Datenblattwerte LS50 und deren Kopien

Begonnen von _peter, Okt 06, 2012, 11:24

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_peter

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Hallo,

beim Durchstöbern einiger Datenblätter ist mir ein - auch röhrengeschichtlich - interessanter
Fehler aufgefallen. Im angehängten Rö-Bericht zur LS50 von 1942 ist ein Anodenstrom bei
Vollaussteuerung von nur 65mA angegeben. Das dürfte ungefähr das doppelte sein, und
irgend jemand hat die Stelle auch schon entsprechend markiert. Kann ja nicht sein, dass
sich der Strom gegenüber dem Ruhepunkt nur um 5mA erhöht, oder?

Allerdings tauchen die gleichen Angaben unverändert in den Datenblättern der Nachfolgeröhren
EL152: http://frank.yueksel.org/sheets/118/e/EL152.pdf
und P50: http://frank.yueksel.org/sheets/082/p/P50.pdf
wieder auf.

Interessant sind diese Angaben heute vor allem für Nutzer der GU50, in deren Datenblatt
keine detaillierteren Betriebswerte für NF-Betrieb zu finden sind.

Gruß, Peter
vintagevalveamps
Der Imperativ von "messen" lautet: miss!

es345 (†)

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Hallo Peter,

Du hast richtig beobachtet:

1. Der angegebene Wert von 65 mA ist schlichtweg falsch, sollte eher 120-130 mA sein
2. keiner hat beim Kopieren mitgedacht

Gruss Hans- Georg

_peter

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Hallo Hans-Georg,

ja, schon komisch, dass selbst den Herstellern das nicht aufgefallen ist.
Die Datenblattabschreiber und die Entwickler saßen wohl in verschiedenen
Abteilungen.

Gruß, Peter
vintagevalveamps
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Holzdruide

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Hallo

In der Tat sehr steile Angaben, "Gitterstrozeinsatz" ist aber auch ein netter Dippfehler  :devil:

Gruß Franz

PS: Aber die Röhre ist sehr fein.

_peter

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Hallo,

was mich an der GU50 stört (die anderen Varianten hatte ich noch nie in der Hand),
ist, dass man sie kaum wieder aus der Fassung herausbekommt. Vor allem wenn
man aus optischen Gründen die Kappe mit Griff entfernt hat. Ich beziehe mich
dabei auf die 'moderneren' aber originalen Käfigfassungen ohne Deckelverschluss.

Ansonsten kann man zu der Röhre nur sagen, dass sie viel zu wenig beachtet wird.
Aber das ist vielleicht auch gut so.

Gruß, Peter
vintagevalveamps
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es345 (†)

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Hallo Peter,

Bei diesen Sockeln (siehe Bild) hab ich keine Probleme. Sicher sitzen sie etwas stramm.
Ansonsten kann ich zu den Röhren nur sagen
- sehr gutmütig
- sehr leistungsfähig

Ich setze sie gern ein, falls Du es nicht schon gelesen hast, hier noch einmal der Link zum meinem Bassverstärker
http://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,15722.msg154889.html#msg154889

Gruß Hans- Georg

_peter

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#6
Hallo Hans- Georg,

klar kenne ich den Thread.  ;)

Ich habe leider nur die Sockel wie im Anhang. Um die Röhre wieder raus zu bekommen,
muss ich bei denen mit der Zange am Griff ansetzen.

Gruß, Peter
vintagevalveamps
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Holzdruide

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Hallo Peter

Ich habe Keramik Nachbaufassungen, sitzt auch gut geht aber ohne Probleme abzuziehen, die Keramik ist teils leider wellig, aber die Käfige finde ich schrecklich.
Zu wenig beachtet ? mir egal, ich hab noch n Kartönchen voll da  ;D

Eine Quelle für bessere Fassungen wäre interessant.

