AC30 Nachbau

Begonnen von Mr_Moe, Mai 26, 2011, 05:58

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röhrenlehrling-ordi

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Zitat von: cca88 am Mai 27, 2011, 09:11

Swen meint wohl ziemlich sicher, daß das "Symmetrieverhalten" unserer Feld-Wald-und-Wiesen-PIs nicht so überragend ist. Da spielt ein bisschen Gleichlauf hin- oder her am Poti nicht wirklich die Bohne.


Wenn man dann bedenkt, dass die Vorstufe des AC-30 alles andere als HiFi ist, die den PI sowieso "dezent" übersteuert, ist dann eigentlich die ganze Diskussion über Gleichlauf und Toleranzen für diesen speziellen Fall irgendwie hinfällig. Die zwei Links zeigen die zwei Signale, mit denen die Endstufe angetrieben wird, wenn der Vorstufe voll durchgesteuert wird und die Klangsteller alle auf 12 Uhr stehen. Hier wird schon deutlich, dass diese Signale nicht um 180° gedreht sind ;).

mfg ordi

PS: ich wünsche das wäre mein Oszi ;)
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Mr_Moe

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Hi,

Ich steh grad aufm Schlauch, woran erkennst du dass die beiden Signale nicht um 180 grad phasenverschoben sind?
Wäre es jetzt ein digitales oszi mit mehreren Eingängen könnte man ja die beiden Signale zum gleichen Zeitpunkt vergleichen, da man ja nur so erkenne kann ob diese in der Phase verschoben sind.
Aber hier sind ja 2 verschiedene Zeitpunkte, also auch verschiedene Ursprünge und daher ein Nur ein Vergleich mit dem ursprünglichen sinussignal möglich.

Man könnte natürlich auch eine iq Darstellung über eine Softwarelösung zur Analyse zu rate ziehen.

Wir sind aber jetzt schon far Away vom Thema :)

Gruß andre

röhrenlehrling-ordi

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YaBB God
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Naja, wenn man sich die Steigung der positiven Signalhälfte ansieht, wird man feststellen, dass der Betrag der Spannungsänderung nicht gleich ist. Wäre das Signal um 180° gedreht, dürfte sich der Betrag nicht ändern. Außerdem haben die rundlichen Spannungsverläufe eine deutlich andere Krümmung, die sind alles andere als um 180° gedreht sind. Also war meine Schlussfolgerung, dass das Verzerrungen des PI sind. Leider sind diese Messungen jetzt fast ein Jahr her, und ich kann mich leider nicht mehr an die Einzelheiten erinnern.

In meine letzten Post war ein kleiner Fehler, das sind nicht Fotos, bei denen der pre-amp voll aufgedreht war.

Ich würde sagen, wir kehren dann wieder mal zum Thema zurück ;)

mfg ordi
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SvR

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Salü,
Die zwei Bilder von Ordi sind relativ nichts sagend, da man überhaupt nicht weiß an welcher Stelle die Signale aufgenommen wurden und dann noch beide getrennt dargestellt wurden, anstatt gleichzeitig (wäre mit dem Zweikanal-Oszi möglich gewesen). Außerdem wäre eine Einspeisung direkt vorm PI besser gewesen (sauberes Eingangssignal). Speist man vorne am Input ein, kann man nicht sagen wo die Verzerrung dazu kam. Und mit verzerrtem Signal kann man auch nichts mehr über die Verstärkung sagen.
Um eine Aussage über die Phasenlage beider Signale zueinander zu machen, hätte sich an der Stelle der x-y-Modus angeboten -> Lissajous-Figuren.
Bei 180° müsste dann ein gerader Strich mit 45° zu sehen sein. Es geht hier aber weniger um die Phasenlage (die dürfte prinzipbedingt bei allen PI-Schaltungen ziemlich genau 180° sein), sondern mehr um die Amplitude der beiden Ausgangssignale. Gerade bei großer Aussteuerung wird es schnell unsymmetrisch. Beispiel: http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,12863.0.html
mfg sven

PS: @Ordi: Is nicht bös gemeint, versteh es bitte als positive Kritik :)
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röhrenlehrling-ordi

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Mit deinem Einwand, wo die Verzerrung entsteht, habe ich mich schlagartig an etwas erinnert, und mir ist deswegen auch endlich der Dateiname meiner kleinen Mitschrift eingefallen. Danke Sven ;)
In der Notiz Datei von diesen Messungen hab ich folgendes gefunden:

IMG216-217: Pre-Amp 3/4 aufgedreht - Tastkopf nach Koppelkondensatoren PI. Übersteuerung deutlich sichtbar, scheinbar nicht sauber um 180° gedreht.

