Alu-Gehäuse lackieren --> Fender Surf Green

Begonnen von iefes, Mai 28, 2020, 08:09

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iefes

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YaBB God
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Hi Leute,

habe mir ein Spring-Reverb mit Opamps und Transistoren gebaut (habe mich dabei zu großen Teilen an den ausführlichen Artikeln von Rod Eliot orientiert). Es läuft über ein 12V AC Netzteil, woraus intern +/- 12VDC gemacht werden. Angetrieben wird ein kurzer 8 Ohm Tank und das Ganze klingt richtig gut!

Wie auch immer, ich möchte die Schaltung mitsamt Halltank in ein Hammond 1444-16 Gehäuse packen und wie ein Effekt-Pedal verwenden, also mit Fußschalter (soft Taster) usw. Das Gehäuse möchte ich gern Surf Green lackieren.

--> Welche Farbe nehme ich dafür am besten? Die entsprechende RAL Nummer wäre wohl am ehesten 6019 (weiß-grün).

Ich bin lackier-mäßig nicht so versiert leider. Würde am liebsten mit der Spray-Dose lackieren, weil ich mir erhoffe, dass ich da weniger Nasen produziere und es insgesamt gleichmäßiger wird.

Hat schon jemand mal ein Alugehäuse mit Surf Green lackiert? Welche Farbe könnt ihr mir empfehlen? Kann man theoretisch auch einen Nitro-Lack nehmen, der sonst für Gitarren verwendet wird? Gibt da ja Anbieter, die "authentische" Farben anbieten. Weiß aber nicht, ob die Farbe dann auf dem Alu auch halbwegs hält...?

Habt ihr Ideen?  :)

Danke und Gruß

Dirk

Dirk M.
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YaBB God
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Wenn ich mir anschaue was auf den Alu-Gehäusen normalerweise für ein Dreck drauf ist, dann ist auf alle Fälle eine ordentliche Grundreinigung notwendig bevor Farbe drauf kommt und ob die ohne Grundierung und Aufrauen hält ?  ??? ??? ??? ???
Was ich schon bei den Druckgussgehäusen getestet habe ist Hammerschlaglack. Der hält sehr gut und lässt sich auch gut verarbeiten. Ferner soll es auch Sets für Pulverbeschichtung geben, welche man dann zu Hause im Backofen durchführen kann. Das habe ich aber bis jetzt nicht in der Praxis gesehen.
Ich würde mal zum nächsten Autolackier gehen und dort nachfragen, das geht oftmals schneller, unkomplizierter und preiswerter als man denkt.

Gruß, Dirk

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iefes

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YaBB God
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Danke Dirk!

Ja, die Dinger muss man vorher gut reinigen, das stimmt. Ich hab schon einige Gehäuse mit NaOH geätzt und dann die Vertiefungen lackiert (siehe Beispiel im Anhang), das geht auch nur nach einer richtig ordentlichen Reinigung mit Aceton und Abschleifen.

Den Autolackierer behalte ich mir mal im Hinterkopf, das ist sicher eine gute Idee. Frage mich aber, ob die sich mit so kleinen Aufträgen abgeben? Lohnt sich das für die, gerade bei so einer eher außergewöhnlichen Farbe? Nun, einen Versuch ist es wert.  :)

Hammerschlaglack gefällt mir für diese Anwendung von der Optik nicht so richtig.

Ansonsten versuch ichs einfach mal mit einem 0815 Lack der für Alu vorgesehen ist. Will das Teil ja auch nicht Benutzen um Nägel in die Wand zu schlagen  ;D

smid

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YaBB God
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Hi Yves,

in Baumarkt (bei uns der mit den drei Buchstaben) gibts doch inzwischen Mischsysteme, die können jeden Ton nach RAL/NCS/lokaler Palette. Sowohl in Wandfarbe als auch in Universallack. Mit einer guten Grundierung sollte das doch auch auf nem Alu-Druckguss-Gehäuse gehen.
Ich hab nen alten Bauwagen mit so Kram vor 5 Jahren Schwedenrot gestrichen, nicht mal vorher saubergemacht. Bisher kein einziger Abplatzer, trotz regelmäßigem Fußballbeschuss (zum Glück hat das Ding Fensterläden....)

VG
Andreas

iefes

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Danke Andreas, stimmt eigentlich. Nach erstem Suchen bin ich sowieso nicht so recht bei Spraydosen fündig geworden. Dann muss ich mir eben Mühe geben beim Pinseln  ::)

corne

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Hi Yves,

Also welche Farbe auch gut auf fast allen Untergründen hält sind diese "Emaille-Farben" von Revell (Modellbau). Die gibts in vielen Farbtönen und kosten nicht viel. Ein Napf reicht locker für einen Treter. Diese Farbe trocknen auch ziemlich schnell. Hier liegt aber gleichzeitig auch der Nachteil: Beim Auftragen verlaufen die Pinselstriche nicht ineinander, weil die Farbe so schnell anzieht. Da sieht man halt hinterher die Pinselstriche. Man kann aber die Farbe mehrfach auftragen und hinterher mit feiner Körnung schleifen, dann bekommt man eine (matte/seidenmatte) gleichmäßige Oberfläche. Die Farbe hält sehr gut, man muss auch vorher weder Grundieren noch sonst irgendwie vorbereiten.  Ich habe damit schon erfolgreich Fliessen bemalt ohne das die Farbe wieder runterkam. Da wäre eventuell auch Spritzen eine Option, weiss aber nicht ob sich diese Farben dafür eignen. Ich glaube die Airbrush-Farben von Revell sind auf Wasserbasis, also ein anderer Typ Farbe.
Gruss, Corne
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bluesfreak

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#6
Servus,

nicht billig aber damit hättest Du Surfgreen in Nitro: https://www.gitarrenbastler.de/product_info.php?products_id=79
Alternativ nach Dupont #2461 Ausschau halten oder mit diesem Hex Code zum Farbmischer gehen:  #b4cfb0

Gruß
blues

sjhusting

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Surf green war ein Autofarbe. Wie fast alle custom colors außer Fiesta Red.

