Qualität von JJ Röhren

Begonnen von Hank from hell, Apr 23, 2007, 06:07

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proff

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Ich glaub, man muss sich mal vor Augen führen, wie stark die Nachfrage an Röhren in den letzten Jahren gestiegen ist. Da kann man wohl nicht erwarten, dass die Hersteller ein ausgesprochenes Qualitätsmanagement an den Tag legen. Ergo, das man einfach Röhren aus nem Regal nimmt, und die klingen dann gut und machen keinen Ärger... Das gilt für alle Hersteller, würde ich mal tippen.
Und darin liegt auch der Erfolg von Firmen wie Ruby Tubes begründet, die haben selber so eine grosse Nachfrage, dass die mit dem Selektieren und Matchen nur schlecht hinterherkommen. Ich selber hab allerdings keine Erfahrung mit Rubies.

Skeptisch machen mich im übrigen auch die wieder auf dem Markt auftauchenden "legendären" Namen. Companies, die lange Zeiten nicht existierten, sind plötzlich wieder am Start. Nur leider stehen die dazugehörigen Röhrenfabriken nicht mehr da, wo sie einst waren...

Grooverock

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YaBB God
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Sehr interessant...

Betreibe seit Jahren vier JJ-E34L in meinem Rivera-Top und bin sehr zufrieden damit! Keinerlei Probleme!
Allerdings habe ich auch schon von unregelmäßig kinsternden und raschelnden ECC83 gehört! Ein Amp-Tuner aus Hamburg sagte mir vor etwas 7 Jahren mal, dass Tesla-ECC83 dafür bekannt sein sollen... Vielleicht gibt es da manchmal noch Probleme?
Viele Grüße!
Kim
Dreckig und laut...

Andy

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YaBB God
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... die EL84 von JJ klingen klasse und knistern, wenn die Heizspannung zu hoch ist...

(Dieses Problem hat mich bei einem Amp mal einige Tage gekostet...)

Ich weiß ja nicht, wie die Trafos bei den "Knisterkandidaten" hier so sind, aber wenn man da mal 2 von 4 Endröhren zieht sinkt die Heizstromlast ja deutlich, und das könnte dann zu einer erhöhten Heizspannung führen...

Gruß

Andy

Feierabendklampfer

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YaBB God
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Unterwegs im Auftrag des Herrn
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#18
Hi!

Hab auch keine gute Erfahrung mit einer neuen EL84 von JJ im Madamp gemacht. Nachdem ich auf DC-Heizung umgestellt, das Poti am Gitter ausgewechselt und eine Telefunken aus Omas Radio eingebaut hatte wars endlich weg. Noch besser sogar - absolute Stille- und mehr dBs ;D.
Eigentlich hätte der Bausatzanbieter mir die Röhre anstandslos umtauschen können anstatt so Sprüche wie: Überprüf mal deinen Drahtverhau...
Bei den JJ's sind tatsächlich überdurchschnittlich viel faule Eier dabei...


Bastlergruß
Kinder betet Papi lötet!

area51

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ZitatHab auch keine gute Erfahrung mit einer neuen EL84 von JJ im Madamp gemacht

Ich habe einen A15 von Madamp und auch nur schlechte Erfahrungen:

- die Endröhren (6V6) klirren mit
- eine ECC83 ist defekt (Heizung kaputt)
- eine neu bestellte brummt wie ein alter Trafo
- beim Einschalten knackt und rasselt der Amp aus dem LS

Bin also überhaupt nicht zufrieden. Ich muß mal meinen Kollegen fragen, der hat noch alte Telefunken im Keller liegen...