Gruß Franz

_peter

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Hallo Franz,

ich finde ja gerade die Käfige cool. Wobei die mit Deckel natürlich noch viel
rustikaler wirken. Aber auch da geht noch einer drauf zu setzen:
http://www.roehrenwendy.de/wendy/html/gu_50.html  >:D

Ein Karton voll ist praktisch - da kann man selber matchen.

Gruß, Peter
vintagevalveamps
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Vix Noelopan

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Hallo,

die Datenblätter enthalten noch einen weiteren Fehler: Im GB-Betrieb an 800 V Anodenspannung wird ein Anodenruhestrom von 50 mA empfohlen, was bedeutet, dass die Röhren bereits ohne Aussteuerung an ihrer Anodenverlustleistungsgrenze betrieben werden!

Beste Grüße, Uwe

async

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Zitat von: _peter am Okt 06, 2012, 11:24

Interessant sind diese Angaben heute vor allem für Nutzer der GU50, in deren Datenblatt
keine detaillierteren Betriebswerte für NF-Betrieb zu finden sind.

Gruß, Peter

Hallo,
was steht denn sonst noch in diesem LS-50 Dokument?

mfg

Frank

_peter

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Hallo,

Zitat von: async am Okt 29, 2012, 08:55
was steht denn sonst noch in diesem LS-50 Dokument?

Das ist zu groß um es anzuhängen. Wenn du mir per PM deine Mailadresse gibst,
schicke ich es dir zu.

Zitat von: Vix Noelopan am Okt 29, 2012, 06:26
an 800 V Anodenspannung wird ein Anodenruhestrom von 50 mA empfohlen, was bedeutet, dass die Röhren bereits ohne Aussteuerung an ihrer Anodenverlustleistungsgrenze betrieben werden!

Diese "heißen" Arbeitspunkte sind mir auch schon aufgefallen. In irgendeinem Datenblatt habe
ich zwar mal gelesen, dass die GU50 kurzzeitig auch eine Pa.max bis 50W verträgt, aber selbst
dann wäre das noch über der 70%-Marke und auch nicht nur kurzzeitig. Vielleicht wissen
Hans-Georg oder Franz dazu noch etwas zu sagen, die haben mit den Röhren ja etwas Erfahrung
sammeln können.

Gruß, Peter
vintagevalveamps
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es345 (†)

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Hallo zusammen,

hier meine Erfahrungswerte:

Ich fahre die 6 GU50 mit jeweils ca 25mA Ruhestrom bei Ub=940V im Idle und Ub=840V bei Maximalaussteuerung ohne Overdrive. Der OT hat 2K2, was bei 2/3 Aussteuerung ca 50W maximale Anodenverlustleistung pro Röhre ergibt. Bei der eingebauten leichten Zwangsbelüftung von unten durch das Gehäuse bleiben die Anoden bei der 2/3 Aussteuerung dunkel. Vollaussteuerung und Idle sind bezogen auf die Anodenverlustleistung unkritisch.

Gruß Hans- Georg

_peter

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Hallo,

damit bist du, trotz höherer Spannungen und niedrigerem Raa, verlustleistungsmäßig
noch netter zu den Röhren als die Arbeitspunkte im Datenblatt. Ich habe mal schnell
die zugehörige Kennlinie gemalt. Wie kommt man auf die Verlustleistung bei 2/3
Austeuerung?

Gruß, Peter
vintagevalveamps
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es345 (†)

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Hallo Peter,

Ich mach es mittels eines Schätzexcels (liegt gezippt bei, da sonst zu groß). Die Eingabe erfolgt über die grünen Eingabefelder. Gegenüber früheren Versionen wird auch der Widerstand der Primärwicklung berücksichtigt. Die dargestellten Eingaben gelten für PP 2x3 GU50. Mehr als 50 W Verlustleistung pro Röhre erwarte ich nicht.

Die geschätzte mögliche Ausgangsleistung liegt meist noch etwas zu hoch. Hierbei spielt die geschätzte Restspannung bei voll ausgesteuerter Röhre eine nicht unerhebliche Rolle.

Gruß Hans- Georg