THC Speedstar 100 Presence Poti

Begonnen von Fireballix, Nov 22, 2017, 07:17

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Fireballix

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Hi Forum,

ich habe vor etwa nem halben Jahr einen THC Speedstar Combo gebraucht gekauft und fand den schnell ziemlich übel vom Sound her.
Als ich die internen Speaker gegen zwei Jensen Jet Tornados getauscht habe ging die Sonne auf, kein krächzender Overdrive Sound mehr, stattdessen Wärme, Fülle und Breitband Verzerrung.

Was mich stört, ist, dass der Presence Poti kaum eine Wirkung hat. Es ist ein 25k lin Poti - Pin 2 geht mit einem 100nf Kondensator gegen Masse, Pin 1 war frei, wurde jetzt mit Pin 2 verbunden (half aber nichts) und Pin 3 geht an einen 27k Widerstand, dieser wiederum ist verbunden mit einem 68k Widerstand, der dann an die 4 Ohm Wicklung des AÜs gelötet ist. An dem 68k Widerstand sind noch andere Widerstände, einer geht an den PI.

Ich habe noch einen 4,7k Widerstand von Pin3 zu Masse gelötet, ohne Besserung.

Was kann das Problem sein?

Interessant am Tonestack ist, dass wenn alle Regler TMB auf 0 stehen, dass der Amp dann komplett leise ist, ist das normal?


Grüße,

Felix

Striker52

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Wenn du einen Schaltplan posten würdest, könnte dir geholfen werden. In der Glaskugel lesen kann hier niemand  ;)
Gruss Axel

Fireballix

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Hi,

leider habe ich keinen Schaltplan zu dem Amp, ich habe auch schon bei Eich angerufen, die sind ja aus THC heraus entstanden, leider ohne Erfolg.

Sollte also jemand einen Schaltplan haben, wäre das toll :)

Grüße,

Felix

darkbluemurder

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#3
Hallo Felix,

Zitat von: Fireballix am Nov 22, 2017, 07:17
Was mich stört, ist, dass der Presence Poti kaum eine Wirkung hat. Es ist ein 25k lin Poti - Pin 2 geht mit einem 100nf Kondensator gegen Masse, Pin 1 war frei, wurde jetzt mit Pin 2 verbunden (half aber nichts) und Pin 3 geht an einen 27k Widerstand, dieser wiederum ist verbunden mit einem 68k Widerstand, der dann an die 4 Ohm Wicklung des AÜs gelötet ist. An dem 68k Widerstand sind noch andere Widerstände, einer geht an den PI.

Ich habe noch einen 4,7k Widerstand von Pin3 zu Masse gelötet, ohne Besserung.

Was kann das Problem sein?

Das Problem ist die Buchhaltung und/oder die Einkaufsabteilung bei Marshall gewesen, von der diese Presence-Regelung mit dem 25k Poti stammt. Dieses isoliert den Kondensator zu stark, so dass man auf 0 bis 9 praktisch keine Wirkung hört und dann zwischen 9 und 10 es auf einmal schlagartig bissig wird. Die ursprüngliche Presence-Regelung aus dem 5F6-A Fender Bassman bzw. dem JTM-45 verwendet ein 5k Poti und eine etwas andere Schaltung, die sehr viel gleichmäßiger wirkt - wenn auch mit mehr Nebengeräuschen. Weil Marshall auch für das Mittenpoti ein 25k verwendete, war es billiger, die doppelte Menge 25k Potis zu bestellen. Wenn Du nicht auf die ursprüngliche Schaltung gehen willst, kannst Du einen 10k Widerstand zwischen die beiden äußeren Anschlüsse des Presence-Potis löten. Das macht den Regelweg etwas gleichmäßiger.

Zitat von: Fireballix am Nov 22, 2017, 07:17Interessant am Tonestack ist, dass wenn alle Regler TMB auf 0 stehen, dass der Amp dann komplett leise ist, ist das normal?

Das passiert bei der von Fender verwendeten Verschaltung des Mittenreglers auch, d.h. in den Blackface und Silverface Amps ist es normal und m.E. auch kein Problem, weil ich niemanden kenne, der alle Potis auf Null stellt. Im Gegenteil - diese Verdrahtung bringt einen Vorteil, wenn man ein Mittenpoti mit einem höheren Wert als 25k wählt. Die Marshall-Verschaltung des Mittenreglers würde dann dem Bassregler viel von seiner Wirkung nehmen - habe ich alles schon ausprobiert.

Am Schaltplan des Amps hätte ich auch Interesse. Jetzt wissen wir aber schon, dass dort die Fender-Variante der Verschaltung des Mittenreglers drin ist.

Viele Grüße
Stephan
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Chieftain, HoSo56, Cleartone, Dirty Shirley, CJ 11, Junior Chief, Peggy 40

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Fireballix

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Zitat von: darkbluemurder am Nov 23, 2017, 10:15
Hallo Felix,

Das Problem ist die Buchhaltung und/oder die Einkaufsabteilung bei Marshall gewesen, von der diese Presence-Regelung mit dem 25k Poti stammt. Dieses isoliert den Kondensator zu stark, so dass man auf 0 bis 9 praktisch keine Wirkung hört und dann zwischen 9 und 10 es auf einmal schlagartig bissig wird. Die ursprüngliche Presence-Regelung aus dem 5F6-A Fender Bassman bzw. dem JTM-45 verwendet ein 5k Poti und eine etwas andere Schaltung, die sehr viel gleichmäßiger wirkt - wenn auch mit mehr Nebengeräuschen. Weil Marshall auch für das Mittenpoti ein 25k verwendete, war es billiger, die doppelte Menge 25k Potis zu bestellen. Wenn Du nicht auf die ursprüngliche Schaltung gehen willst, kannst Du einen 10k Widerstand zwischen die beiden äußeren Anschlüsse des Presence-Potis löten. Das macht den Regelweg etwas gleichmäßiger.

Das passiert bei der von Fender verwendeten Verschaltung des Mittenreglers auch, d.h. in den Blackface und Silverface Amps ist es normal und m.E. auch kein Problem, weil ich niemanden kenne, der alle Potis auf Null stellt. Im Gegenteil - diese Verdrahtung bringt einen Vorteil, wenn man ein Mittenpoti mit einem höheren Wert als 25k wählt. Die Marshall-Verschaltung des Mittenreglers würde dann dem Bassregler viel von seiner Wirkung nehmen - habe ich alles schon ausprobiert.

Am Schaltplan des Amps hätte ich auch Interesse. Jetzt wissen wir aber schon, dass dort die Fender-Variante der Verschaltung des Mittenreglers drin ist.

Viele Grüße
Stephan

Hi, danke für deine Antwort, ich werde das mit dem 10k Widerstand mal versuchen, wobei bei voll aufgedrehtem Presence ich gar nicht wirklich das Gefühl habe, dass der Amp überhaupt reagiert, sprich da tut sich wirklich nichts  :-\

Klingt auch so schon gut, aber irgendwie fehlt manchmal doch die Brillianz

Grüße,

Felix

darkbluemurder

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Hallo Felix,

wenn sich bei voll aufgedrehtem Presence nichts ändert, muss die Gegenkopplung unterbrochen sein. Du hast ja noch einige Änderungen am Presencepoti vorgenommen. Die würde ich erst einmal rückgängig machen bzw. so wie im Schaltplan des Marshall 2203/04 verdrahten.

Viele Grüße
Stephan
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