Hallo zusammen.
Diesen Niedervolt-Thread hatte ich vor Jahren schonmal gelesen aber dann bin ich doch wieder drüber weggekommen.
Mittlerweile hab ich ein paar moderne Hybrid Röhrenverstärker für MC/MM den Douk T3plus und den Douk U10 Kopfhörerverstärker, beide für EF95 bzw Derivate. Der T3Plus hat Sovtek 6Zh1P-EV und der U10 hat die GE5654W. Das passt gut zusammen weil die 6Zh1P-EV alles so wiedergibt wie es reinkommt, sehr präzise und analytisch. Die GE5654W haben einen eigenen Punch der gerade bei Metal richtig gut ist.
Ein xDuoo TA-10R ist vor kurzem dazugekommen, mit ECC82. Der hat mehr Eingänge wie das Vorgängermodell TA-10, Digital und Line und Ausgang, er ist als Vorverstärker gut. Der klingt eher etwas wärmer, ist aber trotzdem noch präzise und mit der richtigen Röhre rockt der auch richtig hart, die neue Shuguang 12AU7-T läuft traumhaft da drin und gibt echt alles. Die hat ein bisschen das dreckige im Klang was Metal einfach noch geiler macht. Die S&H ECC82 kommt da auch fast ran, aber ich hab nur die eine S&H und die ist schon etwas unter ihren Sollwerten. Die Telefunken ECC82 ist ein klein wenig zu ruhig, spielt sehr gut, aber nicht mitreissend, Werte sind aber hervorragend.
Ja das Problem ist halt echt das die Röhren mal so und mal so sein können, ich hab NOS aber tot, sowie alt gebraucht aber sehr gut.
Da kam ich auf die Idee mir zwei kleine Tester zu bauen. Das Prinzip ist das ich Röhren mit bekannten Werten als Referenzröhren zum Vergleich habe.
Der EF95 bzw. 6AK5 Tester läuft mit 30 Volt, in den modernen Verstärkern laufen sie mit 24Volt in der Regel. Das klappte so gut das ich bei voll offener Röhre die Werte der getesteten Röhren meist bis auf die Nachkommastelle bestätigen konnte.
So dacht ich mir ich bau auch noch einen ECC82 Tester. Auch das klappte sehr gut auf Anhieb. Hier laufen die Röhren mit 100 Volt.
Ich hab bei beiden Testern auch andere Spannungen getestet, die Werte sind dann relativ gesehen gleich, das Ergebnis scheint also zuverlässig.
So schaut das ganze dann aus (Ja ich steh auf Lack).
Der grüne Tester ist für 6AK5, eine Taste um die Röhre voll zu öffnen. Ansonsten wird der Ruhestrom angezeigt.
Der rote Tester ist für ECC82, zwei Taster natürlich, das Multimeter muss dann umgeklemmt werden auf den jeweiligen Anschluss für System 1 bzw. 2. Auf dem ist jetzt auch eine gedruckte Abdeckung als Berührungsschutz drauf und natürlich Beschriftung.
Die Kontakte zum anklemmen sind simple verzinkte M3 Schrauben, da passen wunderbar die Klemmen von Netzteil und Multimeter dran. Auch der Aufbau offen auf dem Gehäuse liegt einfach daran das ich keine Lust hatte im engen Gehäuse drin rumzulöten. Und grösser sollte das Gehäuse nicht sein, denn das ist aus ein paar 47x5mm Holzleisten die ich noch hatte. Deckel sind einfach aus zwei Leisten nebeneinandergeklebt. Die Farben hatte ich auch noch rumstehn. Die Klettbänder lagen auch rum, Scharniere, Schrauben. Alles was halt so da ist. Die Widerstände und Kondensatoren sind auch aus meinem Sortiment.
Ist auch alles einfach nachzubauen wer Bock drauf hat, kostet selbst wenn man nix hat kaum 25 Euro.