Schaltplan verstehen

Begonnen von crissixx, Jan 09, 2011, 01:28

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crissixx

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Hallo,

könnte mir bitte jemand folgendes erklären?

In dem Schaltplan des Vibro Champ´s sind an der Heizwicklung nach der Signalleuchte zwei Widerstände R20 und R21, die sich in der Leitung FC verbinden.
FC taucht dann wider an der Kathode von V3 auf.

http://www.brieskorn.de/Guitar___Amps/Verstarkerprojekte/AA764/vibro_champ_diagram.pdf

In dem Layout aber sind die beiden Widerstände auf Masse gezogen.

http://www.brieskorn.de/Guitar___Amps/Verstarkerprojekte/AA764/vibro_champ_wiring.pdf

Warum ist  im Schaltplan FC verzeichnet? Steht FC für Filiament Circuit?
Schützen die beiden Widerstände die Glühbirne vor vorzeitigem Ausfall?

Grüße Christoph

FRK

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Hallo,

Such mal nach Heizung Symmetrierung.

Gruß
Frank

Schimanski

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#2
Hochgelegte Heizung, normalerweise landet die Verbindung der beiden Widerstände ("FC") auf Masse, aber hin und wieder verbindet man das mit einem Potential, auf dem eine positive Spannung liegt, hier +25V.
O-Saft ists!

cca88

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Zitat von: Schimanski am Jan 09, 2011, 01:36
Hochgelegte Heizung, normalerweise landet die Verbindung der beiden Widerstände ("FC") auf Masse, aber hin und wieder verbindet man das mit einem Potential, auf dem eine positive Spannung liegt, hier +25V.

..und zusätzlich hast Du eine kleine Diskrepanz zwischen Layout und Schaltplan gefunden....


fiestared

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Hallo Christoph

Über die beiden Widerstände wird die 6,3 ~ Heizspannung symmetriert auf einen "Bezugspunkt" gelegt. Standard-Urvater ist dieser Bezugspunkt die Masse - hier (lt. Schaltplan)  allerdings auf ein Potential von 25V= gegenüber der Masse.
Grund dafür wird sein - mögliche Brummeinstreuung der Heizspannung (~) zu verringern.

Du hast richtig beobachtet: Das Layout, oder besser gesagt, die aus dem Layout zu entnehmende Schaltung, weicht hier ab. Wieso und warum -> keine Ahnung !!!


Grüße Axel

Schimanski

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Ev. wurde der Aufbau ja wirklich angepasst, aber vergessen, den Schaltplan oder die Layoutzeichnung anzugleichen.
O-Saft ists!

crissixx

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Ah ja, glaube das habe ich verstanden.

Ich könnte mir praktisch aussuchen, ob ich die Heizung "hochlege" oder nicht.
Wenn ich die Heizung nicht "hochlege", dann lasse ich die beiden Widerstände weg, oder?

Vielen Dank schon mal für eure Antworten.

Grüße Christoph


fiestared

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Nein, die Widerstände bleiben... in beiden Fällen

Gruß axel

crissixx

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Ok, danke Dir.

Schönen Sonntag noch


crissixx

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Hallo,

muss das Thema doch noch mal aufgreifen, da ich mich weiter
über mögliche Schaltungen der Heizung informiert habe.

Nun ist mir aufgefallen, dass es auch Schaltungen gibt (z.B. TT-66), wo die Heizwicklung nicht
auf ein festes Potential (ja meist Masse) gelegt ist.

Ist es dann so, dass eine solche Amp-Schaltung nicht so anfällig gegen Brummen ist,
und deshalb darauf verzichtet wurde?

Außerdem würd mich noch interessieren, was passiert, wenn die Sicherung an der Mittenanzapfung eines Netztrafos fliegt, passiert?
Alles nach der Gleichrichterröhre ist dann doch stromlos, aber bis zur Gleichrichterröhre ist noch HV angelegt, oder?

