TT-PI-18 V2020 Master nicht zu bändigen

Begonnen von stefanuno, Apr 28, 2020, 05:17

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stefanuno

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Hallo zusammen,

erst einmal vielen Dank für die Aufnahme ins Forum.

Ich habe vor geraumer Zeit den TT PI 18 V2020 Bausatz gebaut und bin im Grunde hellauf begeistert. Klingt super, kein Brummen und die Spannungen sind alle im Rahmen.

Einzige Ausnahme hier sind jeweils Pin 1 der Vorstufenröhren V1 und V2 mit
- V1a Soll: 116V Ist: 142V
- V2a Soll: 149V Ist: 179V
Diese Info nur der Vollständigkeit halber. Die scheinen mir noch im Rahmen zu sein aber korrigiert mich hier gerne.

Einzig den Masterregler kriege ich nicht in den Griff. Wenn ich den auch nur auf 9 Stelle brauche ich einen Gehörschutz. Nicht, dass ich mich über viel Output nicht freuen würde, aber der Amp ist in der Praxis nicht gut regelbar.

Ich habe die Potis noch einmal ausgebaut und nachgemessen und alle verhalten sich korrekt.

Mein Kit des PI 18 hat bereits die hier
https://www.tube-town.de/ttforum/index.php/topic,23776.msg242869.html#msg242869
im letzten Post erwähnten Anpassungen:
- R18 = 220k
- Kondensator 22nF zwischen Pin und Abgriff.

Im Schaltplan und im Layoutplan sind R18 und R32 vertauscht. Ich habe das Kit zuerst nach dem Schaltplan gebaut und dann testweise R18 und R32 ausgetauscht. Das Ergebnis war ein noch extremer reagierendes Master-Poti. Vermutlich nicht all zu überraschend nach dem oben verlinkten Post.

Vielleicht noch ein paar letzte Infos, die eventuell bei der Problemlösung hilfreich sein könnten:
- Der Effekteinschleifweg wurde zum Testen bereits ein und ausgebaut.
- Wenn ich in den Return des Effekteinschleifwegs reingehe lässt sich er Amp sehr gut über den Masterregler steuern.
- Der EQ verhält sich wie er soll, aber: Die Höhen müssen stärker als gewöhnlich reingedreht werden, damit der Amp frisch und hell klingt und die Bässe sind übermächtig. Ich drehe sie wirklich nur minimal rein um einen ausgewogenen Klang zu behalten. Der Klang des Amps ist dennoch ein Träumchen!

Habt ihr eine Idee, wie ich den Masterregler in den Griff bekommen kann?

Vielen Dank schon einmal fürs Durchlesen bis hier hin, ich freue mich über jeden Hinweis :)

Beste Grüße,
Stefan

Dirk

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Das hört sich nach einem Fehler im Aufbau an bzw. ein falscher Bauteilwert. Was steht auf dem Poti drauf ?

Gruß, Dirk
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stefanuno

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Hallo Dirk,

A1M

Ich habe es durchgemessen. Es arbeitet korrekt logarithmisch und geht bis 1 Megaohm

Dirk

Dirk M.
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dann suche mal in dem  Bereich um den Master nach dem Fehler.

Gruß, Dirk
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stefanuno

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Hallo Dirk,

nochmals danke für den Tipp.

Ich habe gestern und heute den Schaltplan noch einmal abgeglichen mit besonderem Augenmerk auf die Masterregion aber ich finde den Fehler einfach nicht. Alle Bauteile sind mittlerweile mehrfach auf verschiedenen Ausdrucken abgehakt, womit ich nicht sagen will, dass der Schaltplan nicht stimmt, sondern nur, dass ich den Fehler einfach nicht finde.

Wenn ich den Gain sehr niedrig einstelle verhält sich das Masterpoti gut. Sprich wenn ich bei sehr sehr niedrigem Gain den Master hochregle klingt es für mich linear und genau wie ich es erwarten würde. Die Lautstärken werden trotz sehr sehr niedrigem Gain am Ende des Masterregelweges erheblich und sind definitiv im Bereich "besser mit Gehörschutz".

