Ex-Hybrid

Begonnen von Saucerman, Apr 12, 2007, 05:13

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Saucerman

*****
YaBB God
Beiträge: 392
Gespeichert
Hi,
Also gebaut habe ich mit Transistoren noch keine Endstufen, aber ich probier es einfach mal, nachdem ich mich jetzt reichlich informiert habe.
So schwer kann das damit ja wohl nicht sein, ist ein einfacher Baustein.

Eine Röhrenendstufe kommt wegen den Kosten im Moment leider nicht in Frage, und hatte ich eigentlich schon als ich die erste Zeichnung des Amps gemacht habe ausgeschlossen. Erst dachte ich an eine SE Mosfet Endstufe, und dann ist mir dieser Baustein zufällig über den Weg gelaufen.
Also ich probier das damit einfach mal ;)
Evtl. könnte ich mir vorstellen eine passende Röhrenendstufe später zu bauen, und dann einfach mit der Vorstufe zu verbinden.

Ich baue aber als erstes mal die Vorstufe so auf, und probiere, wie die sich anhört, und wenn die gut ist, lass ich mir Chassis anfertigen, und dann wird das vernünftig gemacht. (als Vorbild der Mueller Classic und Hiwatt!).

Gruss
D&R 8000.

Saucerman

*****
YaBB God
Beiträge: 392
Gespeichert
ES GEHT LOS!


Dirk hat wieder super schnell gearbeitet (Dirk ist einfach der Beste! ), und die Teile sind heute angekommen.
Habe eben das Eyelet-Board fertig gemacht.
D&R 8000.

mac-alex_2003

*****
YaBB God
Beiträge: 2.570
Gespeichert
Da die Schaltung, sagen wir mal nicht sehr geradeaus konzipiert ist und Du auch die meisten Werte noch nicht eingetragen hast drängt sich mir die Frage auf: Hast Du zumindest die Sound-Schaltungen mal getestet?

Grüße,
Marc

Saucerman

*****
YaBB God
Beiträge: 392
Gespeichert
Ja,
ich habe vor einem Jahr ca. mal einzelne Stufen in meinem (nicht mehr existierenden) "Experimentierkasten" ausprobiert, und fein dran rumgetüftelt.
Als Vorlage dienten dabei Marshall-Stufen.
Ich habe mir jetzt nicht mehr die Mühe gemacht, die Werte in Eagle einzutragen, habe die gleich im Layout (auf Papier) eingetragen.
Und wenn nacher was doch nicht passt, kann ich das immer noch austauschen.

PS: Sorry, dass das Bild S/W ist, ist mir eben beim Verkleinern aus Versehen passiert. ::)
D&R 8000.

Saucerman

*****
YaBB God
Beiträge: 392
Gespeichert
Aktueller Plan noch mal:

D&R 8000.

Saucerman

*****
YaBB God
Beiträge: 392
Gespeichert
So weit bin ich jetzt mit dem Board.
Fehlen nur noch ein paar Teile.
Danach muss ich die ganze Steuerungstechnik auf Platine arbeiten.
D&R 8000.

Saucerman

*****
YaBB God
Beiträge: 392
Gespeichert
So,
ich habe jetzt die Vorstufe mal auf einem Testgehäuse aufgebaut.
Ergebnis: Finetuning, und dann ins "richtige" Gehäuse.
Die beiden 4-Modi-Schalter sind richtig nützlich, sodass man echt in Kanal A von super-clean bis medium Crunch kommen kann.
Auch der Hi/Low Schalter an der V1a wirkt sehr gut. So kann man mit einem PU mit wenig Output die gleiche Zerre erreichen, wie mit einem High-Output-PU; sehr anpassungsfähig ;)
Gruss, Arno
D&R 8000.

Tube_S_Cream

*****
YaBB God
Beiträge: 904
Gespeichert
#22
Ich vermute mal, eine Erfahrung mit Transistorschaltungstechnik liegt hier überhaupt nicht vor...
OPs ohne Gegenkopplung.... Signalankopplung aus ner ECC83 direkt in nen TL072... Wo ist überhaupt die Schaltungsapplikation für den TDA her? Auf jeden Fall gibt das Teil hier nach kürzester Zeit einen Haufen zerschossener Halbleiter....

Die Endstufe dürfte eigentlich gleich nach dem Einschalten sterben: Der Chip arbeitet in Brückenschaltung (BTL) , als zwei gegenphasig arbeitende Endstufen. In deiner Schaltung schließt Du eine Hälfte gegen Masse kurz. Der andere Output legt dir dann mal eben die halbe Betriebsspannung auf den Speaker und kocht den ab!!!!
Sorry, wenn das jetzt ein klein wenig aggressiv klingt, aber ein bisschen Vorkenntnis ist für sowas schon wichtig....

Gruß

Stefan

Saucerman

*****
YaBB God
Beiträge: 392
Gespeichert
Ich habe doch geschrieben, dass ich jetzt alle Transistoren aus dem Signalweg rausgenommen habe, oder?

Den Schaltplan für den TDA habe ich im Netz gefunden, und auch nicht richtig auf dem großen Schaltplan ausgeführt.
Das mit dem gegen Masse schalten weiss ich, und werde ich auch nicht machen (hab die Endstufe ja noch nicht fertig!).

