Es ist ziemlich verworren.
Ja, der Amp brummte schon etwas vor dem Umbau der Vorstufe. Aber das Problem war schnell gelöst, nämlich die Siebelkos waren schon 20 Jahre alt obwohl der Amp 2021 hergestellt wurde. Also diese Elko waren von 2006, die da verbaut waren. Also erneuerte ich die Elko, erhöhte etwas ihre Kapazität (statt 20 / 10 / 10 yF erhöhte ich auf 33 / 20 / 20 yF) und der Amp brummte nun tatsächlich weniger also normal, wie so ein kleiner Champ eben brummt. Ich weiß die 33 yF sind grenzwertig bei der 5Y3 aber ein Kumpel in Wien hat auch diesen Amp und genau die letzteren Werte ohne Gefahr für die 5Y3 problemlos schon länger eingebaut. Beim abschließenden Test also, fand ich und der Spieler, daß jedoch die Feedbackanfälligkeit zu hoch sein und so eben die Vorstufe von der normalen 2x Triodenschaltung auf den Kathodenfolger umgebaut werden sollte. Das habe ich früher schon einmal gemacht, nur war da dann hinten eine PP (mit PI) Stufe und 2xEL84 dahinter und eben ein Diodengleichrichter. Dort funktionierte und funktioniert der Amp einwandfrei und hat somit kaum feedback. (Siehe Redneck schematic)
Auch jetzt höre ich (neben dem Brummen) , daß die Vorstufe funktioniert und sogar den gewünschten cremigen Sound bringt, also für mich ist somit die Kathodenfolger Vorstufe richtig aufgebaut worden. Nun, nachdem ich die Vorstufe umgebaut hatte, ließ ich erstmal die Negative Feedback Leitung in der PA weg, denn die brauche ich ja nicht mehr und ich hätte auch nicht gewußt, wo ich die am besten hätte anschließen können, denn die Kathode der 2 Triode war ja jetzt der Ausgang der Vorstufe also des Kathodenfolgers. Vielleicht fehlt nun die NFB Leitung und die Röhre (6V6) brummt deshalb? Kann ich mir aber nicht gut vorstellen. Das Problem für mich ist, daß ich jetzt die Endstufe sogar von der Vorstufe trennen kann und sie (die Endstufe 6V6) brummt immer noch sehr stark. Es ist also nicht die Vorstufe schuld an dem Brumm. Ich vermute, bei dem Umbau habe ich irgendwas verschlimmbessert, aber da ich keinen richtigen Schaltplan habe ist es schlecht dass einzukreisen. So begann ich zu messen und hatte tatsächlich die knapp 5 V Wechselspannung neben der B+ 350V Gleichspannung, auf der Anode an Pin 3 der 6V6. Pin 4 hat 325 V, das ist das Schirmgitter. ich muß irgendwas während des Umbaus verändert haben was mir das Brummen eingebracht hat. Die beiden Fragen oben im Post, sind für mich zur Sicherheit, daß ich hier prinzipiell nichts falsch verdrahten will (deshalb die Frage 1) und weil ich die Röhre 5Y3 GT noch nie hier hatte (deshalb die Frage 2). Sind diese beiden obigen Fragen soweit geklärt, würde ich anfangen die Schaltung nochmal komplett aufzunehmen und zu vergleichen ob sich da irgendwo ein Kabeldreher oder eine falsche Pin Belegung versteckt, die ich mir höchstwahrscheinlich selber eingebaut habe. Ich weiß das klingt alles verworren aber so ist die Situation. Wenn ich die Schaltung von dem Harp Gear II hätte, wäre ich sicherer. Aber vielleicht hilft tatsächlich nur Leitung für Leitung durchgehen. Es geht mir also in obigem Post erstmal darum die Stellen zu klären, bei denen ich ein unsicher bin also 1.Frage : single ended Mode nach einem Kathodenfolger (Geht das so einfach?) 2. Frage: die unbekannte 5Y3GT mit der direkt beheizten Kathode. Sorry für das lange Geschwafel aber ich hatte sowas auch noch nicht. Ich hoffe Ihr versteht mich jetzt besser.
Gruß BGE (aka drstrange)
(Bin die nächste Woche unterwegs)
PS:
Als Anhang hänge ich gleich noch mal die von harpamps.de für private Zwecke veröffentlichte Schaltung eines Rednecks an, die auch diesen Kathodenfolger hat, aber eben danach PP und einen Diodengleichrichter. Im Gegensatz zu dem Harp Gear II hier mit Single ended und 5Y3GT.