Gruß

Tom

Dieter

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Nachdem ich meinen ersten Röhrenamp (TT-SAM) zusammengebaut habe und dieser nicht funktionierte habe ich rausgefunden, dass die erste Gainstufe (JJ-ECC83) nicht funktionierte. Dies war darauf zurückzuführen, dass die Röhre nicht richtig von dem Abschirmbecher in den Sockel gedrückt wurde und deshalb nicht alle Pins Kontakt hatten (war wohl Geometriebedingt) mit einer Ruby-ECC83 hat das dann geklappt. Ein komisches Rascheln, bzw Knistern hatte ich aber auch damit, was ich auf unsaubere Kontakte am Lautsprecher zurückgeführt habe.

bluesfreak

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YaBB God
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Ain`t no tube, ain`t no sound....
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Servus Jungs,

also bevor hier generell auf den JJ Röhren rumgehackt wird würde ich mal vorschlagen daß Ihr Euch zuerst an der eigenen Nase
Seid Ihr Euch sicher das
a, die umgeben den Parameter in euren (Selbstbau)Amps o.k. sind? Sprich, Heizspannung o.k., Anodenspannung sauber und im Rahmen, Masse- und Signalführung im Amp o.k., Gitterspannung o.k., usw?
b, ihr sicher seid das Euch da selektierte Röhren verkauft wurden (Ihr habt keine Bezugsquelle angegeben)
c, die Röhren keine Transportschäden oder so hatten bzw. nicht zuerst in der Bastelkiste rumgeflogen sind...

Wenn ich z.B. lese das es nötig ist das ne Abschirmhülse die Röhre in den Sockel drücken muss rollen sich mir die Zehennägel hoch. Schon mal gecheckt ob die KOntakte des Sockels nicht im Zinn abgesoffen sind bzw. wie alt war der Sockel? Fakt ist das z.B. die JJs deutlich dünnere Anschlussdrähte als z.B. alte Röhren bzw. China/Russia haben und damit kann ein ausgeleierter Sockelkontakt z.B. alles mögliche an "Effekten" hervorrufen...

Gruß
bluesfreak  8)

Alexx

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Hi!
Mir gefällt der Klang von den JJs sehr gut!
Doch ich hab ein wenig zweifel wegen den Qualitätstreuungen! Bei mir war es auch so das eine Ecc83 direkt aus der Schachtel kaputt war (was ich aber nich gewqusst hab und über ne stunde am fehler im Verstärker gesucht hab). Außerdem ist mir zB zbei TTs ein wesentlich geringeres Rauschen aufgefallen!
Ich bilde mir ein gelesen zu haben, dass die Teslovak Selektierte JJs sind. Stimmt das? Oder könnt ihr andere Röhren mit dem Klang empfehlen?

LG Alex

Dirk

Dirk M.
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Hallo,

nach meinen Infos haben die Teslovak rein garnichts mit JJ selbst zu tun, sprich der Aufdruck kommt nicht von JJ sondern von jemand anderes. Ob dieser nochmal zusätzliche Selektionen durch geführt hat, kann ich nicht beantworten.
Fakt ist aber auch, dass die JJ Röhren aktuell zu denen Röhren gehören die am wenigsten Probleme (bei uns zumindest) machen und Fakt ist auch, dass bei einem Problem der Fehler gleich auf die Röhre geschoben wird. Von den Röhren die reklamiert werden weil diese angeblich kaputt sind, sind ca. 60-70% NICHT kaputt oder vom Anwendern selbst gehimmelt worden Beispiel: Ich habe zwar keine grossartige Ahnung von Röhrenverstärkern aber ich habe meinen Amp einwandfrei eingestellt. Wo die Verbrennungen am Sockel herkommen ist mir ein Rätsel, das kann nur schlechte Qualität sein. Anderes Beispiel aus dieser Woche: beschwerde von einem Kunden mit JJ EL84 in einem Peavey Classic 30, bei dem nach 6 Monaten eine Röhre ausgefallen ist. Laut Kunde kann das nur schlechte Qualität sein etc. und er wollte Ersatz. Also ehrlich, wir kennen alle den Classic 30 und wir wissen alle wie super-optimal dort die Röhren positioniert sind und wie oft die Endröhren besonders in diesem Amp ausfallen und wie so ?
Also bitte, mal sollte die Sache differenziert und objektiv betrachten. Ich beobachte das Geschehen und die Ausfallshäufigkeit sehr genau und reagiere auch entsprechend oder was meint Ihr wieso ich derzeit keine SED KT88 anbieten ?

