Marshall JCM900 SL-X

Begonnen von jimmy bondy, Apr 05, 2011, 03:47

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jimmy bondy

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YaBB God
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Hallo!
Hab mir günstig einen JCM900 2100 zugelegt. Hab schon so viele Beiträge gelesen, daß ich jetzt völlig durcheinander bin.

So nun meine Fragen bzw was ich so aufgeschnappt habe:

Der Amp hat 5881 Röhren drin.

Umbau auf EL34:
R31, R32, R33, R34 (derzeit 470ohm) auf 1k/5Watt
Die Grittwiderstände auf 5K6/2Watt.

So weit so gut.

Er soll ne Choke bekommen, die an Stelle von R35 oder? Und wo soll ich sie am besten plazieren? Hat jemand vielleicht ein Bild?

Wenn ich den BR3 gegen einen 10A 40V Gleichrichter tausche dann muss ich ja den C8 (10000uf) gegen einen 5000er tauschen. Hab aber nur einen 4700uf da, geht der auch? Wie wirkt sich das aus?

Gibt es noch was, das ich unbedingt austauschen sollte bzw beachten sollte beim SL-X?

Viele Grüße
Jimmy



Duesentrieb

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YaBB God
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Hast Du mal nen Schaltplan?

1k und 5k6, klar. ob 4700 oder 5000 ist egal, wirst Du nicht hören.

Für die Choke musst Du halt Platz finden - die Tuben sitzen alle mittig . . .

Ob der Bias passt musst Du schauen.

jimmy bondy

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YaBB God
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Hallo!
Hier die Pläne, einmal 5881 und EL34.
Grüße
Jimmy

Duesentrieb

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YaBB God
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Ja, die Choke ersetzt R35.


jimmy bondy

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@düsentrieb: Danke!

An alle JCM900 Besitzer: Hat denn schon jemand eine Choke in den SL-X eingebaut oder auch in den Dual Reverb, ich meine ändert sich der Sound zum besseren?

Grüße
Jimmy

Stone

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Ahoi

Der Sound sollte straffer werden, gerade beim SL-X; dürfte sich in mehr "punch" äußern, wenn man noch etwas das Gain zurücknimmt (nicht am Regler, sondern in der Vorstufe).

Umgebaut habe ich da aber noch keinen ...

Gruß, Stone

Bierschinken

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Imo ist der Unterschied nur da, wenn der Amp ordentlich aufgerissen gespielt wird.
Ansonsten macht Choke oder R keinen Unterschied.

mc_guitar

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Hallo,

Ich hab mal so einen 900er 2100 in einen 800er umgebaut. Siehe http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,10039.0.html
Was mir aufgefallen dabei aufgefallen ist, ist der etwas bescheidene AÜ. Der beschneidet ziemlich in den Bässen, man muß ganz schöne Handstände machen mit Depp-Regler etc. um einen runden Sound mit genügend Schub zu erzeugen. Mit einer 800er Stock Schaltung war er immer noch dünn und fizzelig in den Höhen.

Grüße Micha
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher...(Albert Einstein)

jimmy bondy

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Zitat von: mc_guitar am Apr 06, 2011, 07:11
Hallo,

Ich hab mal so einen 900er 2100 in einen 800er umgebaut. Siehe http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,10039.0.html
Was mir aufgefallen dabei aufgefallen ist, ist der etwas bescheidene AÜ. Der beschneidet ziemlich in den Bässen, man muß ganz schöne Handstände machen mit Depp-Regler etc. um einen runden Sound mit genügend Schub zu erzeugen. Mit einer 800er Stock Schaltung war er immer noch dünn und fizzelig in den Höhen.

Grüße Micha

Hi Micha!

Meinste ein anderer AÜ ware dann sinvoll? Ich hab noch einen vom DSL100, geht der auch? oder doch gleich nen Mercury Magnetics...

der Deep Regler ist dann vom Einbau her wie beim JCM800 oder?

Gruß
Jimmy

Stone

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Zitat von: Bierschinken am Apr 05, 2011, 11:10
Imo ist der Unterschied nur da, wenn der Amp ordentlich aufgerissen gespielt wird.
Ansonsten macht Choke oder R keinen Unterschied.

Äh ... ja ... sorry, da ich meine Amps in der Regel mit MV > 5 spiele, bin ich mal davon ausgegangen. Ist der Amp leise, ist der Hördeindruck wohl nahezu identisch, wie ich mir vorstellen kann.

Gruß, Stone

Duesentrieb

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Zitat von: jimmy bondy am Apr 05, 2011, 03:47
Wenn ich den BR3 gegen einen 10A 40V Gleichrichter tausche dann muss ich ja den C8 (10000uf) gegen einen 5000er tauschen.
Woher hast Du diese Angabe? Interessiert mich, ich nehme den BGl nämlich auch gelegentlich (direkt ans Chassis allerdings) und verwende meistens Werte von 8200 oder 10000µF.

Man findet ja im Netz eigentlich nur, dass es eine komplexe Berechnung ist - oder, dass man pro mA 1µF nehmen soll . . . bei 6ECCs wären ja demnach 1800µF ausreichend.

