Abrundfräser und Radien Headshells

Begonnen von Stone, Sep 18, 2016, 12:47

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Holzdruide

*****
YaBB God
Beiträge: 2.221
I shot the Sheriff
Gespeichert
Hallo Stone

Als Platte für den Frästisch würde ich eine Siebdruckplatte nehmen, die ist um vieles dünner, so eine 38mm Platte ist für den Zweck recht heftig. Bzw, kriegt man oft gebrauchte Frästische samt Anschlag günstig.

Gruß Franz

Stone

Gast
Gespeichert
Hallo Franz

Danke für den Tip mit der Platte. Wie ich das mache, muss ich mir am Objekt noch ansehen und überlegen.

Hinsichtlich Material etc. ist das etwas missverständlich:

Die Fräse möchte ich in einer Arbeitsplatte, wie man sie in der Küche verwendet, "einlassen" - rund 35 mm Material haben die Headshells von Marshall aus der 800er Serie (zumindest an drei Seiten), 18 mm sind die meisten anderen in der Regel.

Beginnen werde ich mit einigen kleineren Resten aus Holz des gleichen Materials - geplant sind erstmal zwei Headshells in Soldano-Style mit 18 mm ...

Gruß, Stone

Doublecut

*****
YaBB God
Beiträge: 513
Gespeichert
Hallo Stone,

eine fest eingebaute Untertischfräse ist natürlich eine ganz andere Nummer als eine kleine, händisch geführte. Du solltest darauf achten dass die Höheneinstellung der Fräse von oben vorgenommen werden kann und das der Fräskopfwechsel ebenfalls von oben, in eingebautem Zustand, stattfinden kann.
Ich nutze für diesen Zweck eine Casals und bin höchstzufrieden damit.
Herzliche Grüsse, Robert

Stone

Gast
Gespeichert
Hallo

So, ich habe mir jetzt aus dem referenzierten Sautershop einen Fräser mit 12 mm Radius bestellt, da die meisten Boxenecken, die nicht Marshall sind, einen Innenradius von 12 mm aufweisen (lt. dem, was ich gefunden habe).

Zum WE hin werde ich mal das Headshell sägen und dann am Verschnitt die ersten Übungen machen. Ob ich die Fräse nun im Tisch montiere oder per Hand führe entscheide ich anhand der Übung.

Bilder werde ich auf jeden Fall mal einstellen.

Gruß, Stone

Holzdruide

*****
YaBB God
Beiträge: 2.221
I shot the Sheriff
Gespeichert
Hallo,

Pass aber gut auf in welche Richtung Du fräst, und bei kleineren Werkstücken auf Deine Finger, nimmst Du z.B. ein schmales Reststück, hast die Fräse im Tisch montiert und kommst mit dem Werkstück von der falschen Seite dann frisst der Fräser das Werkstück, Deine Finger sind dann in Sekundenbruchteilen beim Fräser ....

Bei kleinen Stücken verwende eine Schubstange, ein Stück Leiste dem Du vorne eine Ecke heraussägst, das verhindert dass Deine Finger in gefährliche Nähe zum Werkzeug kommen.

Ein Federkamm ist bei kleinen Teilen auch sehr hilfreich, gleichfalls um die Hände zu schützen.

Schutzbrille verwenden.

Viel Erfolg

Gruß Franz

PS: Auf Youtube findet man etliche Beispiele wo man die beschriebenen Hilfsmittel sieht bzw erklärt bekommt.

Stone

Gast
Gespeichert
Hallo Franz

Der Hinweis auf die Schubstange ist Gold wert.

Schutzbrille und Gehörschutz verwende ich sowohl beim Bohren als auch Sägen - Kleidung entsprechend, Uhr abgelegt, keine Ringe etc. Habe ich in der Ausbildung gelernt und da gab es auch ordentlich was zu hören, wenn man z.B. bei langen Haaren kein Haarnetz getragen hat (an der Bohrmaschine).

Diverse Videos und auch 'nen Meister, dem der Ringfinger rechts fehlt, sind da Lehre genug gewesen.