Gruß, Dirk
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haebbe58

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Hallo,

also, ich habe seit vielen Jahren viele JJ Röhren im Einsatz und hatte überhaupt noch keinen einzigen Ausfall.

ECC 83 (über 20 Stück!)
ECC 803
ECC 81
ECC 802

KT 77
6V6
EL 84
GZ34

Gruß
Häbbe


Del Pedro

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Zitat von: Dirk am Nov 24, 2007, 07:41
Anderes Beispiel aus dieser Woche: beschwerde von einem Kunden mit JJ EL84 in einem Peavey Classic 30, bei dem nach 6 Monaten eine Röhre ausgefallen ist. Laut Kunde kann das nur schlechte Qualität sein etc. und er wollte Ersatz. Also ehrlich, wir kennen alle den Classic 30 und wir wissen alle wie super-optimal dort die Röhren positioniert sind und wie oft die Endröhren besonders in diesem Amp ausfallen und wie so ?

Hallo Dirk,

kannst du das etwas ausführen, warum die Bauweise des Classic 30 die Röhren beansprucht? Das interessiert mich als Classic 30 Spieler natürlich (eine JJ ECC83 hat bei mir auch noch wenigen Monaten schlapp gemacht).
Viele Grüße
Peter

Alexx

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IIRC sind die Röhren direkt hinter dem Lautsprecher und werden so zum schwingen gebracht was für die Röhren nich unbedingt gut ist. Vielleicht helfen da solche Röhrenhalterungen.

LG Alex

Del Pedro

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Zitat von: Alexx am Nov 25, 2007, 05:44
IIRC sind die Röhren direkt hinter dem Lautsprecher und werden so zum schwingen gebracht was für die Röhren nich unbedingt gut ist.

Sind sie, ja. Aber sind sie das nicht bei 95% aller Combos?
Viele Grüße
Peter

Alexx

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Ja! Aber nicht so nahe!

LG Alex

Dirk

Dirk M.
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Hi,

im Moment scheint mal wieder eine Classic 30 Sterbewelle abzulaufen und ich habe habe eben noch eine eMail von einem Kunden bekommen, der ähnliche Probleme hatte. Wenn ich mich nicht irre ging es hierbei auch um einen Classic 30 (ich kann mir leider nicht alles merken und habe den Kunden gebeten, mir nochmals die Infos zu geben). Auf alle Fälle war es ein Verstärker bei dem die Röhrensockel auf Platine gelötet waren und dort scheint des Lötzinn gerissen zu sein, also eine klassische "kalte Lötstellen". Die Röhre funktionierte, wenn diese etwas fester "reingedrückt" wurde und dann wieder nicht, wenn diese losgelassen wurde. Wenn dies wirklich der Fall ist, dann wäre das eine zusätzliche Schwachstelle und auch eine Erklärung dafür, dass ich schon relativ oft EL84 zurück bekommen habe, welche in diesem Amp eingesetzt wurden, die durch Überlastung zerstört wurden (man sah ganz deutlich Ablagerungen auf dem Glass an der Stelle wo der viereckige Ausschnitt in der Anode ist). Die Erklärung wäre in diesem Fall, dass bei einer kalten Lötstelle die Bias-Spannung fehlt und somit die Röhre hoch geht und extrem überlastet wird, was sie nicht lange mit macht.
Solch ein Problem kann entweder durch schlechtes Lötzinn, schlechte Lötarbeit oder Vibrationen hervorgerufen werden, die auf den Sockel wirken, was z.B. durch die Endröhre verursacht wird, welche direkt dem Schalldruck des LS ausgesetzt wird (Hebelwirkung). Ich bleibe auf alle Fälle am Ball.

Gruß, Dirk
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