Ausgangstrafo kaputt?

Begonnen von Mr. Lime, Mär 25, 2019, 10:44

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Mr. Lime

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Zitat von: cca88 am Apr 04, 2019, 08:22
Ich würde für den Start  - anbetracht der relativ hoch wirkenden Leerlauf-Anodenspannung mit einem negativeren Biaswert einsteigen wollen und mich dann rantasten

Grüße
Jochen

Ich merk gerade, dass der Amp (siehe Schaltplan) gar keinen richtigen BIAS Trimmer hat. Der sollte doch zwischen dem 33k und dem 10k nach dem Balance Trimmer hängen, da ist aber nichts..

cca88

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Zitat von: Mr. Lime am Apr 04, 2019, 08:57
Ich merk gerade, dass der Amp (siehe Schaltplan) gar keinen richtigen BIAS Trimmer hat. Der sollte doch zwischen dem 33k und dem 10k nach dem Balance Trimmer hängen, da ist aber nichts..

Wie frisch ist die Batterie in deinem Multimeter?

Die 550V kommen mir recht hoch vor - hab gerade erst wieder gelesen, daß es ein Kittyhawk ist...

Grüße
Jochen

iefes

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Zitat von: Mr. Lime am Apr 04, 2019, 08:06
...
5: 37V
6: 37V
...

Nur zur Sicherheit: Sind es tatsächlich 37V oder -37V ? Letzteres wäre wünschenswert. Wenn es +37V sind, dann stimmt wohl mit der Bias Versorgung etwas nicht. Du hast weiter vorn auch ein Foto vom Innenleben gepostet wo zwei Trimmer zu sehen sind. Haben die Nichts mit dem Bias zu tun? Laut Schaltplan jedenfalls gibt es keinen Bias-Trimmer.

darkbluemurder

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In der Tat - 37 V positiv an Pin 5 überlebt keine Röhre lange. Für eine EL34 wäre -37V das, was ich erwartet hätte.

Die Spannungen an Pin 3 dürften bei eingesetzten Röhren runter gehen, aber zuallererst muss die Biasversorgung stimmen.

Viele Grüße
Stephan
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Mr. Lime

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Zitat von: iefes am Apr 05, 2019, 08:47
Nur zur Sicherheit: Sind es tatsächlich 37V oder -37V ? Letzteres wäre wünschenswert. Wenn es +37V sind, dann stimmt wohl mit der Bias Versorgung etwas nicht. Du hast weiter vorn auch ein Foto vom Innenleben gepostet wo zwei Trimmer zu sehen sind. Haben die Nichts mit dem Bias zu tun? Laut Schaltplan jedenfalls gibt es keinen Bias-Trimmer.

Hab nun 2 verschiedene DMM probiert, beide spucken kein [-] Vorzeichen aus.
Kommt sowas öfter vor? Es wäre also denkbar, dass die bisher ausgetauschten Teile gar nicht die Übeltäter waren?
Jemand eine Idee wie das passieren kann? ???

Mr. Lime

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Hab jetzt nochmal gemessen, nachdem ich bei einem anderen Amp ebenfalls mal die Spannungen nachsehen wollte.
Hatte wohl verabsäumt, den Standby Schalter umzulegen, die Anodenspannung war jetzt auf etwa 470V gesunken, am Steuergitter jetzt auch -37V.
Draufhin hab ich die alten EL34 vom andern Amp mal testweise reingesteckt und siehe da - es lebt.
Kein Zeichen von Redplating, Funken oder pulsierender Lichtbogen.

Vielen lieben Dank für die Hilfe, ohne euch wär ich da angestanden.  :topjob:

Meine zahlreichen Bücher geben vielleicht Tipps bezüglich Signalwegabänderungen, aber leider keinerlei Aufschluss bezüglich Fehlersuche.
Jedenfalls hat die Situation ordentlich geholfen, mich auch für Endstufen und Spannungsversorgungsaufbau mehr zu interessieren.

Falls noch jemand einen Buchtipp für Fehlersuche /Ursachenbeschreibung hätte, dann wäre ich auch noch dankbar!

Geofex und Trainwreckpages hätte ich da mal gefunden..

Mr. Lime

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Der selbige Kitty Hawk macht schon wieder Probleme..

