildeten Tiefpasses ist ca. 87kHz.

Grüße,
Hannes

loco

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YaBB God
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Hallo Hannes
Wenn du den hochohmigen Ausgangswiederstand der Phasenumkehrstufe
in deine Berechnung mit einbeziehst kommst du durchaus in hörbare
Bereiche!Die 1K5 Wiederstände an den Steuergittern bilden zusammen mit
der Millerkapazität der 6V6 Röhren die "HF Bremse." Du hast sicher recht
damit,das es Fender nicht um die verzerrten Sounds ging,sondern vielmehr
darum den Cleansound etwas weicher zu machen.

Gruß loco

Hannes

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YaBB God
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Hi Loco!

Ja, die Phasenwenderstufe hat mit Sicherheit eine obere Grenzfrequenz im hörbaren Bereich, aber darüber entscheiden ja die 1200pF nicht groß mit.

Wie hoch ist denn hier die Verstärkung der 6V6?

Also - ich habe (ohne da jetzt groß zu messen) die 1200pF bei meinen Fendern einfach mal weggelassen - und keinen Unterschied gehört.

Grüße,
Hannes

dukesupersurf

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YaBB God
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Hallo,
erstmal vielen Dank für die Antworten.
Also ich bin jetzt nicht so mathematisch bewandert,
aber das Signal müßte jetzt neben dem von Euch erwähnten Tiefpasseffekt auch mit einer bestimmten(?)
Phasenverschiebung das Gitter ansteuern,jedenfalls
anders,als wenn die Dinger nicht da wären.Und das
könnte ja auch bedeuten,das bestimmte Frequenzbereiche ,nachdem sie so beeinflußt über die
AÜ-Sekundärseite zurückgekoppelt werden,stärker
gegengekoppelt werden,und andere jetzt vielleicht ehr
mit-gekoppelt werden.Wie siehts denn Eurer Meinung
damit aus??
tschüß,Thomas

loco

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YaBB God
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Hallo
Natürlich gibt es in dem Bereich wo der Tiefpass einsetzt Phasenverschiebungen.
Der "Ozzi"zeigt dort auch deutlich sichtbare Verzerrungen.(Sinussignal)
Der Bereich liegt,wenn ich mich richtig entsinne irgentwo zwischen 1 und 2kHz.
Aufgrund dieser durch die Kondensatoren hervorgerufenen Effekte und der
fehlenden Kompensation  in der Gegenkopplung arbeitet diese Schaltung fast in
der Nähe der Instabilität.(durch Mitkopplungseffekte hervorgerufene Schwing-
neigung).Fender hat in alten Zeiten viele unterschiedliche Deluxe Varianten
hergestellt.Bei den meisten,auch bei dem begehrten Blackface,fehlen die
Keramikkondensatoren an den Steuergittern der Endröhren.Also,falls du so
einen Amp besitzt,mach es doch einfach so,wie es dir am besten gefällt. ;D :police:

Gruß Dieter