Ich habe amp chassis bei meine lokal befreundete Auto Carrosserie lackieren lassen (Farbe und clearcoat nach Beschriftung). Hat mir jeweils eine Kiste Tannenzapfel gekostet.

Als alternativ.

Steven

corne

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Tannenzäpfle...  Lecker  ;D :bier:
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geowicht

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Auch lecker. s. Anhang
:bier:

iefes

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Ui, sind ja noch einige Antworten reingekommen. Da ist man mal einen Tag unterwegs ...  ;D

Danke für eure Tipps!  :topjob:

@corne: Schnell anziehend ist für meine schlechten Lackierkünste eher ungeeignet befürchte ich.  :-\
@blues: Ja, ich tendiere im Moment fast zu so einer Lösung. Die Frage ist, wie gut das Zeug auf Aluminium hält, aber es wurde ja ursprünglich für Autos verwendet, von daher ...?
@Steven: So eine Lösung wäre mir auch am liebsten, aber mit Autolackierern hatte ich bisher noch nichts zutun, daher gibts auch keinen befreundeten. Ich schätze in der Stadt hier (Mainz) sind die nicht für Kleinigkeiten zu haben, aber da kann ich mich auch täuschen.

Mit einem Tannenzäpfle (oder zwei) könnte ich mich auch sehr gut anfreunden! Das Weizen aus diesem Hause hab ich noch gar nicht versucht  :o

:bier:

sjhusting

Gast
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Zitat von: iefes am Mai 30, 2020, 06:47

Mit einem Tannenzäpfle (oder zwei) könnte ich mich auch sehr gut anfreunden! Das Weizen aus diesem Hause hab ich noch gar nicht versucht  :o

:bier:

Sie machen auch die einzige richtig gut alkoholfrei

stephan61

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Steven,
meinst Du alkoholfreies Weizen oder Pils? ???
"It must schwing!"

sjhusting

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iefes

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Habe das Gerät mittlerweile annähernd fertig. Klanglich wirklich klasse!  :topjob: Optisch joa...geht schon  ;D
Hatte mir Acryl Lack RAL6019 (annähernd Surf Green) bestellt und das Gehäuse damit besprüht. Leider kann ich das wohl nicht so, habe zwischen den Lack-Schichten nicht lang genug gewartet und nun hat der Lack teilweise Risse bekommen, da er in den untersten Schichten immer noch trocknet. Außerdem hat er sich etwas aufgewölbt an den Stellen, wo Schrauben oÄ verbaut wurden. Ich hab zwischen den Schichten schon jedes Mal ein bis zwei Tage gewartet und den Klarlack hab ich auch schon vor 4 oder 5 Tagen drauf gebraten, aber ist trotzdem noch nicht komplett durchgetrocknet scheinbar (Der Klarlack sollte angeblich nur ca 60 min trocknen, hab ihm schon drei Tage gegönnt bevor ich alles zusammengebaut habe).

Nunja, unten seht ihr ein Foto, aber darauf sieht man die Fehler im Lack nicht  ;D Es handelt sich technisch gesehen um einen Federhall ("Resonator Reverb"). Wird betrieben mit einem 12VAC Netzteil, daraus wird intern eine bipolare 12V Spannung gemacht. Als Treiber nutze ich eine Hälfte eines NE5532 geboosted mit einem komplementären BJT-Paar. Damit wird ein Accutronics 8AB-Tank angeblasen. Die Ideen und Schaltungs-Vorlagen dafür habe ich von der sehr ausführlichen Seite von Rod Elliott. Habe aber auch Ideen von mir oder aus anderen Schaltungen eingebaut und ebenfalls Tipps hier aus dem Forum aufgegriffen. Die Platine hab ich mir selbst geätzt. Mit einigen Bauteilwerten musste ich viel herum probieren, bis es gepasst hat, aber es hat sich gelohnt.

Bypass-Switching mache ich mit einem Taster (wegen der Erschütterungen), der einen NE555 triggert und darüber ein Relais schaltet. Die Schaltung hab ich mir zurecht geschnitzt. Funktioniert wirklich gut! Dafür werde ich mir Platinen machen lassen. Ich war verwundert, dass es noch kein erprobtes Switching Projekt mit NE555 in der DIY Welt gibt. Finde ich deutlich einfacher als mittels µC, aber kann natürlich auch nicht so viel.

Ich bin echt ziemlich zufrieden mit dem Klang, weniger mit der Optik, aber ist ja auch nur ein Prototyp. Die nächste Iteration ist schon in Planung, da werde ich die Schaltung etwas "verbessern" und universeller machen.

Wenn es hier jemanden genauer interessiert kann ich meine Pläne an entsprechender Stelle mal veröffentlichen, aber ist halt kein Röhren-Projekt (klingt aber trotzdem absolut klasse!).