Tweed Champ 5F1 - Sicherung fliegt

Begonnen von Bumblebee, Jan 15, 2013, 08:14

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Bumblebee

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Hallo liebe Gemeinde,

ich spiele schon fast 30 Jahre lang Röhrenverstärker, aber heute ist mir zum ersten Mal eine Sicherung während des Spielens durchgebrannt, weswegen ich etwas irritiert bin. Zum Glück ist mir das nur zuhause passiert.

Um jetzt nicht blind Sicherungen zu verschwenden und unnötigerweise Röhren zu tauschen frage ich nach Euren Erfahrungen.

Es handelt sich um einen Tweed Champ 5F1 Clone und die Sicherung hat 0,63 A (ohne Sandfüllung).
Die Röhren sind genauso wie der Verstärker seit 2006 regelmäßig und oft im Einsatz, es handelt sich um meinen Übungsverstärker, mit dem ich auch einige Gigs spiele. Eine Sichtprüfung brachte keine Ergebnisse.
Die Woche vor dem Sicherungsfall gab der Champ nach dem Ausschalten ein abnehmendes Rauschen von sich.
Könnte das ein Hinweis auf die Endröhre sein?

Freue mich über Tips aus Eurem Erfahrungsschatz.

Gruß
Bumble

Bierschinken

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Hallo,

das kann alles und nichts sein...

Ohne Messgeräte keine Chance. Da beschränkt es sich auf "Try & Error- Bauteiltauschen"

Grüße,
Swen

Beano

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YaBB God
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#2
Hi,

ich würde folgendermaßen vorgehen:
Röhren raus, neue Sicherung rein (träge!), anschalten - wenn sie heil bleibt würde ich die Röhren nacheinander einstecken - wenn nicht ab zum Techniker!
Vor dem Einstecken natürlich ausschalten! Erst die Gleichrichterröhre, dann die Endröhre, dann die Vorstufenröhre.
Sollte die Sicherung irgendwo rausfliegen, diese Röhre tauschen.
Falls sie trotz Tausch immer noch rausfliegt - ab zum Techniker!
Mehr kann man ohne Messgeräte und dem entsprechenden Wissen nicht machen.

Es ist auch möglich, dass die Sicherung ohne Grund rausfliegt (Altersschwäche...). Dann läuft der Amp mit einer neuen Sicherung wieder einwandfrei.
Wenn die Röhren allerdings seit 2006 drin sind, kann die Endröhre durchaus hinüber sein...

Grüße
Mathias


Bumblebee

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Hallo Swen und Mathias:
Messgeräte und Fachwissen sind durchaus vorhanden. (Allerdings keine Ersatzröhren)
Wie würdet Ihr denn Messtechnisch vorgehen?







Bierschinken

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YaBB God
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Hallo,

wenn Messgeräte vorhanden, dann check erstmal alle Widerstände.
Insbesondere: Kathodenwiderstand/G2-Widerstand an der Endröhre, Widerstände im Netzteil, Testmessung Widerstand Ub gegen Masse.
Messen ohne Röhren.

Wenn das in Ordnung ist, mal nach Mathias's Prozedere vorgehen und jedesmal die Ub mit dem Multimeter beobachten, am besten das DMM fest dranklemmen.

Grüße,
Swen

Bumblebee

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Hi,
werd' ich so probieren.
Vielen Dank

Bumble

Bumblebee

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So,

eine gute und eine schlechte Nachricht:
Zuerst die gute: Heute hatte ich endlich mal Zeit mich dem Amp anzunehmen.
Dann die schlechte:
Der Netztrafo ist defekt.

Ich habe ihn vorsichtshalber komplett von der Schaltung getrennt und alles auf Lüsterklemmen aufgelegt.
Sogar im unbelasteten Zustand -> Kurzschluss

Jetzt frage ich mich als naiver Mensch wie denn das passieren kann?

