Hot Rod Deluxe zu leise und zu verzerrt

Begonnen von Masterkraft0r, Jul 18, 2014, 06:44

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bluesfreak

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YaBB God
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N'Abend,

gibts eigentlich ne Auflösung zu dem Fall? Ich hab nämlich einen Patienten mit exakt dem selben Problem hier. Neben ein paar gebrochenen Lötstellen an Input- und FootSwitch Buchse, zwei 22µF die ihren Inhalt langsam verlieren und einem (vermutlich) gebrochenem Koppel C hinter dem PI hab ich bisher noch nichts entdeckt was wirklich abnormal wäre, sogar die beiden Widerlinge R78/79 sind noch i.O.
Spannungen sind leicht hoch aber imho ok mit
B+ (C31) 433V
Z (C33) 431V
X(C35) 402V
Y (C36) 350V
die Vorstufe arbeitet einwandfrei wenn ich mit dem PreAmp Out in einen anderen Amp gehe, andersrum krächzt es genauso müde aus dem Amp wie mit gebrücktem Preamp Out/Poweramp in (was auch die Buchsen exkludiert). Grad noch am PI gemessen aber ich glaub da muss ich nochmal ran weil Pin1 seltsam ist:
Pin1 = 0V
Pin2 = 18.7V
Pin3 = 21.4V
Pin 6 = 217V
Pin 7 = 12.9V
Pin 8 = 21.4V

die beiden .1µF KoppelCs sind bereits durch ODs ersetzt, die beiden anderen hab ich grad nicht da. Der AÜ misst auch korrekt mit exakt 108 Ohm auf der einen und 86Ohm auf der anderen (und ja, das muss so)...
Sonst jemand noch ne Idee?

Gruß
blues

loco

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YaBB God
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#16
hallo,

den Anodenwiderstand der zu Pin 1 der Phasenumkehrstufe geht hat noch
seinen Nennwert?        Die Leiterbahn vom Widerstand zur Fassung ist OK?

Gruß --.- loco

bluesfreak

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Hi Loco,

tatsächlich ist R57 tot...hatte ich auch noch nicht...war vllt zu spät gestern.
Danke für's Hirn anstoßen...

Gruß
blues

_peter

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Hallo,

das gibt es doch nicht - ich habe hier einen Hot Rod Deluxe mit genau dem selben hochohmigen
Anodenwiderstand am PI - ist das die Sollbruchstelle in dem Amp, oder was?  :police:

Owohl, was heißt "die Sollbruchstelle" - ich meine eine von den vielen.  :devil:

Gruß, Peter
vintagevalveamps
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bluesfreak

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Zitat von: _peter am Dez 06, 2016, 11:20das gibt es doch nicht - ich habe hier einen Hot Rod Deluxe mit genau dem selben hochohmigen Anodenwiderstand am PI - ist das die Sollbruchstelle in dem Amp, oder was? 

mach drei draus, ich hatte noch so einen Fall inzwischen...exakt gleiches Symptom, gleiche Ursache

ZitatObwohl, was heißt "die Sollbruchstelle" - ich meine eine von den vielen.  :devil:

ja, wenn man da die Hilfsspannungserzeugung, den verunglückten Drive Kanal und das bescheidene RoHS Lot mit einbezieht... ;)

Gruß
blues

_peter

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Hallo blues,

ich glaube, ich habe hier im Forum auch noch mindestens einen weiteren Fall gefunden.

Die Flachbandkabel und die sich bei jedem Löten ablösenden Leiterbahnen kann man
auch noch zu den eingebauten Schwächen zählen.  :(

Der Amp hier ist zwar wieder laut aber mehr als 30W kommen nicht raus. Mal sehen,
ob da noch mehr im Argen ist, oder ob der einfach so schwach auf der Brust ist mit
der niedrigen Ub und den 5881.

Gruß, Peter
vintagevalveamps
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Athlord

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Moin,
ich habe bereits vor ca. drei Jahrenden Hot Rod Deluxe vom Kollegen instandgesetzt.
Da waren ebenfalls die 470er Widerlinge lose/entlötet und es hatte irgendjemand an der Eingangsbeschaltung rumgelötet.
Cheers
Jürgen
Ich danke allen, die nichts zur Sache beizutragen hatten und trotzdem geschwiegen haben!

chaccmgr

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Hi,
ich hatte auch einen von meinem Gitarristen auf dem Tisch neulich. Auch ein Anodenwiderstand im PI der mal normal funktioniert und mal gar nicht, dann war er leise und verzerrt. Offenbar ein Haarriss im Widerstand, der bei Erwärmung aufgeht. Widerstand für ein paar Cent getauscht und gut war. Glücklicherweise war es der, der ganz am Rand der Platine sitzt. Ich musste nicht mal eine Platine ausbauen (da brechen dann die zu steifen Flachbandkabel).

