6l6 / 5881 Röhren "Rasseln"

Begonnen von Asdain, Mär 21, 2012, 12:34

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Asdain

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Hallo Tube Towners,

Ich habe vor kurzem einen 1*12" Combo gebaut, Single Ended mit ca 10-12 Watt Leistung und einem Warehouse Guitar Speakers Reaper als Lautsprecher. Kling echt geil, nur gibt es ein Problem:

Die Endstufenröhre Rasselt! ich habe lange rumgehorcht und das Rasseln eindeutig als mechanisches Rasseln der Endstufenröhre Lokalisiert.
Getestet habe ich mit einer JJ6L6GC und 3 alten ENGL 6L6GC die ich mal aus einem Savage SE gezogen habe.

Ich fahre den Combo momentan mit eben so einer 6L6GC und möchte auch bei dieser 'Familie' Bleiben, also weiter 6l6 oder auch 5881 verwenden, Kt66 wären auch Ok, solange sie nicht zu sehr in den 'Brown Sound' gehen, da der Amp vol klaren schimmernden höhen lebt.

Hat jemand Erfahrung mit  welche Produkte dieser Familie vielleicht besonders Resistent gegen mechanisches Rasseln/Klirren und Mikrophonie sind und wie ich die Endstufen Röhre noch zusätzlich 'dämpfen' kann ?
Ich habe das Chassis schon extra mit etwas dämpfendem gummi gegen das gehäuse geschraubt, bisher keine Linderung.
Die Vorstufenröhren verursachen hier keine Probleme.
Ich habe mir überlegt die Befestigungslöcher aufzubohren und den Belton Sockel der Endstufe durch eine 3mm Kabeldurchführung aus gummi mit dem Gehäuse zu verschrauben um diesen Zusätzlich zu entkoppeln, allerdings bin ich mir nicht sicher ob dies wirklich hilft, hat das vielleicht auch jemand probiert ?


Beste Grüße,

Rolf
Schöne Grüße,
Rolf 0O

darkbluemurder

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Hallo Rolf,

rasselt die Röhre auch, wenn Du

1. mit einem anderen Amp über den Speaker im Combogehäuse spielst und
2. der Amp im Combogehäuse eingebaut ist und
3. bis auf die Endröhre alle Röhren gezogen sind?

Und: tritt das Rasseln in dieser Situation auf, wenn alle Röhren gezogen sind?

Ich habe auch so einen Problem-Amp. Das Rasseln kam aber, wie ich nach vielen Tests festgestellt habe, nicht von den Röhren, sondern vom Chassis selbst. Lösung: Amp als Top benutzen - etwas Besseres ist mir leider nicht eingefallen.

Viele Grüße
Stephan
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Asdain

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#2
Ich bin mir ziemlich sicher das es die Röhre ist, Das Chassis sowie alle beweglichen Teile innerhalb sind gedämpft befestigt oder zum Beispiel mit Heisskleber fixiert. Die Röhre raschelt auch wenn ich si mit dem Finger anschnipse.
Ich denke, dass hier eine etwas robustere Röhre angebracht ist, da trotz einiger Dämpfungsmaßnahmen noch einige Vibrationen vorhanden sind.
Ich hatte mal die Sovtek 5881 WGC / 6n3C-E NOS ins Auge gefasst von der ich an anderer Stelle gehört habe das sie extrem Robust (elektrisch wie Mechanisch) sei.
Hat jemand Erfahrung welche 6l6 bzw 5881 mechanisch besonders unempfindlich ist ?
Und wie sieht es mit der Idee den Sockel zu entkoppeln aus, hat das mal jemand Probiert ?
Schöne Grüße,
Rolf 0O

rainbern

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Hallo Rolf,

hatte bei meinem Combo (SE-Endstufe und 1x 10" Lautsprecher) genau das selbe Problem.

Lösung war die Sovtek 6L6WXT+

Der Hersteller hat da Glimmer-Abstandshalter verbaut, welche die Röhre unempfindlicher gegen Rasseln und Mikrofonie macht (siehe Beschreibung unter http://www.newsensor.com/ProductHighLight.aspx?ProId=268).

Gruß,
Rainer

jacob

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Hi,

MATCHLESS z.B. verwendet zur "Schwingungsdämpfung" der Röhrenfassungen generell Kabeldurchführungstüllen aus Silikon (wg. der Hitzebeständigkeit).