Bei Gain auf 4-5 Uhr bin ich mit dem Master auf 9 schon auf Punkband Proberaumlautstärke.

Ich jage das Problem bereits fast einen Monat (nicht täglich aber regelmäßig) und habe das Board mittlerweile 2x wieder draußen gehabt, die Sockel neu gelötet, die Bauteile kontrolliert und teilweise wieder ausgelötet und nachgemessen. Das Forum ist jetzt noch der letzte Anker bevor ich sage: Na dann dreh ich die Büchse halt nicht so weit auf. Leben kann ich damit vermutlich aber ich will das Projekt auch korrekt abschließen, eigener Anspruch bla bla. :)

Rene2097

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Zitat von: stefanuno am Apr 30, 2020, 05:14
Bei Gain auf 4-5 Uhr bin ich mit dem Master auf 9 schon auf Punkband Proberaumlautstärke.

Hallo,

meiner Erfahrung nach ist das bei einem Verstärker mit dieser Leistung normal. 20 Watt sind kräftiger als man denkt.

René

Dirk

Dirk M.
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Bevor es jetzt zu Missverständnissen kommt nochmal zur Sicherheit eine kleine Rückfrage:
ist dir der Verstärker bei Master auf 9 Uhr schon zu laut oder hat der Verstärker bei dieser Stellung bereits die maximale Lautstärke erreicht und ein weiteres Aufdrehen des Masters bringt keine bzw. nur noch eine sehr geringe Lautstärkeänderung ?

Gruß, Dirk
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stefanuno

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Hallo René, Hallo Dirk,

@René: Das kann natürlich sein und erscheint mir immer wahrscheinlicher. So krass habe ich es bisher noch nicht erlebt. Der JCM800 eines Kollegen verhält sich wohl ähnlich. Wir hatten das Thema gestern in dem wöchentlichen Band-Videochat -.-

@Dirk: Der Verstärker ist auf 9 einfach super laut. Wenn ich ihn weiter aufdrehe kommt definitiv noch mehr Lautstärke. Ich werde mich später im Keller einbunkern und den Master noch mal etwas weiter kitzeln um das noch genauer beschreiben zu können.

Dirk

Dirk M.
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Dann ist es wie Rene vermutet hatte.

Viele Leute haben immer wieder Probleme mit der Einschätzung der Lautstärker im Zusammenhang mit der Leistung.
Zur Orientierung: schau Dir mal das Datenblatt eines Gitarrenlautsprechers an. Dort wir der Schalldruck bei 400 Hz bzw. 1 KHz angegeben, gemessen bei 1 Watt im Abstand von 1 m. Die Werte liegen hierbei in der Regel deutlich über 90 dBA. Jetzt such Dir einen "Vergleichwert" heraus um besser einschätzen zu können, wie laut dies dann in der Praxis ist. Auf die Schnelle habe ich diese Tabelle gefunden: https://www.hoerex.de/service/presseservice/trends-fakten/wie-laut-ist-das-denn.html
Somit sollte Deine Beobachtung stimmen und der Verstärker funktioniert eigentlich wie er soll.

Gruß, Dirk
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stefanuno

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Hallo Dirk,

ich habe gerade parallel noch einen Beitrag verfasst, den ich noch schnell loswerden will.

ich habe das Ganze gerade im Keller noch einmal durchexerziert. Anbei ein Video mit dB-Messgerät und zwei Einstellungen.

Einstellung 1: Gain auf 9 Uhr, Master auf 10 Uhr -> Ohne Gehörschutz nicht zu spielen. ~104 dB
Einstellung 2: Gain auf 3-4 Uhr, Master auf 9 Uhr -> Ohne Gehörschutz nicht zu spielen.  ~106 dB

Das Messgerät soll keine genaue Referenz sein, nur ein Anhaltspunkt in welcher Region ich mich da schon befinde.
Die Box hat einen 1x 12 Eminence The Governor 8 Ohm Speaker, zugegebenermaßen schon ein recht lauter Kollege.

Dropbox-Link zum Video (ca 55 Mb):
https://www.dropbox.com/s/c1hssnpvk6jakf0/20200502_125923.mp4?dl=0

Aber die Aussage bleibt: Das Biest ist einfach schweinelaut, ja?