Gruß, Stone

Manfred

Gast
Gespeichert
Bilder sagen mehr als tausend Worte:

http://www.holzwerken.net/Blog/Heiko-Rech/Gleichlauf-Gegenlauf-ganz-schoen-verwirrend

Ich habe eine Dewalt-Oberfräse mit Sanftanlauf, da hat man nicht den Anlaufruck.

Wenn ich viel zu fräsen hätte, wie z.B. auch andere Gehäuseteile würde ich mir einen CNC-Fräse als Bausatz anschaffen,
ist gar nicht mehr so teuer.
Ich weiß, daß leidige Budget.

Gruß
Manfred

Doublecut

*****
YaBB God
Beiträge: 513
Gespeichert
#22
Hey Stone,
welche Fräse nutzt Du denn jetzt?
und wie baust Du die Kanten des Headshells, verzapft oder mit Lamellos?
Wird das Shell mit Tolex überzogen?
Fragen über Fragen, sehr interessiert,
Robert

Stone

Gast
Gespeichert
Hallo Robert

Zitat von: Doublecut am Sep 21, 2016, 10:44
Hey Stone,
welche Fräse nutzt Du denn jetzt?
und wie baust Du die Kanten des Headshells, verzapft oder mit Lamellos?
Wird das Shell mit Tolex überzogen?
Fragen über Fragen, sehr interessiert,
Robert

Ich versuche die Testläufe erstmal mit meiner alten Fräse, Hausmarke eines ehemaligen Baumarktes - müsste ich nachschauen. Im Prinzip "Lux", wenn man so will. Ist mit 880 Watt angegeben - ich denke, dem Motor kann man dann durchaus 850 Watt zumessen. Das Headshell säge ich vorher nach Maß eines Freundes - im ersten Durchlauf soll ein Headshell im SLO-Style rauskommen.

Eigentlich soll das Ganze nicht so schwer / aufwendig werden. Eine Verzahnung der Ecken / Kanten schließe ich mal aus - das wird zu aufwendig und wahrscheinlich mache ich dann mehr kaputt als alles andere. Also setze ich die Einzelteile des Headshells zusammen, wobei ich plane, Decke und Boden auf die Seitenteile aufzusetzen und nicht die Seitenteile an Decke und Boden.

Dort will ich dann Holzdübel setzen - Anzahl pro Ecke / Kante weiß ich noch nicht - und diese verleimen. Durchmesser wohl 8 mm, wenn ich mal 5 mm neben dem Dübel noch "Fleisch" haben will.

Sollte das nicht so stabil sein, wie ich es mir vorstelle, kann ich in den oberen Innenecken des Headshell immer noch Versteifungen einsetzen und diese sowohl von oben als auch der Seite verschrauben.

Im o.g. Fall kommt dies für die Bodenplatte natürlich nicht in Frage, aber ich gebe mal zu bedenken, dass z.B. Peavey und Bugera uem. die Chassis oftmals seitlich mit Schrauben im Headshell fixieren. Das wäre dann eine Variante, dass Chassis an den Seitenteilen des Headshell zu halten.

Unklar ist im Augenblick, ob ich erst das Headshell komplett verleime und dann fräse oder ob ich lediglich die Bohrungen für die Holzdübel zuerst setze und dann die Einzelteile fräse, bevor ich sie verleime. Bei letzterer Variante müsste ich anschließend die Holzdübel von Hand angleichen, hätte aber den Vorteil, dass ich jedes Einzelteil separat einspannen bzw. bearbeiten kann.

Ich bin halt nicht so der Schreiner, aber ich denke, viele Wege führen nach Rom und mir kommt es in erster Linie darauf an, einen Arbeitsweg zu finden, der mir liegt und nicht, der so rational als möglich ist.

Gruß, Stone



Stone

Gast
Gespeichert
Zitat von: Manfred am Sep 21, 2016, 10:31
[...]
Wenn ich viel zu fräsen hätte, wie z.B. auch andere Gehäuseteile würde ich mir einen CNC-Fräse als Bausatz anschaffen,
ist gar nicht mehr so teuer.
[...]

Gab es dazu nicht auch vor langer / längerer Zeit mal einen Beitrag? Meine ja ... hm ... schauen wir mal.

