Trafo - primäre Absicherung und Netzschalter!?!

Begonnen von Stefan94, Okt 05, 2010, 09:26

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Stefan94

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Hallo,

mein Name ist Stefan, bin 16 Jahre alt und neu im Forum. Ich habe mich in den letzten Tagen etwas durch das Forum
gelesen und bin absolut beeindruckt von der Vielfalt der Themen und den jeweiligen Hilfestellungen der einzelnen User.
Eine Anmeldung war daher nicht zu vermeiden.  :)

Die Welt der Elektronik begeistert mich schon seit einiger Zeit und jetzt habe ich auch den Bereich Röhrentechnik für
mich entdeckt. Ich bin aber noch absolut im Anfangsstadium und habe auch nicht vor, zu meiner eigenen Sicherheit,
demnächst etwas zu Bauen. Ich möchte zuerst mein Grundwissen ausbauen und da stellen sich von Zeit zu Zeit genug
Fragen.

Eine hätte ich schon...

Die primäre Absicherung eines Trafos in einem Gerät erfolgt ja in der Regel:

"Netzbuchse - Sicherung - Netzschalter - Trafo"


Wenn man jetzt aber zwei Trafos in einem Gerät benutzen möchte bzw. muss, bei nur einem Netzschalter, der all-polig
abschaltet, wie wird dann jeder Trafo für sich primär vor dem Netzschalter abgesichert  ???

Geht das dann überhaupt, eventuell irgendein spezieller Netzschalter oder funktioniert die Absicherung in diesem Fall nur
nach dem Netzschalter und ist dies dann überhaupt erlaubt  ???

Oder "laufen" beide Trafos primär nur unter einer Sicherung vor dem Netzschalter und der Gesamtwert der Sicherung
errechnet sich aus der Leistungsaufnahme beider Trafos  ???


Sorry, aber dieses Problem trage ich schon ein paar Tage mit mir herum und kann darauf keine Antwort finden.

Hat jemand eine Lösung?


Viele Grüße
Stefan94
   


 



Ron55555

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Hallo Stefan,

willkommen in diesem tollen Forum, wie auch ich würst du hier eine menge Freude und auch nette Leute in diesem Forum haben,
ich bin sicherlich nicht das bewandelste Mitglied hier im Forum, daher auch meine Gegenfrage,
warum möchtest du 2 Trafos verwenden und absichern, auch Stereoamps kann man mit einem Netztrafo betreiben,
dennoch um deine Frage zu beantworten würde ich jeden Trafo einzen absichern vor dem Netzschalter

Gruß Ronald   

Bierschinken

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Hallo Stefan,

es ist in einem solchen Fall sinnvoll die Sicherung vor dem Netzschalter zu paltzieren und dabei zu beachten, dass sie eben die Ströme beider Trafos abkönnen muss. Die Trafos kannst du dann hinterm Netzschalter parallel betreiben.

Bei "Kleinleistungstrafos" ist das kein Problem, bei richtig großen Trafos müsste man wohl wegen des Einschaltstromes nochmal jeden Trafo einzeln absichern oder direkt zu einem Einschaltstrombegrenzer greifen.

Grüße,
Swen

Stefan94

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Hi,

vielen Dank für die rasche Reaktion.

@Ron55555
Das mit den zwei Trafos ist nur ein Szenario, das mir in den Sinn kam, weil ich dessen Umsetzung
nicht ganz auf die Reihe bekomme  :)

@Bierschinken
Das mit den zwei Trafos parallel hinter dem Netzschalter habe ich verstanden.
Wenn ich jetzt aber trotzdem jeden Trafo einzeln absichern möchte (z.B. ein Trafo 200VA und der andere 100VA),
dann bräuchte man doch irgendwie einen speziellen Ein/Aus-Netzschalter.

Auf der "einen Seite" des Netzschalters müssten doch der 200VA und der 100VA Trafo jeweils einzeln angeschlossen
werden und auf der "anderen Seite" des Netzschalters das gleiche Spiel für die Sicherungen, denen man dann den
entsprechenden Trafo zuweist.