Vielen Dank für die Meinungen und Tipps soweit!

cca88

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Zitat von: stefanuno am Mai 02, 2020, 01:33
Hallo Dirk,

ich habe gerade parallel noch einen Beitrag verfasst, den ich noch schnell loswerden will.

ich habe das Ganze gerade im Keller noch einmal durchexerziert. Anbei ein Video mit dB-Messgerät und zwei Einstellungen.

Einstellung 1: Gain auf 9 Uhr, Master auf 10 Uhr -> Ohne Gehörschutz nicht zu spielen. ~104 dB
Einstellung 2: Gain auf 3-4 Uhr, Master auf 9 Uhr -> Ohne Gehörschutz nicht zu spielen.  ~106 dB

Das Messgerät soll keine genaue Referenz sein, nur ein Anhaltspunkt in welcher Region ich mich da schon befinde.
Die Box hat einen 1x 12 Eminence The Governor 8 Ohm Speaker, zugegebenermaßen schon ein recht lauter Kollege.

Dropbox-Link zum Video (ca 55 Mb):
https://www.dropbox.com/s/c1hssnpvk6jakf0/20200502_125923.mp4?dl=0

Aber die Aussage bleibt: Das Biest ist einfach schweinelaut, ja?

Vielen Dank für die Meinungen und Tipps soweit!

Wenn es ein 2204 wäre - was er jawohl auch fast ist - dann würde ich sagen - ganz normal...

Ich glaub nicht, daß er bei 9||9 noch lauter ist, sondern nur noch mehr "abgefüttert" klingt

Grüße
Jochen

stefanuno

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Hallo Jochen,

Du hast vollkommen recht, die Aussage "der ist schweinelaut" ist Quatsch. Man sollte nicht schreiben, wenn einem die Ohren noch klingeln ;) Wenn ich den Master weiter aufdrehe sättigt er noch weiter und wird nicht mehr viel lauter.

Aber ist der Regelweg des Masters korrekt so? Er ist gefühlt sehr früh an dem Punkt, wo er nur noch sättigt. Das meinte ich mit "der Master ist nicht zu bändigen"...

Viele Grüße
Stefan

cca88

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Zitat von: stefanuno am Mai 02, 2020, 02:38
Hallo Jochen,

Du hast vollkommen recht, die Aussage "der ist schweinelaut" ist Quatsch. Man sollte nicht schreiben, wenn einem die Ohren noch klingeln ;) Wenn ich den Master weiter aufdrehe sättigt er noch weiter und wird nicht mehr viel lauter.

Aber ist der Regelweg des Masters korrekt so? Er ist gefühlt sehr früh an dem Punkt, wo er nur noch sättigt. Das meinte ich mit "der Master ist nicht zu bändigen"...

Viele Grüße
Stefan

Hallo Stefan,
wie bereits oben geschrieben - bei einen JMP2204 ist das exakt das "normale" Verhalten...

Grüße
Jochen

Dirk

Dirk M.
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#13
Man könnte durch Anpassung der Spanungsteiler in der Vorstufe den Pegel reduzieren. Dies wirkt sich aber auch immer auf den Klang aus ! R11 und R12 bilden einen Spannungsteiler vor der dritten Stufe, dieser entspricht einem Linear-Poti von 1 M, welches dann halb auf gedreht ist. Die Änderung des Teilerverhältnisses reduziert oder erhöht dann den Pegel. An dieser Stelle an zu setzen wäre meiner Meinung nach am unkritischsten. Also statt 1:1 einfach mal auf 1:2 oder 1:3 gehen. Die Widerstände sind ja schnell getauscht oder gedoppelt.

Gruß, Dirk
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Hallo Stefan,

ich habe meine PI18 gerade fertig. Ich habe das NFB steckbar gemacht weil ich den Einfluss hören wollte.
Das Verhalten was du beschriebst habe ich ohne NFB, da ist der Master fast nicht brauchbar. Mit NFB regelt er schön sanft ein und dosiert auch noch in höheren Stellungen.

Grüsse

Andreas