Gruß, Stone

corne

*****
YaBB God
Beiträge: 941
Gespeichert
moin  ;)

also da einer headshell nicht soviel steifigkeit abgefordert wird wie einer box zum beispiel sollten die holzdübel ausreichen. zu bedenken gebe ich aber, in welche richtung die kräfte (gewicht des amps beim anheben) wirken. senkrecht nach oben bzw. unten sollten die dübel also vielleicht nicht auf zug, sondern auf scherung wirken (also seitenteile an die seite und die dübel durch die seitenteile in die ober/unterteile). holzdübel haben den vorteil, das man sie mit abfräsen kann, von daher würde ich empfehlen, erst alles zusammenzubauen, und dann zu fräsen. damit erledigt sich dann auch die gefahr mit den kleinen teilen und den fingern.
mann kann auch schrauben, aber dann müssen die schrauben gut versenkt werden, wenn man nicht reinfräsen will. anschliessend werden wie schraublöcher verspachtelt. beide versionen habe ich schon erfolgreich durchgeführt. gefräst habe ich mit handfräse und fräser mit anlaufring. durch das tolexen (je dicker tolex/kunstleder, desto besser) verschwindet einiges an kleinen unebenheiten, mag man gar nicht für möglich halten. achja, 12mm fräser ist optimal  ;)
lg corne
Move your ass for rock 'n roll baby .... move!!

DerDomze

*****
YaBB God
Beiträge: 363
Gespeichert
Hi Stone,

zum dübeln kann ich dir die Vorrichtung "Meisterdübler" von wolfcraft bzw Die "DübelFix" Pins empfehlen damit hab ich schon einiges gebaut aun war um ettliches Schneller Genauer als zuvor mit per Lineal Anzeichnen und "freihand" Bohren.

das ganze gibts auch oft im Set recht günstig im Baumarkt.

Gruß
Dominik
current Projects:
- "JarOfDirt" SüpersonicBausatz (vor Endverdrahtung)
- JMP 2203 6550 + Depth
- TScreamer, Phase90, Riot, OCD, GreenRinger, SmallClone

Stone

Gast
Gespeichert
Hallo

Ob nun senkrecht oder waagerecht eingesetzte Dübel hatte ich nach Bauchgefühl entschieden, vertraue da aber gern auf entsprechende Erfahrungen. Das setzen der Dübel ist nicht das Problem - ich verfüge u.a. über eine große Standbohrmaschine :-)

Tolex soll natürlich auch rum, klar :-)

Mal sehen - im Augenblick bin ich ein wenig faul, vielleicht beginne ich aber mal gegen Nachmittag - alternativ bleibt eigentlich nur der Ausbau der Spülmaschine in der Küche :-(

Gruß, Stone

Doublecut

*****
YaBB God
Beiträge: 513
Gespeichert
Hallo Stone,
tolexen ist schon mal gut, das lassen sich alle Bearbeitungsfehler drunter verstecken  ;D
Wenn ich nur Einzelstücke baue mache ich es ziemlich faul. Zuerst gebe ich Leim auf die Kanten und dann spaxe ich das Gehäuse einfach zusammen. Wichtig dabei ist ein rechtwinkeliger Anschlag zwischen den Brettern sonst wirds schief.
Wenn der Leim abgebunden hat, schraube ich die Spaxe wieder raus und bohre die Schraublöcher auf Dübelquersxhnitt. Dann ein wenig Leim auf die Dübel, mit dem Hammer reingehauen und fertig ist die Laube.
Anschliessend werden die Rundungen gefräst, wenn Du das vorher machst wirst Du es sehr schwer haben die Passung genau zu fügen.

Viel Erfolg :)

Grüsse, Robert

Manfred

Gast
Gespeichert
Hallo,

vielleicht noch als Ergänzung, es gibt von Ponal diesen tollen Leim,
der nach kurzer Presszeit von 10 Sekunden keine Zwinge mehr erforderlich ist.

http://www.ponal.de/produkte/kategorien/subkategorien/produkt-detailseite/?tx_commerce_pi1%5BshowUid%5D=123&tx_commerce_pi1%5BcatUid%5D=56&cHash=6299f5a9f8d71514448f01d4f7daecb3

Gruß
Manfred