Leider habe ich sowas bei noch keinem deutschen Anbieter entdecken können  ::)

HALLO DIRK  8)

Gruß

Jacob
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist grundsätzlich in der Praxis größer als in der Theorie. (Unbekannt)

Ein Mensch, der spürt, wenn auch verschwommen, er müsste sich, genau genommen, im Grunde seines Herzens schämen, zieht vor, es nicht genau zu nehmen. (Eugen Roth)

cca88

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Zitat von: Asdain am Mär 21, 2012, 02:25
Ich bin mir ziemlich sicher das es die Röhre ist, Das Chassis sowie alle beweglichen Teile innerhalb sind gedämpft befestigt oder zum Beispiel mit Heisskleber fixiert. Die Röhre raschelt auch wenn ich si mit dem Finger anschnipse.
Ich denke, dass hier eine etwas robustere Röhre angebracht ist, da trotz einiger Dämpfungsmaßnahmen noch einige Vibrationen vorhanden sind.
Ich hatte mal die Sovtek 5881 WGC / 6n3C-E NOS ins Auge gefasst von der ich an anderer Stelle gehört habe das sie extrem Robust (elektrisch wie Mechanisch) sei.
Hat jemand Erfahrung welche 6l6 bzw 5881 mechanisch besonders unempfindlich ist ?
Und wie sieht es mit der Idee den Sockel zu entkoppeln aus, hat das mal jemand Probiert ?

Im Prinzip kann jede Röhre mikrophonisch werden.
Trifft auch 5881, GE6L6 und Sylvanias. Hatte ich bei allen schon.

Meiner Erfahrung nach ist die Gefahr bei den Sovtek 6P3C-E/5881 relativ gering; die Sylvania/PhilipsECG war auch sehr gut.
Die 5881 ist eine sehr robuste Röhre - sowohl mechanisch als auch elektrisch. Hexen  kann sie allerdings auch nicht.

KT66 sind m.E. allein durch die Größe schon relativ gefährdet.
Die alten Chinesen waren (auch mE.  nach) - mies

bleibt wie immer: probieren.

Entkoppeln?  Könnte was bringen; muß aber nicht; schaden kanns auch eher nicht.
Ab und zu die Konstistenz der Gummis überprüfen, bevor se zerbröseln


Grüße

Jochen

silverface

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Hallo in die Runde,

meiner Erfahrung nach hilft das mechanische Entkoppeln zwischen Chassis und Fassung allein nicht besonders. Man müsste die schwingenden Teile in den Röhren festhalten oder zumindest deren Massen vergrößern, damit sie träger werden. Nur kommt man da nicht wirklich ran. Wenn die Fassung freier schwingen kann, macht das die gesamte Röhre mit und das kann eventuell kontraproduktiv sein.

Bei Vorstufenröhren bringt es eventuell etwas, die Schwingungen des Glasrohres mit einem Ring oder dem Abschirmbecher zu bedämpfen, wie das verschiedene Hersteller ja tun. Bei Endstufen könnte man das mit einem Retainer a la Marshall versuchen. Wahrscheinlich bringt die Maßnahme aber gar nichts. Dann bleibt immer noch die große Auswahl an neuen Röhren hier im Shop.

Und, wie schon Jochen erwähnte würde ich nicht gerade Choke Bottles wie die KT66 verwenden.

Gruß, Gernot

Dirk

Dirk M.
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#7
Hi !

Zitat von: jacob am Mär 21, 2012, 03:33
MATCHLESS z.B. verwendet zur "Schwingungsdämpfung" der Röhrenfassungen generell Kabeldurchführungstüllen aus Silikon (wg. der Hitzebeständigkeit).
Leider habe ich sowas bei noch keinem deutschen Anbieter entdecken können  ::)
HALLO DIRK  8)

ich weiss nicht genau, was Du meinst - vielleicht mal ein Bild der Erleuchtung hier einstellen - aber was sollen solche Dämpfer an der Fassung bringen ? Die Röhre wird weiterhin vibrieren, ob der Sockel nun "isoliert" eingebaut ist oder nicht.

Nachtrag: die meisten Combos stellen eine Fehlkonstruktion da und bieten eine sehr ungünstige Umgebung für Röhren. Die Schuld dann bei den Röhren zu suchen ist der falsche Weg.
Combos sind für den Anwender aber auch sehr praktisch - sofern sie eine bestimmte Grösse nicht überschreiten - aber dann sollten die Hersteller solcher Combos doch aus den Fehler der Vergangenheit lernen und vernünftige konstruierte Combos entwerfen. Aber wenn man sich den Combo-Markt betrachtet, so hat man den Eindruck, dass die meisten Hersteller zwei dicke Deckel auf den Augen und dicke Pfropfen in den Ohren haben.


Gruß, Dirk
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Fandango

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Hallo,
in einem meiner ersten 5-Watt-Klasse-Combochen hatte ich die V1a/b, also die Vorstufe, komplett ohne Fassung in längeren Federn eingehängt , die Anschlüsse direkt verlötet und in den Federn hatte ich Gummischnüre drin damit sie nicht schwingen, die Anschlussdrähtchen waren von eine Kopfhörerschnur weil die keine Resonsnz haben, und ein Stück Filz hatte ich noch drumgewickelt, der pfiff nur noch wenn ich wollte.
Könnte man machen, in Deinem Fall aber würde ich einfach mal versuchen, zwei Filzstücke mit etwa 5mm Breite unten und oben an der Röhre anzubringen so dass sie nicht kokeln können.Es gibt auch Gummiringe die höhere Temereaturen aushalten, so etwas in der Richtung würde ich mal ausprobieren, ist immer billiger wie 20 Röhren zu untersuchen...