Wieder fängt er an zu klackern und der Lichtbogen verändert sich pulsierend in einer Röhre.
Gemessen:

Pin 3:  -458V
Pin 5:  -193V

Pin 3:  - 457V
Pin 5:  +24V

Die Steuergitterspannungen spinnen also wieder..
Wohl der nächste Vorwiderstand verabschiedet?
Habe aber 2k2 2W verbaut..  ::)


Athlord

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Schau Dir die Röhrensockel mal genauer an.
Möglicherweise sind da Funken übergeschlagen, das sieht man dann in Form von schwarzen Streifen.
Ich danke allen, die nichts zur Sache beizutragen hatten und trotzdem geschwiegen haben!

Mr. Lime

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..hab den Amp mal wieder ausgepackt und nehme nun die Fehlersuche wieder in Angriff..
Nach wie vor das Problem, dass eine Endstufenröhre einen eigenartigen Lichtbogen macht und der Output schwankt.

Nach wie vor scheinen die Spannungen nach den PI Koppel-C unsymmetrisch.
In rot die aktuellen Messwerte. Ich gehe davon aus, dass diese -29V an Pin 5 nicht sein sollten?
Ich vermute die Fehlerquelle beim fixed Bias Netzwerk, könnte es am 220k Widerstand liegen? Ohmisch gemessen scheinen beide okay zu sein.  ???

Hat jemand vielleicht eine Idee, was da falsch läuft?

iefes

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#24
Die -29V sollten hin kommen, ist die negative Gittervorspannung. Die 90V am Gitter der anderen Röhre sind verdächtig. Da leckt eventuell ein defekter Koppel-C die hohe Anodenspannung vom PI aufs Gitter.
Hab jetzt nicht das ganze Thema gelesen, aber das scheint mir auf den ersten Blick sehr suspekt.
Grüße!

Edit: Hätte mal genauer lesen sollen, sorry. Das kam hier schon mal zur Diskussion und ist natürlich nix neues.  :facepalm: :gutenmorgen:

cca88

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Zitat von: Mr. Lime am Jan 17, 2020, 04:13
..hab den Amp mal wieder ausgepackt und nehme nun die Fehlersuche wieder in Angriff..
Nach wie vor das Problem, dass eine Endstufenröhre einen eigenartigen Lichtbogen macht und der Output schwankt.

Nach wie vor scheinen die Spannungen nach den PI Koppel-C unsymmetrisch.
In rot die aktuellen Messwerte. Ich gehe davon aus, dass diese -29V an Pin 5 nicht sein sollten?
Ich vermute die Fehlerquelle beim fixed Bias Netzwerk, könnte es am 220k Widerstand liegen? Ohmisch gemessen scheinen beide okay zu sein.  ???

Hat jemand vielleicht eine Idee, was da falsch läuft?

die 220k sind immer "ohmsch" zu sehen  - was passiert mit den Spannungen jeweils an Pin5 wenn du die Endröhren ziehst?
wie sehen die Fassungen aus? Insbesondere zwischen Anode und Heizung?

kannst Du mal ein "Filmchen" oder aussagekräftige Bilder von den "Lichtbogenspielen" inder suspekten Endröhre machen?

Grüße
Jochen

PS: die "+90V" würden mir viel mehr Angst machen, als die -29V - auch wenn beide in jedem Fall daneben sind...
Da passt was nicht - und aber massiv - entweder die Art der Messung - oder whatever... Bei +90V am Gitter und 450V auf der Anode müsste eine EL34 glühen wie die Esse beim Schmid....
wie sieht es mit den Kathodenströmen aus?
wie sieht es mit den Schirmgitterspannungen aus? An der Fassung direkt

Mr. Lime

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Erstmal danke für das Engagement!

ZitatDie -29V sollten hin kommen, ist die negative Gittervorspannung. Die 90V am Gitter der anderen Röhre sind verdächtig. Da leckt eventuell ein defekter Koppel-C die hohe Anodenspannung vom PI aufs Gitter.
Hab jetzt nicht das ganze Thema gelesen, aber das scheint mir auf den ersten Blick sehr suspekt.
Grüße!

Edit: Hätte mal genauer lesen sollen, sorry. Das kam hier schon mal zur Diskussion und ist natürlich nix neues.  :facepalm: :gutenmorgen:

Die Koppel-Cs sind der erste Verdacht gewesen, daher wurden die auch gegen 100n Solen Fast (630V) ausgetauscht. Kurzzeitig schien das auch zu funktionieren.
Falls es nun wieder am Koppel-C liegt, was könnte diesen so kurzfristig killen?

