Super Reverb sehr leise - aber klingt noch gut

Begonnen von LöD, Apr 29, 2015, 08:39

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LöD

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Ohne Feedback ist der Amp laut. Schon getestet. Ich habe bereits sowohl die presence seite als auch die wild Seite abgeklemmt und mit neuen Teilen provisorisch ersetzt. Aber da gab's dasselbe Ergebnis. Also vermute ich dass an den Bauteilen im Feedbackzweig kein Problem ist. Ich hab den Gerd schon kontaktiert. Werde ihn aber nächste Woche nochmal anrufen. Ja er weiß auf jeden Fall was er macht.
LöD
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben. (A.v.Humboldt)

cca88

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Zitat von: LöD am Jun 28, 2015, 12:30
Ohne Feedback ist der Amp laut. Schon getestet. Ich habe bereits sowohl die presence seite als auch die wild Seite abgeklemmt und mit neuen Teilen provisorisch ersetzt. Aber da gab's dasselbe Ergebnis. Also vermute ich dass an den Bauteilen im Feedbackzweig kein Problem ist. Ich hab den Gerd schon kontaktiert. Werde ihn aber nächste Woche nochmal anrufen. Ja er weiß auf jeden Fall was er macht.
LöD

Hallo Löd,

die Anzahl an zufriedenen Kunden, die ich kenne, spricht Bände.
Zum Großteil auch Wiederholungstäter.

Gerd weiß was er tut :)

Grüße

Jochen

LöD

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So hier auch mal wieder was neues...
Ich habe gestern mal den alten Amroh OT aus meinem Bandmaster an den AAC gehängt, aber außer pfeiffen und wildes Schwingen kam gar nix raus...
Ich hatte den OT auf dem Tisch und nur mit Krokoklemmenkabel angeschlossen, den originalen natürlich abgelötet.
Kann es sein, dass das an meiner Verkabelung lag, dass das nicht funktioniert hat?
Der OT lief ja prima bis ich ihn aus dem Bandy ausgebaut hab...

Grüße
LöD
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Athlord

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Zitat von: LöD am Jul 12, 2015, 11:04
Kann es sein, dass das an meiner Verkabelung lag, dass das nicht funktioniert hat?

Grüße
LöD

Sorry,
meine Glaskugel funktioniert heute nicht......
Beende doch erst mal eine von Deinen vielen Baustellen!
Gruss
Jürgen
Ich danke allen, die nichts zur Sache beizutragen hatten und trotzdem geschwiegen haben!

LöD

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Ja zugegeben das ist schon viel parallel im Moment...
Wenn ich wo ins Stocken gerate dann mach ich bei ner anderen Baustelle weiter...
Ohne eure Hilfe hier schaff ich das sowieso nicht und so hab ich immer ein wenig Zeit auf die Antworten zu warten oder auch mal
Lieferungen von Teilen.

Die Frage mit den Kabeln war dahingehend gemeint, ob so eine "fliegende" Verkabelung von vornherein große Probleme macht mit Einstreuungen etc. dass das schonmal mögliche Ergebnisse verfälscht.
Grüße
LöD
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Laurent

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Moin Löd,

Meine Krokoklemmenkabel baue ich nun selber zusammen. Ich habe zu viele davon gehabt, wo die Verbindung Kabel-Klemme einfach schlecht gemacht wurde. Zugegeben es waren billig China-Dinge.
Wenn ich das selber mache, nachdem der Kabel zusammengrdrückt wurde, löte ich die Leitung auf der Klemme. Liegst vielleicht daran?

Gruß,
Laurent

LöD

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Ja sind auch billige Kabel. Werd mal die Klemmen anlöten und nochmal testen...
Danke für den Tipp.
LöD
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user

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lautes pfeifen und schwingen bei provisorisch verbauten AÜs deutet auf eine Mitkopplung hin :P

LöD

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das könnte natürlich sein... werd ich mal untersuchen wenn der Amp wieder dran ist auf dem OP Tisch. Gute Idee. Danke.
LöD
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smid

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Hallo LöD,

ich hab gestern mal ein paar von den Krokos aus dem Shop ans Multimeter geklemmt, Werte zwischen 0,7 und 1 Ohm. Intern sind die nur gequetscht. Für die meisten Anwendungen völlig ausreichend, ich hatte aber in einem anderen Bereich mit fliegend verkabelten Transistorschaltungen schon mal Probleme, die mit dem Wechsel von Krokoklemmen auf Steckbrett verschwanden. Nicht dass ich jetzt versuchen würde, Röhrenamps auf dem Steckbrettchen zusammenzupfriemeln. Aber Übergangswiderstände sind (wie mir vorgestern beim Messen mit dem Oszi und der Kroko-Masseklemme am Tastkopf passiert ist) schon ein Thema. Nicht nur die evtl. nur gequetschte Verbindung von Kabel zu klemme, auch Klemme an Leiter ist bei verschmutzen/anoxidierten/alten Oberflächen kritisch.

