Biasprobleme Matamp GTO/L

Begonnen von Grism, Nov 24, 2023, 12:07

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carlitz

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Es klingt irgendwie nach einem Masseproblem.

Könntest Du mal ein Foto deines Aufbaus rund um den PI einstellen?

Wo hast Du den Massepunkt des PI angeschlossen?
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carlitz

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YaBB God
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Du schreibst "Ausgang des PI"

Das heißt, Du schaltest beide Ausgänge an Masse?
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Grism

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Der Switch sitzt nach C2, heißt er schaltet beide Systeme stumm.
Die Masse des PI geht direkt vom PI zum Starground, weiter vorne laufen hier noch die Masse von der Klangregelung, V1/V2 und Input zum PI und dann weiter zum Starground.
Die jeweiligen Elkos der HV liegen bei allen 3 12ax7 masseseitig zwischen den Massen der Kathoden auf Ground.

carlitz

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Habe eine solche Beschattung eines PI noch nicht gesehen.

Da muss jemand helfen.....
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Grism

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Das wurde weiter vorne bereits diskutiert, ist generell ein funktionierendes selfbalancing Design

Grism

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Mir war das auch unbekannt.

Grism

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Hier das Zitat von Helmholtz
Zitat von: Helmholtz am Dez 14, 2023, 10:02
Das ist ein (self-balancing) Paraphase PI.
Die Eingangstriode (im Bild rechts) verstärkt und die andere Triode folgt mit einer Verstärkung von 1 (durch Anode-zu-Gitter-GK) und invertiert.
http://valvewizard.co.uk/paraphase.html

Der PI selbst produziert keinen Brumm (es sei denn, die Röhre hat schlechte Kathoden - Heizfaden -Isolation).

carlitz

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Dankeschön, man lernt doch immer etwas dazu.
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Grism

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Guten Morgen,
Nach Rücksprache mit Matamp sehen sie das Problem nicht im PI, eher in der Energieversorgung/Bias, ohne konkreter zu werden.
In aktuellen Modellen wird der PI immer noch so verwendet, mit leicht geänderten Werten:
Alle 330k sind nun 220k, alle 1M sind nun 330k, vor dem Input geht ein 470k auf Masse.
Wäre es ein Versuch, die Werte bei mir entsprechend zu ändern?
Man sagte mir, der PI verstärkt sehr hoch, weswegen das Brummen tendenziell aus den Stufen davor rührt, was aber durch auf masselegen des Inputs des PI bereits negiert wurde, hier warte ich noch auf eine Antwort.
Habe auch nochmal eine JJ gesteckt, um die Röhre an sich (neue Sovtek LPS) als Fehlerquelle auszuschließen.
Wie würdet ihr weiter vorgehen?
Meine aktuelle Ultima ratio wäre es, den PI komplett auf alte Orange/Matamp umzubauen.
LG Chris

carlitz

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Ich glaube nicht, dass ein Umbau des PI hilft.

Wenn der Eingang des PI auf Masse liegt, wird alles was vorher brummt kurzgeschlossen und es brummt nicht mehr.

Ist die Masse der Bias Versorgung ok? Ist der PI an der selben Masse wie die Bias Versorgung angeschlossen?

Lege mal den PI Eingang auf eine Buchse und spiele direkt mit einer Gitarre rein (Mit 1MOhm gegen Masse, Eingangskondensator nicht vergessen). Brummt es dann auch?
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Grism

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Wenn der Eingang des PI auf Masse liegt, brummt es weiterhin, nur wenn der Ausgang des PI auf Masse liegt, brummt es nicht mehr.
Die Biasversorgung liegt auf dem Board der Endstufen, hier geht die Masse vom AÜ aufs Board, alle Massen der Endstufe plus Bias per Einzelleitung dann auf den Starground.
Ich müsste mal schauen, ob ich die Masse des Bias separiert bekomme von der Endstufe, und sie dann zum PI legen kann.
Komme aber erst morgen wieder zum Amp.
Danke schonmal für die Anregung!

_peter

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Hallo,

Zitat von: Grism am Feb 09, 2024, 10:55
Habe auch nochmal eine JJ gesteckt, um die Röhre an sich (neue Sovtek LPS) als Fehlerquelle auszuschließen.

eine oder ein Quartett/Duett?

Hast du mal versucht, eine saubere externe Bias-Spannung zuzuführen, um den Aspekt endgültig auszuschließen?

Eine Anregung: Der Thread ist inzwischen sehr lang. Es bietet sich unter Umständen an, in einem Beitrag nochmal zusammenzufassen, "was bisher geschah". Also möglichst exakt die Fehlerbeschreibung und die bisher gestarteten Analysen und Änderungen. Und was die bewirkt haben oder nicht. Das bringt mehr Systematik rein und du erhöhst die Chance, dass neuer Input kommt.

Ich erinnere mich z.B., dass es am Anfang neben dem Brummen ein Problem mit plötzlich eintretendem Red Plating gab. Ist das inzwischen erledigt? Stehen beide Sachen in Zusammenhang?

Und nochmal zum Thema Röhren (das ist jetzt wieder ins Dunkle geschossen):
Ich hatte vor Weihnachten zwei Quartette (JJE34L) bestellt, die beide irgend eine Schmiere an den Pins hatten. Diese hat für krassesten Bias-Drift gesorgt, dessen Ursache ich natürlich ewig lang in der Schaltung gesucht habe. Mal war fast nichts, mal ist der Ruhestrom über viele Minuten ganz langsam hochgefahren, mal gab es gleich Red Plating. Bei so langen Suchen, ist es eben häufig etwas Simples, was man einfach nicht im Blick hatte.

Gruß, Peter
vintagevalveamps
Der Imperativ von "messen" lautet: miss!

Grism

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Lieber Peter,

Das ist ebenfalls ein guter Hinweis, es wird mittlerweile recht unübersichtlich.
Das Redplating hat sich nach dem Tausch der Biaspotis nicht mehr gezeigt, hatte den Amp mittlerweile doch einige Stunden am Laufen.
An den Pins der Endstufe ist mir nichts aufgefallen, schau ich morgen trotzdem nochmal nach.
Hatte zum testen allerdings die ganze Zeit ein Duo EL34 drin, seit ca. 2 Wochen das Quartett 6CA7.
Die Sovtek LPS ist die PI-Röhre, die ich nochmal gegengecheckt hatte.

LG Chris

Grism

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Hallo zusammen,
Habe die Masse des Bias an den PI gelegt, keine Änderung am Verhalten.
Habe den aktuellen Masseverlauf einmal skizziert und angehängt.
Mit dem Oszi ist mir aufgefallen, dass an Pin 6 des PI eine recht große und schöne Kurve der Restwelligkeit zu sehen ist, an Pin 1 ist sie eher unschön krisselig und ca. halb so groß in der Ampltitude. Gespeist aus der gleichen HV, die keine Auffälligkeiten zeigt.
Die externe Biasversorgung und direkt mit der Gitarre auf den PI zu gehen muss ich noch erledigen, ebenso wie einen Ablauf der bisherigen Maßnahmen zu verfassen.
LG Chris

Grism

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Kurzer Nachtrag, die Pins der Röhren sind sauber. Habe mangels einer Gitarre einfach ein Kabel in den FX-Return gesteckt (der geht direkt auf den PI), machte keinen Unterschied. Mit dem Hinweis auf den 1MOhm gegen Masse ist mir aufgefallen, dass der PI keinen Gitterableitwiderstand hat, habe am Return einen 1M gegen Masse eingelötet, ohne Effekt. Oder muss der direkt an den Sockel?
LG Chris