Die vorgegehnsweise war scheiße, kann man nicht anders sagen. Aber die Bilder wurden aber auch für einen ganz anderen Sinn gemacht und sollte nur zeigen, dass das Signal nach jeder Stufe immer ein bisschen anders aussieht ;) Lissajous-Figuren wären geil gewesen, aber damals war das noch nicht auf meiner Platte im Hirn. Viellicht kann ich mir das Oszi nochmal ausborgen. Mit deiner Oszi Anleitung Sven könnt ich dann schon mehr machen.

Schönen Tag noch

mfg ordi

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Mr_Moe

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#20
Hi,

Von der Amplitude leicht abweichend klingt einleuchtender. Darauf können wir uns einigen.
Die Signale an sich zu interpretieren ist ja auch nicht besonders schwer.

Aber mal wieder zurück zum Thema, ich hab da mal eine Frage zum Aufbau und zwar möchte ich den Amp. In einem holzgehäuse unterbringen, vergleichbar mit einem Marshall Head. Die Frage ist nun wieviel Luft ich über den Bauteilen einkalkulieren sollte.
Oberkante netztrafo ist mit Gehäuse knapp 18 cm hoch, die gleichrichterröhre sollte so bei 15 cm liegen. Reichen da 20 cm innenmaß für den Head oder sollte ich wegen der großen hitzeentwicklung mehr veranschlagen?

Gruß andre

Mr_Moe

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Hi,

so hier mal der aktuelle Baufortschritt. Trafos, Röhrensockel und Potis sind eingebaut und langsam wird alles verkabelt.
Der AÜ sitzt leicht gedreht, da so mit der Kopfhörermethode die wenigsten Störgeräusche wahrnehmbar waren.
Der Einbau auf Höhe des Netzteils war leider nicht möglich, da ich dort auf der Innenseite schon ein Board untergebracht habe und es vermeiden wollte Kabeldurchführungen unterhalb dieser Teile zu legen.

Gruß André

basementmedia

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YaBB God
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Hi,

na das sieht doch schon mal recht schick aus.
Womit machst du die Beschriftung? Kommt noch ne gravierte Frontplatte dran?
Falls ja und falls das Chassis nicht zu breit ist (höchstens 19'') hätt ich da nen Tipp für dich.
Einfach kurz ne Private Mail schreiben.

Viele Grüße

Daniel
Gebaut:
SLO 100
Marshall JCM800 (Combo-Version)
2 x Urei 1176 Studio-Kompressor (FET)
1 x La2a Studio-Kompressor (Röhre)
SSL Bus Kompressor
TubeScreamer

Gitarrenbau:
Telecaster
Gibson SG
Eigenes Modell

Mr_Moe

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#23
Hi,

über die Front hab ich mir noch keine Gedanken gemacht. Zuerst muss das gute Stück mal laufen.
Hab heute nach mehrmaliger Prüfung der Verkabelung den Verstärker in betrieb genommen und es ist ein starkes brummen vorhanden, das von keiner klang bzw. Lautstärkeregelung beeinflusst wird. Daher gehe ich mal von einem Problem in der Endstufe aus, aber das werd ich in den nächsten Tagen mal genauer eingrenzen.

Gruß andre

raphrav

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#24
Hey,

ich weiß, ich bin spät dran, aber:

Warum PPIMV? so weit ich weiß, haben die AC30 mit MV ein klassisches vor der PI-Stufe, kein PPIMV.
Damit wäre die an sich sowieso zweifelhaft sinnvolle Diskussion um die Symmetrie der Endstufenröhrenansteuerung (symmetrisch ist da wie gesagt eh nicht viel) endgültig hinfällig.