don_sebbo

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hi,

also eine heizung gehört meiner meinung nach immer symmetriert, d.h. im endeffekt die spannungen auf die heizelektroden angleichen, so, dass wirklich an beiden polen gleichmäßig 3,17V anliegen und nicht z.b. 2V und 4,3V, wobei dies auch nicht immer die beste lösung ist. mit einem hochlast poti (z.b. 250R / 5W) kannst du die symmetrierung stufenlos einstellen und den punkt des geringsten brumms rausfinden, das muss nicht immer undbeingt 3,15V symmetrisch sein, sondern je nach röhre auch leicht daneben. als referenzspannung kann man massepotential nehmen oder auch das heizpotential hochlegen, in dem du einfach eine höhere spannung nimmst (z.b. bei kathoden bias endstufen die endröhrenkathoden, die so bei ca. 20-40V liegen). das ist halt das prinzip der ganzen geschichte.
manche trafos haben von haus aus einen mittelabgriff an der heizung, da darf man oben genannte maßnahmen nicht mehr machen, da du sonst eine zweite massereferenz erhälst und das mit sicherheit brummen wird.

was die sicherung betrifft hast du das schon richtig erkannt. eine sicherung am mittelabgriff der ht-wicklung ist somit das unsicherste was man machen kann.
zwar besser als garkeine sicherung :), allerdings kann alles was sich hinter der sicherung befindet theoretisch noch beschädigt werden.
am besten schaltest du die sicherung noch vor dem netzteil direkt hinter dem standby switch, wenn du einen hast.

gruß
sebbo

Striker52

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Hallo,
im Übrigen legt man die Heizspannung hoch, wenn im Amp Kathodenfolger vorkommen, z.B nach einem Tonestack oder als Treiber für Effekt-Loops. Damit stellt man sicher, daß die zulässige Spannungsdifferenz zwischen Kathode und Heizung bei der betroffenen Röhre (steht im Datenblatt) nicht überschritten wird. Steht übrigens gut beschrieben auf der Valve Wizard Seite unter "Heater / Filament Supplies".
Viele Grüße,
Axel

crissixx

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Hallo,

Aber warum jetzt einige Heizschaltungen weder einen einseitigen Bezug zur Masse aufweisen oder weder hochgelegt sind,
versteh ich nicht richtig?

Oder ist es einfach so einfach, dass es nicht unbedingt nötig ist, einen Bezug, einseitig, zur Masse herzustellen, bzw. dient dass einseitige anlegen auf masse auch schon der Symetrierung?

Ich hoffe Ihr versteht was ich meine und würde mich freuen, wenn mir dass jemand noch erläutern könnte.

Gruß
Christoph




SvR

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Salü,
Zitat von: crissixx am Jan 13, 2011, 12:09
Aber warum jetzt einige Heizschaltungen weder einen einseitigen Bezug zur Masse aufweisen oder weder hochgelegt sind,
versteh ich nicht richtig?

Oder ist es einfach so einfach, dass es nicht unbedingt nötig ist, einen Bezug, einseitig, zur Masse herzustellen, bzw. dient dass einseitige anlegen auf masse auch schon der Symetrierung?

Ich hoffe Ihr versteht was ich meine und würde mich freuen, wenn mir dass jemand noch erläutern könnte.
Die Heizung sollte immer ein festes Bezugspotential haben und nicht im vergleich zur Kathodenspannung in der Luft hängen!
Das Bezugspotential kann direkt Masse sein oder wenn man Probleme mit der Ufk hat auch ein höheres Potential sein (-> das aber irgend einen gemeinsamen Bezug zum Kathodenpotential haben muss). Ob der Massebezug einseitig oder durch Symmetrierung hergestellt wird ist für die Kathodenfadenisolierung egal -> wichtig ist nur das er vorhanden ist! Die Symmetrieung kommt dann beim Entbrummen ins Spiel, wobei es auch sein kann das es nicht Brummt wenn man die Heizung einseitig auf Masse legt.
Ich hoff, ich habe deine Frage damit beantwortet!?
mfg sven
Rettet den Wald, esst mehr Biber!
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fiestared

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Hallo Röhrenfreunde

Zitat von: SvR am Jan 13, 2011, 12:15
...., wobei es auch sein kann das es nicht Brummt wenn man die Heizung einseitig auf Masse legt.
....
mfg sven


...ganz genau...
Ich hatte z.B. mal einen 'fender Concert II' mit dem sogennanten 'Hum-Balance' Regler (also 'variabler' Symmetrie-Bezugspunkt der Heizspannung zur Masse). Der Amp hat am wenigsten gebrummt bei Poti auf Anschlag (links o. rechts weiß ich natürlich nicht mehr ;D)

Ich fand's ein wenig verwunderlich - hab's aber als gegeben hingenommen..

Grüße Axel