Zitatdie 220k sind immer "ohmsch" zu sehen  - was passiert mit den Spannungen jeweils an Pin5 wenn du die Endröhren ziehst?
wie sehen die Fassungen aus? Insbesondere zwischen Anode und Heizung?

kannst Du mal ein "Filmchen" oder aussagekräftige Bilder von den "Lichtbogenspielen" inder suspekten Endröhre machen?

Grüße
Jochen

PS: die "+90V" würden mir viel mehr Angst machen, als die -29V - auch wenn beide in jedem Fall daneben sind...
Da passt was nicht - und aber massiv - entweder die Art der Messung - oder whatever... Bei +90V am Gitter und 450V auf der Anode müsste eine EL34 glühen wie die Esse beim Schmid....
wie sieht es mit den Kathodenströmen aus?
wie sieht es mit den Schirmgitterspannungen aus? An der Fassung direkt

Aktuelle Messungen in rot auf dem Schaltplan sind mit gezogenen Endsutfenröhren.
Anodenspannungen liegen bei 450V (anstatt 435V, die kommen aber wohl von 230V Netzspannung statt 220V)..
Heizung scheint 7,4V anzuliegen.

Kann gern ein Video machen, allerdings geh ich davon aus, dass die eine Röhre aus dem Duett sich nicht darüber freuen wird.

Welchen Spannungen nach den PI-Koppel-Cs wären denn zu erwarten? Leider fehlen mir hier die Erfahrungswerte.
Gemessen ist wie beschrieben mit gezogenen Endstufenröhren und ohne Gitarrensignal, Multimeter auf DC von Masse aus bzw. Masse von Pin 4,5 zu 9.
Pin 4 Schirmgitter seh ich 463V an beiden Sockeln. Kathoden liegen an Masse, wie messe ich die?

Stone

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Hi

Ich greife nochmal auf, was Athlord auch schon gefragt hat: wie sehen denn die Fassungen aus?

Gruß; Stone

cca88

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#28
Zitat von: Mr. Lime am Jan 18, 2020, 02:12
Erstmal danke für das Engagement!

Die Koppel-Cs sind der erste Verdacht gewesen, daher wurden die auch gegen 100n Solen Fast (630V) ausgetauscht. Kurzzeitig schien das auch zu funktionieren.
Falls es nun wieder am Koppel-C liegt, was könnte diesen so kurzfristig killen?

Aktuelle Messungen in rot auf dem Schaltplan sind mit gezogenen Endsutfenröhren.
Anodenspannungen liegen bei 450V (anstatt 435V, die kommen aber wohl von 230V Netzspannung statt 220V)..
Heizung scheint 7,4V anzuliegen.

SNIP

Welchen Spannungen nach den PI-Koppel-Cs wären denn zu erwarten? Leider fehlen mir hier die Erfahrungswerte.
Gemessen ist wie beschrieben mit gezogenen Endstufenröhren und ohne Gitarrensignal, Multimeter auf DC von Masse aus bzw. Masse von Pin 4,5 zu 9.
Pin 4 Schirmgitter seh ich 463V an beiden Sockeln. Kathoden liegen an Masse, wie messe ich die?

an den Koppel-Cs solltest Du exakt die negative Gitterspannung messen...
Die sollte bei gezogenen Endstufenröhren bei etwas unter -33V liegen - es fließt ja kein Strom - ausser über die 1M...

Da ist irgendwas ganz im Argen - Spar dir den Film

Koppel-Cs mal komplett auslöten und messen - und auch die Fassungen auf Schmodder, Isolationsprobleme, Kohleschmauchspuren, Insekten o.ä.  untersuchen

Grüße Jochen

Stone

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Zitat von: cca88 am Jan 18, 2020, 12:16
[..]

Fassungen auf Schmodder, Isolationsprobleme, Kohleschmauchspuren, Insekten o.ä.  untersuchen

Grüße Jochen

... ich hab's nur überflogen, aber für mich klingt es ganz nach Kontaktproblemen - ich würde sogar auf meine Lieblingskombination tippen: JJ Pentoden in Fender- bzw. Keramikfassungen (die "weißen") :-/

Gruß, Stone