Gruß,
Georg

I doubt if any of my favorite players even own a soldering iron.

Volka

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Hi,

wie Dirk schon schrub, es ist oftmals der Combo an sich! Auch bei mir ist es allerdings so, dass ich bei 6L6-Combos die wenigsten Probleme mit den Sovtek 5881 hatte...
Erst vor kurzem machte ein Tweed-Bassman RI ab einer etwas höheren Lautstärke nur noch SHREEEEEK!!!
Schuld waren die Mesa STR-440(China-Böller?) Kolben...die mochten die Lautstärke-Umgebung nicht. Diese Mesa-Röhren waren, was den Anodenstrom betrifft, sehr dicht bei einander (knapp 1mA Abweichung) und der Sound war auch ok. Ich denke in einem Head machen die ihre Sache ok...
Ich würde also mal die Sovtek 5881 probieren...

Btw: ich hab im alten AC-30 die JJEL84 (TT) und die lassen sich nicht erschüttern; im Ampeg Jet II RI (da bilden Speaker und Endstufenröhren FAST eine Einheit  ;D ) musste ich die gleichen Röhren (nicht von TT) gegen (alte, unbenutzte) Ruby EL84CZ tauschen damit es nicht mehr rappelt.
Die gleiche Röhre (egal ob 6L6, 5881, EL84 etc.) kann wohl, abhängig von Herstellungs-Serie, Händler-Selektion usw., sehr unterschiedliche Ergebnisse im Combo bringen.

Gruß,
Volka

Manfred

Gast
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Hallo Dirk,

ZitatNachtrag: die meisten Combos stellen eine Fehlkonstruktion da und bieten eine sehr ungünstige Umgebung für Röhren. Die Schuld dann bei den Röhren zu suchen ist der falsche Weg.

Welcher Art sind die typischen Fehlkonstruktionen?
Liegen die Fehler in Chassis oder in der Gehäusekonstruktion?

Gruß
Manfred

jacob

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Hi Dirk,

natürlich sind die gängigen Combo- Konstrukte in dieser Hinsicht absolut suboptimal.
Die Röhrenhersteller und -händler hingegen dürften davon begeistert sein  ;D

Wie Georg schrub: es geht bei diesen Maßnahmen um die mechanische Schwingungsentkopplung zwischen Fassungen und Chassis.
Ganz schlimm sind in dieser Hinsicht z.B. Keramikfassungen, die direkt mit einem dünnen Stahlblechchassis verschraubt sind.
Besser sind Belton- oder Teflonfassungen auf 2mm Aluminiumblech- Chassis.

BTW: in den 60er Jahren gab es Für Novalröhren sogar komplett in Gummi gelagerte Novalfassungen (sieht man ab und an in manchen originalen Marshall JTM 45 "Bluesbreaker" Combos)

Habe ein Matchlessbild (rote Silikon- Kabeldurchführungstüllen) gefunden.
Scroll auf der Seite mal runter zu dem Bild des 96er Matchless Lightning:

http://www.google.de/imgres?q=matchless+amp+inside&hl=de&biw=1280&bih=567&gbv=2&tbm=isch&tbnid=9FuQ40LHxFvjJM:&imgrefurl=http://www.thegearpage.net/board/showthread.php%3Ft%3D334977%26page%3D30&docid=RQKOJI4i-lO-VM&imgurl=http://i244.photobucket.com/albums/gg24/bizzwriter/zulu110.jpg&w=320&h=240&ei=wsdqT7jkEI6O4gS1vt3gBQ&zoom=1&iact=hc&vpx=913&vpy=5&dur=1088&hovh=192&hovw=256&tx=91&ty=129&sig=114684863946870819225&page=2&tbnh=169&tbnw=225&start=19&ndsp=15&ved=1t:429,r:14,s:19

Gruß

Jacob
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Dirk

Dirk M.
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Zitat von: jacob am Mär 22, 2012, 08:07
Habe ein Matchlessbild (rote Silikon- Kabeldurchführungstüllen) gefunden.
Scroll auf der Seite mal runter zu dem Bild des 96er Matchless Lightning:

Bin ich blind ? Wo siehst Du da was ?

Sehr gelungen ist das erste Bild. Modell "Explodierte Heissklebepistole", oder wie ?

Gruß, Dirk
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Athlord

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Hallo Jakob,

da sind keine roten Kabeldurchführungen!
Was man sieht sind rot isolierte Schraubkontakte oder ähnliches....
Gruss
Jürgen
Ich danke allen, die nichts zur Sache beizutragen hatten und trotzdem geschwiegen haben!

jacob

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Hi Jürgen,

doch, das sind wirklich "Kabeldurchführungs- Tüllen" aus weinrotem Silikon.

Vor ca. einem Jahr hatte ich einen Matchless DC30 eines Bekannten von mir unter der Fuchtel, und der hatte die auch.

Gruß

Jacob
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