Hmmm . . . .

jimmy bondy

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Zitat von: Duesentrieb am Apr 06, 2011, 07:00
Woher hast Du diese Angabe? Interessiert mich, ich nehme den BGl nämlich auch gelegentlich (direkt ans Chassis allerdings) und verwende meistens Werte von 8200 oder 10000µF.

Man findet ja im Netz eigentlich nur, dass es eine komplexe Berechnung ist - oder, dass man pro mA 1µF nehmen soll . . . bei 6ECCs wären ja demnach 1800µF ausreichend.

Hmmm . . . .


- Beim SLX:
Unbedingt mal Gleichrichter BR3 und Elko C8 (!) für die lausige Gleichrichtung der Heizspannung checken - SOLLBRUCHSTELLE !
Es müssen ca. 6 Volt GLEICHSPANNUNG an den Heizungen der ersten drei Vorstufenröhren anliegen. 3x ECC83 = 1A Heizstrom !
SYMPTOM: Amp wird zunächst leiser und stirbt schliessslich ganz. Auch manche JCM 2000-er (TSL/DSL) sind so konstruiert ... .
Warum ist das eine Sollbruchstelle ? Der verwendete BGL wird wegen des zu großen Ladeelkos ausserhalb der Spezifikation betrieben. Stichwort: EINSCHALTSTROM
Test mit Kältespray: Abkühlen des Brückengleichrichters und dabei Spannung messen.
Reparatur/Abhilfe: Wenn man den Brückengleichrichter mit einem Chassistyp z.B. 10A ersetzt, erhöht sich die Heizspannung auf ca. 7,5 Volt. Abhilfe: Verkleinern des 10000uF Kondensators auf die erlaubten 5000uF ... .
Die Vorstufe MUSS bei dem Amp mit Gleichspannung geheizt werden - sonst brummts. Warum ist das denn bei dem so?
Hi-Gain - Leiterbahnführung - genereller Ampaufbau
siehe hier: http://www.tube-town.de/ttforum/index.php?topic=2373.0

- Potis säubern (De-Oxid)
Die Potis aus den Marshalls der 90-er Jahre sind minderwertig.

Hab ich hier im Forum aufgeschnappt... Ich meine beim DSL Amp wäre es ein 3300uf...

Duesentrieb

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YaBB God
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Danke. Mir geht es (nur) um den Wert des Cs in Verbindung mit dem BGl.
Ist doch eher ne Frage des Trafos, wenn der sagen wir 50% mehr Strom abkann, dürfte das doch keine Rolle spielen . . .

Bierschinken

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Hallo,

das Proble ist nicht der Einschaltstrom, sondern der Ladestrom.

Im Mittel beträgt der entnommene Strom aus Gleichrichter und Ladeelko etwa 0.9A. Aber aus dem Gleichrichter fliessen Pulssttröme und kein zeitlich konstanter Strom. Diese Pulsströme steigen entweder mit dem entnommenen Laststrom (klar, größerer Verbrauch), aber auch mit der Kapazität des Ladeelko.

Warum? - Stichwort: Stromflusswinkel.
Der Gleichrichter bekommt eine Wechselspannung, wird durchlässig und die DC-Spannung steigt auf Uac√2. Nach erreichen dieses Spitzenwertes, fällt die DC-Spannung wieder bis 0V, der erste Zyklus ist beendet.
Während dieses Zyklus läd sich der Elko bis auf die Spitzenspannung auf, jetzt kann Strom entnommen werden.

Der entnommene Strom führt zum Spannungsabfall am Elko (Rippel- oder Brummspannung).
Der Elko entläd aber nicht bis auf 0, sondern nur wenige, bis ein paar % der Spitzenspannung je nach Verhältnis aus Kapazität und entnommenem Strom.

Jetzt startet der neue Zyklus. Die DC-spannung steigt wieder, aber es fliesst kein Strom! - Warum? - Weil die DC-Spannung erst die Spannung des Elkos erreichen muss, eh der Elko geladen werden kann. D.h. die Zeit in der Strom in den Elko fliesst wird kleiner. Ergo, wird der kurze Ladestomimpuls in den Elko größer.

Macht man den Elko sehr groß, erreichen diese Ladestromimpulse recht stattliches Ausmaß und das führt dann zum Erwärmen des Gleichrichters (der hat nämlich einen Ohm´schen Widerstand und dadurch wird bei großen Strömen auch hier Leistung "verbraten").
Die folge ist, dass sich der Gleichrichter erhitzt und wie in vielen Marshallcombos (DSLs warens glaub ich) selbst auslötet.

Die Ladestromimpulse zu berechnen bedarf etwas mehr Aufwand, daher bedient man sich da heutzutage solchen Tools wie dem PSUD.
Da sieht man wie groß die Impulse werden und dann kann man im Datenblatt der Gleichrichter nachschlagen ob das in Ordnung geht.

Hoffe das hilft :)

Grüße,
Swen

Duesentrieb

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YaBB God
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#14
Danke Swen.

Meine Frage beantwortet das aber immer noch nicht: mit meinem 3A Trafo, aus dem ich 1,8A mit dem 40V/10A Bgl und 10.000 µF ziehe, wird nichts warm. Woher kommt der Wert 5000 max.? Ich suche mal das Datenblatt ab . . .