Tatsächlich gibt es speziell mit diesem Modell und seinen abgeleiteten Verwandten eine Reihe von Sollbruchstellen, die auch als "Hot Rod Disease" bekannt sind. Unter http://hotroddiy.com/howtoarticles.php gibt es ein FAQ und How-To Artikel, die die Problemstellen und die Fixes detailliert und mit Bildern beschreiben, sehr nützlich, sollte man vielleicht im Fender Forum sticky machen.

Wir würden uns schämen, wenn wir einen Amp so bauen würden, wie Fender das mit dem Hot Rod macht. Roadtauglich ist anders.

Grüße
Robert
Liebe Grüße
Robert

cca88

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Zitat von: chaccmgr am Dez 07, 2016, 05:53
Hi,
ich hatte auch einen von meinem Gitarristen auf dem Tisch neulich. Auch ein Anodenwiderstand im PI der mal normal funktioniert und mal gar nicht, dann war er leise und verzerrt. Offenbar ein Haarriss im Widerstand, der bei Erwärmung aufgeht. Widerstand für ein paar Cent getauscht und gut war. Glücklicherweise war es der, der ganz am Rand der Platine sitzt. Ich musste nicht mal eine Platine ausbauen (da brechen dann die zu steifen Flachbandkabel).

Tatsächlich gibt es speziell mit diesem Modell und seinen abgeleiteten Verwandten eine Reihe von Sollbruchstellen, die auch als "Hot Rod Disease" bekannt sind. Unter http://hotroddiy.com/howtoarticles.php gibt es ein FAQ und How-To Artikel, die die Problemstellen und die Fixes detailliert und mit Bildern beschreiben, sehr nützlich, sollte man vielleicht im Fender Forum sticky machen.

Wir würden uns schämen, wenn wir einen Amp so bauen würden, wie Fender das mit dem Hot Rod macht. Roadtauglich ist anders.

Grüße
Robert


...trotzdem hat es Fender damit geschafft, bei vielen Leuten die Verbindung mit dem "echten" Deluxe als Fakt zu implementieren....
Viele denken bei Deluxe erst an den "Blues.." und den Hotrod..."

Grrr

Grüße

Jochen


bluesfreak

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Mahlzeit,


zwar kein HRDLx aber ein Tweed Bassman RI steht hier der rumfurzt und nach einiger Zeit immer leiser wird...hab den ganzen gestrigen Tage gemessen und you know what, der R29/100k am PI ist defekt bzw hat 150k im kalten zustand und geht dann auf mehrere MOhm. Interessanterweise sieht man dem R das nicht an, sein 82k Pedant R28 hingegen ist braun angelaufen und misst 90k im kalten Zustand, 110k im warmen...bin noch am hadern ob ich nen Quickhack mache und die defekten einfach rauszwicke und die Pins als Lötstützpunkte missbrauche oder ob ich mir die Arbeit mache und das PCB rausfrickel...tendiere zum Quickhack...
Was treibt diese Widerlinge in den Tod, ist die Werksgröße von 1/2W zu klein dimensioniert oder ist die Qualität einfach shice?

Gruß
blues

Guitar59

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ZitatWas treibt diese Widerlinge in den Tod, ist die Werksgröße von 1/2W zu klein dimensioniert oder ist die Qualität einfach shice

Ist ne gute Frage-würd mich auch interessieren. Elektrisch könnt ich´s evtl. mir erklären, mit diletantischem Umstecken von Röhren im eingeschaltetem Zustand, defekte Röhre?
Der 47pF ist in Ordnung?
Ich hatte letztes Jahr n Amp, bei welchem Silva-Mica artige Caps verbaut waren, die Vorstufe rauschte und machte lustige Nebengeräusche. Dort hatten zwei der Caps an den Anschlussbeinen feine Risse, weil man die offensichtlich äußerst unsanft in die Platine gewürgt hat. Weiß nicht ob sowas bei den Widerständen auch zu Beschädigungen etc. führen kann.

Holzdruide

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Hallo
Zitat von: Guitar59 am Jan 18, 2017, 10:33
Dort hatten zwei der Caps an den Anschlussbeinen feine Risse, weil man die offensichtlich äußerst unsanft in die Platine gewürgt hat. Weiß nicht ob sowas bei den Widerständen auch zu Beschädigungen etc. führen kann.
Ja sicher kann man Widerstände genauso beschädigen, überhaupt alte Kohlepresswiderstände.
Entweder eine Biegelehre benutzen oder mit spitzer Zange das Bein nahe am Widerstand halten und dann biegen.

Gruß Franz

chaccmgr

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Fender hat in den 90ern mal eingeräumt man habe Qualitätsprobleme beim Lieferanten gehabt
Liebe Grüße
Robert