Und das andere: Ist denn der Trafo hier im Laden http://www.tube-town.net/ttstore/product_info.php/info/p3346_Hammond-291AEX-Fender-Power-125P1B---022772-UPGRADE-Champ.html von den Spannungswerten her überhaupt als Ersatzteil geeignet?

Viele Grüße
Bumble

Beano

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YaBB God
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Hi,

welcher Netztrafo ist denn jetzt drin?
Der 291AEX ist eigentlich für einen Champ ideal, warum sollte der nicht passen?
Alternativ geht auch der 290AEX, im Champ wird der Netztrafo ja nicht so belastet wie im Deluxe/Princeton - da reicht auch die Version ohne Upgrade.

Grüße
Mathias

earnst

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HAllo,
ZitatDer Netztrafo ist defekt.

Ich habe ihn vorsichtshalber komplett von der Schaltung getrennt und alles auf Lüsterklemmen aufgelegt.
Sogar im unbelasteten Zustand -> Kurzschluss

Welche Wicklung hat denn den "Kurzschluß"? Und womit gemessen? Heizwicklungen, mit einfachen Multimetern gemessen, lassen sich schnell als "Kurzschluß" deuten.

Wahrscheinlicher bei Trafos ist ein Windungsschluß (Teilkurzschluß einer Wicklung), und der ist mit Amateurmitteln kaum richtig zu deuten (außer durch stark abweichende Leerlaufstromaufnahme).

mfg ernst

Bumblebee

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Hallo,

den Kurzschluss habe ich in der Primärwicklung (Sicherung brennt durch) auch wenn die Sekundärwicklungen unbelastet sind.
Gruß
Bumble

Bumblebee

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Zitat von: Beano am Jan 19, 2013, 02:58
Hi,

welcher Netztrafo ist denn jetzt drin?


Hi,
jetzt ist der vom TAD drin. Dieser hat aber im Vergleich zum Original eine zu hohe Spannung.
Gruß
Bumble

Beano

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Wie hoch war denn die Anodenspannung mit dem T*D-Trafo?

Mit dem 290AEX wirst du mit einer 5Y3 auf geschätzte 350-360V kommen, für einen Champ voll in Ordnung.

Grüße
Mathias

Bumblebee

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Zitat von: Beano am Jan 19, 2013, 03:19
Wie hoch war denn die Anodenspannung mit dem T*D-Trafo?

Mit dem 290AEX wirst du mit einer 5Y3 auf geschätzte 350-360V kommen, für einen Champ voll in Ordnung.

Grüße
Mathias

Ich hätte am AÜ damit 411 V gehabt, wenn ich nicht mit einer seriellen Z-Diode die Spannung auf 393V runtergebremst hätte. (Die GR ist eine 5Y3GT)

Gruß

Beano

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411 V sind natürlich eine ganz ordentliche Hausnummer.
Hast du denn eine richtig 5Y3 drin? Oder eine von Sovtek/T*D?
Es gibt einige 5Y3 die keine richtigen 5Y3 sind und eher in Richtung GZ34 gehen - mit denen ergibt sich ein viel zu hohe Anodenspannung.

Ich würde den 290AEX verbauen und mir eine ordentliche 5Y3 besorgen, z.B. von JJ oder NOS. Vielleicht findest du auch eine etwas ausgelutschte, dann kannst du die Spannung noch etwas drücken.

Grüße
Mathias



SvR

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Salü,
Zitat von: earnst am Jan 19, 2013, 03:04
Wahrscheinlicher bei Trafos ist ein Windungsschluß (Teilkurzschluß einer Wicklung), und der ist mit Amateurmitteln kaum richtig zu deuten (außer durch stark abweichende Leerlaufstromaufnahme).
Wenn man mit der Primärwicklung einen Schwingkreis aufbaut und diese mit einem Sprung anregt, lässt sich ein Windungsschluss recht gut am Ausschwingverhalten erkennen.
mfg sven
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