Oder steh' ich komplett auf'm Schlauch  ???     

Stefan94

Schimanski

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In einer Hausinstallation ist auch nicht jedes Gerät oder jede Steckdose einzeln abgesichert. Und selbst wenn: Spätestens mit einer Mehrfachsteckdose ist das wieder hinfällig.

Die Gerätesicherung ist sowieso nur gegen den absoluten Notfall gedacht, bei der üblichen Dimensionierung würde ich mir davon sowieso keine wirkliche Schutzwirkung versprechen. Ich würde zwei Sicherungen (allpolig!) vor dem Netzschalter für beide Trafos vorsehen, im Fehlerfall sind dann beide aus.
O-Saft ists!

custom

Gast
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Hallo.
Ich würde jedem Trafo eine eigene entsprechende Netzsicherung nach dem Netzschalter spendieren.
Was ist, wenn der Primärnennstrom eines Trafos, sei es durch einen Defekt oder durch Überlast überschritten wird? Dann wird die "Gesamtsicherung" für beide Trafos nicht ansprechen, da sie ja für I1+I2 dimensioniert wurde.
Also Netzbuchse =>Netzschalter=>ein Pol zu je einer Sicherung=> Trafos. Also so würde ich es machen. Ein Sicherungshalter kostet nur ein paar Pfennige.

Zitat von: Schimanski am Okt 06, 2010, 12:19
In einer Hausinstallation ist auch nicht jedes Gerät oder jede Steckdose einzeln abgesichert. Und selbst wenn: Spätestens mit einer Mehrfachsteckdose ist das wieder hinfällig.

Bei einer Hausinstallation trifft im Prinzip das gleiche zu. Dort sichert man ebenfalls jeden Stromkreis mit einer eigenen Sicherung ab, um die Zuleitung zu den vielen Steckdosen vor Überlastung zu schützen. Ich kann also nicht hergehen und den Badstromkreis (10A) mit dem Küchenstromkreis (10A) zusammenlegen und dann beide über eine gemeinsame 20A Sicherung absichern. Dabei könnte man die an die Steckdosen angeschlossenen Verbraucher als Sekundärwicklung betrachten.

Zitat von: Schimanski am Okt 06, 2010, 12:19
Die Gerätesicherung ist sowieso nur gegen den absoluten Notfall gedacht, bei der üblichen Dimensionierung würde ich mir davon sowieso keine wirkliche Schutzwirkung versprechen.

Also eigentlich nutzlos?   ;D

Zitat von: Schimanski am Okt 06, 2010, 12:19
Ich würde zwei Sicherungen (allpolig!) vor dem Netzschalter für beide Trafos vorsehen, im Fehlerfall sind dann beide aus.

Das ergibt für mich keinen Sinn. Da der Strom in einem geschlossenen Stromkreis an jedem Punkt gleich groß ist, würde da nicht eine Sicherung den Job auch machen? Und sind nicht die Toleranzen von Feinsicherungen so groß, daß ohnehin nur die flinkere von beiden auslöst?

Gruß, Bernd

Ron55555

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stimmt ist logisch, einzeln absichern vor dem Nethzschalter mach gar kein sinn, fehler von mir

Gruß Ronald

Hardcorebastler

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Hallo Stefan,
ich würde nach dem Eingang durch einen 2 poligen Netzschalter
jeden Eingang der Trafos mit einer Sicherung absichern,
200VA  1 A träge, 100VA mit 0,5A Träge,

Gruß Jörg


Schimanski

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Ich meinte die Absicherung der einzelnen aktiven Leiter, also L und N bekommen je eine Sicherung. Warum? Man könnte den Stecker andersherum in die Dose stecken, dann wäre bei nur einer vorhandenen Sicherung nicht L, sondern möglicherweise N abgesichert.