Viele Grüße,
Andreas

LöD

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Meine Damen, meine Herren, liebe Kinder.

Et lööft wieder dat Jerät!

Ich war am Samstag bei unserem Forums-Kollegen Hans-Georg zu Besuch - auch hier nochmal vielen Dank für Deine Mühe und Hilfe - ein sehr lehrreicher und interessanter Nachmittag...
Und was haben wir, naja eher was hat Hans-Georg gefunden?
der Amp hatte ja zwei Probleme, die ich als Resultat einer Ursache vermutet hatte:
Er hatte wenig Leistung und hochfrequentes Schwingen, aber nur wenn man die Impedanz auf 8Ohm stehen hatte, nachdem ich aus versehen den Amp ohne Last betrieben hatte.

Und was war jetzt?
Also zunächst hat es sich gezeigt, dass bei Leistungsabgabe die Anodenspannung stark einbricht, ca. 50V weniger als im Standgas.
Ein Versuch mit Dioden anstelle der Gleichricherröhre hat dann für deutlich mehr Leistung und stabilere  B+ gesorgt, also Diagnose: Die Gleichrichterröhre bringt nicht mehr genug Strom. Ein Test zu Hause dann wieder mit einer neuen GZ34 hat auch gezeigt, das der Amp damit straffer und lauter klingt.
Ich hatte immer nur die Spannungen im Leerlauf gemessen. Da konnte ich das Probem nicht finden. außerdem fraglich, ob ich den Einbruch als Problem erkannt hätte oder mir gesagt hätte, ist doch klar dass ne Gleichrichterröhre einbricht unter Last. Diesen SAG will man ja sogar haben.

Also Leistung wieder da, aber das Schwingen war noch nicht weg.

Die entscheidende Idee war die, dass beide Effekte nix miteinander zu tun haben.

Die Schwingung beim 8 Ohm Abgriff hat sich dann so erklärt:
Der Amp hat eine Impedanzumschaltung vor den Speakerbuchsen.
Also OT Tabs auf einen Schalter danach die Speakerbuchsen.
An der Speakerbuchse dann ist der Abgriff der Gegenkopplung.
Das bedeutet, dass je nach Stellung des Impedanzumschalters mal der 8 Ohm mal der 4 Ohm Tab gegengekoppelt werden.
Die Diagose von Hans-Georg war: Das ist ein Designfehler. Man kann nicht die Gegenkopplung umschalten ohne die Widerstände anzupasssen. Und wenn zuviel Gegengekoppelt wird schwigts.
Dass die GK mit umgeschaltet wird hatte ich zwar erkannt, aber über die Folgen war ich mir nicht im Klaren.

Dieses Problem muss der Amp von Anfang an gehabt haben. Die Schwingungen waren aber so hochfrequent dass man sie nicht gehört hat. Erst durch den Leistungseinbruch habe ich ja den Amp mal genauer unter die Lupe genommen und diese Schwingungen dann gefunden und fälschlicherweise den Zusammenhang zur geringen Lautstärke vermutet.
Der GK Abgriff wurde jetzt hart auf den 4 Ohm Tab gelegt, egal was am Impedanzumschalter eingestellt ist.
Und siehe da: Schwingungen weg!

Dann haben wir noch den Bias schön heiß eigestellt. Resultat: Der Amp kann ja sogar angezerrt gut klingen! Bisher klang er nur clean super, Zerre war grausam. Und die Umschaltung zwischen Kathoden und fixed Bias hat auch endlich klangliche Auswirkungen.

Also lange Rede:
Das Problem das der Amp hatte war:
- ausgelutschte Gleichrichterröhre
- "unglückliche" Stelle für die Anzapfung der Gegenkopplung.
- zu kalter Bias.

Wer hätte das gedacht?

Ich wäre (mal wieder) nicht dahinter gekommen.

Also nochmal Danke an Alle die mir hier auf den gefühlten 100 Seiten geholfen haben und an Hans-Georg dass er seine Zeit geopfert hat.

:topjob:

LöD



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sjhusting

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stephan61

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Hi Löd,

Glückwunsch!
Und danke für die ausführliche Erläuterung, das ist (leider) nicht immer so, dass die Lösung dann auch nochmal den anderen mitgeteilt wird.

Viel Spaß mit dem Amp
Stephan
"It must schwing!"

LöD

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Danke,

ich finde das gehört sich wenn man sich helfen lässt, dass man dann auch a: danke sagt und b: was das Problem war.
Ja jetzt hab ich die Qual der Wahl. Zwei geile Amps, den AAC und der´63 Bandmaster.
Gar ncht auszudenken wenn der AC30 mal wieder laufen sollte ;D
Scheiß Luxusproblem...
LöD
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smid

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Aloah,

ein Freund von mir, studierter Mediziner, meinte mal zu mir, dass viele Ärzte zwar gute Therapeuten, aber schlechte Diagnostiker wären. Das hat er dann mit dem Beispiel des Patienten illustriert, der sowohl Läuse als auch Flöhe hat.......

Schön wenn mal beides funktioniert,
Andreas