Danke für deine Kritik, Stefan.
D&R 8000.

Tube_S_Cream

*****
YaBB God
Beiträge: 904
Gespeichert
Je mehr ich mich mit dem Datenblatt des TDA beschäftige, um so mehr Abstand bekomme ich davon...
Der Baustein arbieten mit internen Ladungspumpen, um die Versorgungsspannung zu erhöhen. Daher auch die großen separaten Caps. Solche Bausteine erfordern genau wie auch Digitalendstufen eine extreme Sorgfalt, was das Layout angeht, da hier enorme Impulsströme wegen der Schaltstufen fließen. Obwohl ich beruflich als PCB-Layouter mit entsprechenden EMV- und Signalintegritätslehrgängen nicht ganz unbelastet an das Thema herangehe, würde ich bei so einem Teil mich nach einem Referenzdesign von Philips richten, sonst hast Du Störgeräusche ohne Ende. Zudem sollte die Endstufe vollkommen vom Röhrenteil abgeschirmt werden, sonst seucht dir die Stromversorgung bzw. Masse der Endstufe alles voll.
Wie sich diese Ladungspumpenschaltung bei Dauerbelastung verhält, wie sie dann klirrt etc. steht auch noch auf einem anderen Blatt. Gebaut werden diese Teile ja für Consumer-Kram bzw. Car-Hifi, wo es nicht ganz so drauf ankommt.
Wenn man schon mit richtigen Digitalendstufen arbeiten arbeiten möchte, gibt es ja diese Chips von Tripath oder (das beste schlechthin) die ICE-Power-Technologie von Bang&Olufsen.
Letztere sind zwar elendig teuer, aber die Website lohnt sich mal anzuschauen:
www.icepower.bang-olufsen.com/sw1067.asp
Diese Module, vor allem die aktiven, werden z.B. auch von Turbosound in den Aktivsystemen eingesetzt. Die gibts von 100 - 1000W...

Die Klangqualität ist über jeden Zweifel erhaben und hält problemlos mit guten MOSFET-Verstärkern mit.

Gruß

Stefan

Saucerman

*****
YaBB God
Beiträge: 392
Gespeichert
Mhm...ja.
Also, mir kommt grade der Gedanke, die Endstufe einfach wegzulassen, und einfach nur die Vorstufe zu bauen. Was hälst du denn davon?
D&R 8000.

Tube_S_Cream

*****
YaBB God
Beiträge: 904
Gespeichert
Das ist eine gute Idee!
Auf jeden Fall sollte man das ganze trotzdem mal "durchspicen", um den Ausgangspegel so in den Griff zu bekommen, daß "versandete" Effektgeräte und Endstufe nicht geschrotet werden. Für den "Worst Case" kannst Du an den Ausgängen bidirektionale 15V Transildioden gegen GND schalten. Falls keine Transildioden vorhanden, tun es auch Reihenschaltungen aus zwei Z-Dioden 12V - 15V, die Anode an Anode aneinander gelötet werden.
Dadurch werden eventuelle Peaks sicher abgeleitet.
Das Output-Poti würde ich so niederohmig wie nur machbar designen. Wenn die Ausgangsimpedanz des Kathodenfolgers es zulässt, gehe ruhig auf 10 bis 22K-Ohm runter. Umso weniger Probleme gibt's später mit Brummempfindlichkeiten zum Power-Amp.

Gruß

Stefan

Hannes

*****
YaBB God
Beiträge: 932
Ich liebe dieses Forum!
Gespeichert
Hallo,

nicht so schön an den "kleinen" Modulen ist aber die fehlende Temperatur- und Kurzschlusssicherung.
Trotzdem schicke Module, zum Beispiel mit einem LM319 (Dual Comparator) und MC33079 (Quad OPV) bestückt...

Eigentlich könnte man sich auch eine Schaltendstufe entwickeln, damit hat man vielleicht nicht weniger, aber dafür andere Probleme als mit einer "normalen" Transistor- oder Röhrenendstufe. Ich hätte nicht gedacht, dass man mit Standard-OPVs bei den doch recht hohen Frequenzen arbeiten kann.

Wenn man schon eine IC-Endstufe benutzen will, dann kann man in der TDA-Reihe aber noch einige andere, durchaus taugliche ICs finden. Der TDA1514 mit 50W, zum Beispiel, TDA7294 für 100W. Der hat im Datenblatt wenigstens ein Standardlayout angegeben, da hat man auch kein Ärger mit Oszillationen.

Grüße,
Hannes

Saucerman

*****
YaBB God
Beiträge: 392
Gespeichert
Hi,
ja, ich mach es jetzt als Vorstufe, und zwar als 19" Gerät.
Ich bedanke mich bei euch beiden für die Ratschläge!
Gruss, Arno
D&R 8000.

Saucerman

*****
YaBB God
Beiträge: 392
Gespeichert
UPDATE:

Nein, ich habe das Teil nicht vergessen, sondern habe kräftig (!) modifiziert.
Ich habe ALLE (!) ICs rausgenommen, und die auch die 4 Soundmodi verschwinden lassen.
Schaltplan hängt an.
D&R 8000.