Geht man davon aus, dass im Fehlerfall der Bemessensstrom erheblich überschritten wird (das dürfte praxisgerecht sein), kann man bei annähernd gleicher Last eine Sicherung verwenden - nur bei sehr großen Unterschieden würde ich separat absichern. Meistens dimensioniert man die Sicherung über Bemessenslast, von daher wäre die Schutzwirkung bei geringfügig erhöhtem Strom (z.B. Wicklungsschluss) ohnehin nicht gegeben.
Wer will, kann gerne trotzdem jeden Verbraucher einzeln absichern, die Kosten sind nun wirklich überschaubar. Schaden tuts auf jeden Fall nicht.

Nutzlos sind die Dinger natürlich nicht, aber wie gesagt: Zur Absicherung gegen lebensgefährliche Körperströme völlig untauglich, also wird nur vorm Super-GAU (Geräteschutz, Trafo oder Zuleitung brennt ab) geschützt.
O-Saft ists!

_peter

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Hallo,

gibt es keine 4fach-Schalter? Das würde die ganze Diskussion erledigen.
Dann könnte man auch wieder vor dem Schalter absichern.
Wenn man nur einpolig absichert reicht ja auch schon ein 3facher.

Gruß, Peter
vintagevalveamps
Der Imperativ von "messen" lautet: miss!

Hardcorebastler

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Hi,
zu 2 Trafos in einem Verstärker,

der 2 polige Netz-Schalter ist auch üblich bei einen Trafo, weil nach Vorschrift XXX,
beide Phasen vom Netz geschaltet werden müssen.
Nach dem Netzschalter kommt vor jedem Trafo eine  Sicherung  und fertig.
Hauptsache jeder Trafo bekommt die passende Sicherung.
Was nachher an der Sekundärseite sinnvoll oder weniger sinnvoll zusammen gebaut wird soll hier gar nicht das Thema sein,da kann man ergänzend noch zusätzliche Maßnahmen treffen.

Gruß Jörg

gsdesmo

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Servus,

also die Absicherung des Netztrafos ist nach der VDE 0700 (jetzt auch evtl aufgeteiltauf 0701-0705 oder auch einfach unter der BGV A3 / klugscheißermodus aus!) vorgeschrieben bzw. zu prüfen aber es sollte vielleicht mal bedacht werden, dass diese Absicherung eben nur für die "Netzseite" des Trafos zuständig ist aufgrund der Galvanischen Trennung die im Trafo stattfindet.

Für eine allpolige Abschaltung könntest Du am besten einen sog. Motorschutzschalter benutzen, der kann auf jeden fall ne Menge Strom ab und Du kannst a bisserl testen weil Du nicht gleich nen neuen brauchst.

MfG Michi

cca88

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Zitat von: Hardcorebastler am Okt 07, 2010, 06:47
Hi,
zu 2 Trafos in einem Verstärker,

der 2 polige Netz-Schalter ist auch üblich bei einen Trafo, weil nach Vorschrift XXX,
beide Phasen vom Netz geschaltet werden müssen.
Nach dem Netzschalter kommt vor jedem Trafo eine  Sicherung  und fertig.
Hauptsache jeder Trafo bekommt die passende Sicherung.
Was nachher an der Sekundärseite sinnvoll oder weniger sinnvoll zusammen gebaut wird soll hier gar nicht das Thema sein,da kann man ergänzend noch zusätzliche Maßnahmen treffen.

Gruß Jörg

Hallo Jörg,

Blöde Frage:
wo steht eigentlich wirklich, daß unsere Amps 2 polig vom Netz zu trennen sind?

Gruß

Jochen



Ron55555

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würde mich auch interessieren, zumal einige Mar***ll Amps nur Einpolig getrennt sind,
ich muss auch dazu sagen das diese keine EU-Versionen sind

Gruß Ronald

Hardcorebastler

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Hallo,
Jochen , Roland,
ich habe es an anderer Stelle gelesen,aber die einzige Quelle die ich jetzt finde ist:
http://www.elektor.de/service/selbstbau-sicherheit.83065.lynkx,


Gruss Jörg