Spannungsverhältnisse am AT / PP

Begonnen von P1950, Apr 23, 2017, 04:59

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P1950

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Ich habe eine sicherlich triviale Frage,
In einem Bericht über eine 200W Endstufe wurden folgende Rahmenparameter genannt:

Ub = 850Vdc
Raa = 4k
ZL = 4R

Hieraus ergeben sich:
ü ~ 32
UL ~ 28Vrms >> Upeak ~ 40V

Upeak * ü ~ 1.280V
...... Es stehen jedoch nur 850Vdc zur Verfügung. Wie erkärt sich die Differenz, bzw. woher "kommt" die fehlende Spannung?
Viele Grüße
Gerhard

Laurent

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YaBB God
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Nichts ist unmöglich
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Moin,

Die 850Vdc sind "statisch". Der Peak-Wert ist dynamisch.
Ermöglicht ist es durch den Trafo, der nichts anderes ist als eine induktive Last, die Energie speichert.
An der Anode schwingt das Signal um die 850Vdc und kann unter Volllast knapp auf 0Vpeak (unterster Wert) kommen.

Man kann es natürlich physisch anders darstellen, aber ich denke, um es zu verstehen sollte es langen, hoffe ich.

Gruß,
Laurent

_peter

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YaBB God
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Hallo,

Die 850V sind die Gleichspannung auf der Primärseite, die 28V die Wechselspannung auf der Sekundärseite des AÜ.
Du meinst jetzt, warum man auf über 850V kommt, wenn man die Wechselspannung am Ausgang mit dem
Übersetzungsverhältnis multipliziert?

Prinzipiell kann die Wechselspannung von Anode zu Anode auf der Primärseite im Gegentaktbetrieb theoretisch bis
2xUb groß werden. Du siehst auch, wenn du die Lastgerade zeichnest, dass diese die x-Achse weit oberhalb der
Ub schneidet. Den physikalischen Hintergrund muss dir ein anderer erklären, da ich Quereinsteiger bin.

Gruß, Peter

EDIT: Laurent war schneller
vintagevalveamps
Der Imperativ von "messen" lautet: miss!

P1950

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Vielen Dank ...
Viele Grüße
Gerhard

P1950

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@Peter
Ich habe eine Verständnisfrage zu den Lastgerade(n)

Annahmen:
Betriebsart: PP A/B
Raa=4k
UB= Ua(max) = 500V

Lastgerade für A-Betrieb (Raa/2)
** P1: Ua=500V / Ia=0mA
** P2: Ua=0V / Ia=250mA

Lastgerade für B-Betrieb (Raa/4)
** P3: Ua= ?? / Ia=??  ,,,,,,,,,,,,,,,,,, ist hier Ia der Ruhestrom?
** P4: Ua=0V / Ia=500mA

Ist dies korrekt und unterliege ich hier einem Denkfehler?
Viele Grüße
Gerhard

_peter

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YaBB God
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#5
Hallo,

ich antworte dir gern, du kannst die Frage aber ruhig an alle richten, hier gibt es viele kompetente Leute.  8)

Alles richtig, bis auf Punkt 3. Der ist identisch mit P1, also Ua=500V und Ia=0mA.

ABER: Um nun auf die eigentliche, gemeinsame Lastgerade zu kommen, schiebst du die Gerade für
A-Betrieb nach oben (Parallelverschiebung, die Steigung bleibt gleich), bis sie durch den Ruhepunkt geht.

Diesen berechnest du nach BIAS-Anleitung mit Pa_max / Ua * 650. Also 65% von Pa_max.
In jeden Fall sollte die A-Gerade unterhalb der Kurve für Pa_max bleiben.

Die endgültige Arbeitsgerade besteht dann im unteren Teil aus der nach oben verschobenen A-Gerade und
im oberen Teil aus der B-Gerade. Der Schnittpunkt beider Geraden ist in Natur nicht so ein abrupter Bruch,
wie überhaupt das ganze Verfahren nur eine idealisierte Annäherung darstellt.

Gruß, Peter
vintagevalveamps
Der Imperativ von "messen" lautet: miss!

_peter

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YaBB God
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Oder, um es anders zu formulieren, was du als Lastgerade für den A-Betrieb bezeichnet hast, ist nur eine
Hilfsgerade mit der gleichen Steigung, die du für die Parallelverschiebung brauchst. Die eigentliche A-Gerade
geht durch den Arbeitspunkt.
vintagevalveamps
Der Imperativ von "messen" lautet: miss!

P1950

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Sorry,
Ich wollte keineswegs die geballte des Kompetenz des Forums in Frage stellen und mea culpa, mea maxima culpa ....

Trotzdem vielen Dank an Dich für die schnelle und verständliche Antwort. Jetzt ist auch klar, warum die x-Achse oberhalb von Ub geschnitten wird.
Viele Grüße
Gerhard