Ok, PPIMV ist auch noch ne Idee, und ja, ich bin eigentlich Fan davon. Nur lebt der AC30 eher von kochenden Endstufen, anders als z.B. der 1974x, für den eine abhebende PI-Stufe charakteristisch ist...

und zu:
Zitat von: jacob am Mai 27, 2011, 09:06EDIT: und im Winter kann er einen Power Soak verwenden, das spart Heizkosten!
...ich glaub da macht das PowerSoak auch nichts mehr aus - ein AC30 mit "charakteristischem" Bias heizt auch alleine ganz gut... ;)

Grüße,
Raph

jacob

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Moin Raph,

na ja, diese AC30s mit den serienmäßigen Mastervolumes zählen allerdings auch nicht zu den "klassischen" AC30s  :devil:  ;D

So ein PPIMV ist m.E. (gerade in einem Amp ohne NFB!) als Option sehr gut zu gebrauchen. Man kann es ja auch voll aufdrehen, wenn man es aus dem Weg haben will.

Da ist es halt wie mit den Powersoaks auch: moderat eingesetzt ist das sehr praktisch, exzessiv angewandt (sogenanntes Bedroom- Level) versaut es einem den Sound (erst recht in Amps mit NFB) :P

Gruß

Jacob
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist grundsätzlich in der Praxis größer als in der Theorie. (Unbekannt)

Ein Mensch, der spürt, wenn auch verschwommen, er müsste sich, genau genommen, im Grunde seines Herzens schämen, zieht vor, es nicht genau zu nehmen. (Eugen Roth)

raphrav

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Hey Jacob,

ja, ich weiß. Hab ja in meinem Amp selbst eins verbaut und würde nie wieder ohne wollen... ;)
Selbst exzessiv angewandt passt das vom Sound, finde ich.

Ok, die Basis meines Amps ist eben halt auch ein 1974x. Und da haste ja im Prinzip zwei parallele Trioden, die quasi ungebremst (kein TS, nur ne 1knob-Blende) dem PI in den Arsch treten. Der lebt von der PI-Zerre und da ist das genial!
Den eigentlichen Volumeregler auf den Sweet Spot stellen (ca. 14Uhr) und dann mit PPIMV runter reglen - klingt selbst auf Bedroomlevel noch traumhaft. :)

Bei einem AC30 sehe ich das insofern kritisch, als dass bei dem eher die Endstufenröhren selbst zerren als der PI. Und damit ist ein PPIMV zwar noch immer eine Option, aber nicht mehr so effektiv.

Grüße,
Raph

Mr_Moe

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#27
Hi,

hab jetzt heute den Verstärker nochmal ausführlich getestet, also eine andere Vorstufe und so weiter. Die Endstufe funktioniert prima,
nur sobald ich eben die interne Vorstufe benutze brummt es laut.
Wenn ich allerdings den Effekt-Loop per Kabel brücke ist alles wunderbar.
Ich vermute mal ne kalte Lötstelle bei der Massebrücke (Silberdraht) zwischen den Buchsen.
Hat vielleicht noch jemand nen anderen Ansatzpunkt für mich?
Zweite Vermutung wäre eine unsaubere Signalübertragung an der Buchse durch den Schaltkontakt. Der Verstärker ist auch sehr leise wenn er brummt.

Gruß André

P.S. Ihr hattet Recht, auch bei leiser Einstellung der Vorstufe....ein wenig laut. Aber ich hab in ein paar Wochen ne Räumlichkeit um den mal bis an die Grenzen auszufahren. Und später kommt eben das Mastervolume nach dem PI rein.

Ohhh, Asche auf mein Haupt, da ist ja keine Verbindung zwischen schaltkontakt und Tip zwischen den Buchsen.
Das erklärt.....einiges :)

Sinner

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Hi Moe,

kannst du vielleicht ein paar hochauflösende Bilder vom Innenleben posten bzw. mit irgendwie zukommen lassen?

greetz andy

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Hi,

richtig hochauflösende geht leider nicht da ich momentan auf mein Handy zurückgreifen muss um Bilder zu machen.
Ausserdem muss ich hier und da noch die Kabelführung optimieren, aber hier ist schonmal ein Bild.
Hab mich halt recht nah am Layout von der AC30 Nachbauseite gehalten.

Gruß André

P.S. Hoffe da erkennt man was