Eine Gitarren-Vorstufe mit 2 Kanälen

Begonnen von taktlos, Mai 15, 2007, 09:12

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taktlos

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Hallo Leute  :) ,

ich wollte einfach mal mein neustes Projekt veröffentlichen. Es handelt sich dabei um eine Röhrenvorstufe für Gitarre mit zwei Kanälen. Geplant sind zwei verschiedene Eingangsröhren zu schalten, um klanglich mehr Möglichkeiten zu haben. Mein spielerisches Repertoire geht über Hardcore bis Pop, das Megametallbrett mit enorm Gain brauche ich nicht. Ich spiele viel mit Anschlagsdynamik und hoffe das wird der Amp hergeben. Als Endstufe habe ich einen Mosfet-Amp mit ca.120Watt(auch Selbstbau). Die Werte für die Bauteile muss ich noch experimentell herausfinden. Erstmal benutze ich etablierte Werte.  ;)
Für den Eingang habe ich jeweils eine EH 12AX7 (V1a,b) und eine EH 6922 (V2a,b) geplant. V3 wird voraussichtlich eine sovtek 12AX7 LPS. Natürlich werde ich die Positionen der Röhren fleißig tauschen, denn man ist ja auch neugierig. Die Schaltung ist übrigens von mir.
Wenn jemand diese, oder eine ähnliche Schaltung schon zusammen gefrickelt hat und sie für Müll befunden hat, wäre ich für Warnungen dankbar. Aber auch für sonstige Anregungen.

Gruß Patrick

Die Abbildung zeigt meinen ersten Entwurf:

Kramusha

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Hi, mir sind ein paar Dinge aufgefallen:
- Die Elkos für die Bassanhebung sind dauernd im Signalweg :/ Ich weiß net ob das so gut ist.
-Weiters würde ich parallel zu den Schaltern S1 und S2 hochohmige Widerstände schalten.
-RL2 schaltet eine sehr hohe Spannung. Ich würde den hinter einen Hochpass setzen.

Ansonsten hab ich atm noch nichts auszusetzen, bin aber gerade erst aufgestanden :D

Trag doch mal Bauteilwerte ein.

Lg Stefan :)

taktlos

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Hallo Stefan,

erst mal vielen Dank für Deine Reaktion.
ZitatDie Elkos für die Bassanhebung sind dauernd im Signalweg :/ Ich weiß net ob das so gut ist.
Welche Elkos im Signalweg meinst Du? Ich habe bisher nur welche in der Stromgegenkopplung, deren Kapazität ich mit dem Schalter S1 verdoppeln kann(bzw. halbieren  ;)  ) und die verstärken die Höhen.
ZitatWeiters würde ich parallel zu den Schaltern S1 und S2 hochohmige Widerstände schalten.
Dafür habe ich eigentlich die Kondensatoren u. a.,...sollte es im Lautsprecher dennoch knallen, werde ich vielleicht einen Widerstand parallel zu c5,12,9,14 löten.
ZitatRL2 schaltet eine sehr hohe Spannung. Ich würde den hinter einen Hochpass setzen.
Stimmt, gut beobachtet. Das könnte knallen beim umschalten  :headphone: Habe ich noch nicht in meinem neuen Schaltbild berücksichtigt, aber kommt noch.

Gruß Patrick

Die Werte, die ich jetzt eingesetzt habe sind noch nicht erprobt! Also bloß nicht übernehmen. Das ist die erste grobe Peilung, die erfahrungsgemäß sowieso wieder verändert wird. Es gibt zwar schöne Simulationsprogramme wie LTspice, aber letztendlich muss ich meine Klampfe anschließen, um wirklich beurteilen zu können was mir gefällt  :)


Kramusha

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YaBB God
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Sieht sehr gut aus, auch von den Werten. Seh ich das richtig, dass der 2te Kanal etwas weniger Gain haben soll? Das müsste doch auch mit einem Dreh am Gain-Regler machbar sein :-\ Die Tonestackvarianten sind dagegen mögl. sinnvoll, wenn man den Unterschied hört.

Das mit dem Schalter und den Kondensatoren war ein Missverständnis, ich dachte du willst da einen normalen 680n rein und dann einen 47µ als Bassanhebung rein.

Lg Stefan :)

taktlos

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Ja, der zweite Kanal soll etwas zahmer werden aber vor allem eine andere Charakteristik bekommen. Die 6622 wird vermutlich ganz anders klingen, das kriegt man mit der Gain-Regelung nicht hin.
Hast Du schon mal mit verschiedenen Röhren experimentiert?

Gruß Patrick

Kramusha

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Nur JJ ECC83 und EH ECC83, die EH klangen für mich in meinem Mad M15 viel wärmer und nicht so höhenlastig. Die JJs haben dort schon ordentlich in die Ohren gekratzt. Wobei ich da noch die Strat gespielt hab, ich könnte jetzt mal wieder die JJ testen, weil ich jetzt ja ne Les Paul hab.

Viel Erfolg mit deinem Projekt :)

Lg Stefan :)

taktlos

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Ich habe mal eben kurz die Eingangsstufe mit LTspice simuliert und bis jetzt ist alles nach Erwartung. Ernüchterung kommt erfahrungsgemäß nach dem ersten Aufbau  ;D
Die erste Simulation zeigt den Frequenzgang und die zweite ein Signal von 1kHz im Eingang(grün) und am Ausgang(blau) bei 1% Gain(das heißt, bei einer Skala am Poti von 1 bis 10 auf Stufe1).

taktlos

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Quatsch...natürlich meinte bei einer Skala von 1 bis 100!  :-[

Kramusha

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Du benötigst umbedingt einen Gridstopper, sonst hast du einen Frequenzgang seeehr hoch hinauf (=Schwingungen). Sonst sieht sie sehr ordentlich aus.

Lg Stefan :)

TubeNewbie

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Hallo Patrick,

ich stimme Stefan zu mit dem Grdistopper, er ist nicht umsonst in allen Verstärkern mehr oder weniger stark vorhanden!
Er nutzt aber nur, wenn er nah an der Röhre dran ist, besser am Pin selbst angelötet und so kurz wie möglich.
Nimm einen 68k, dann hast einen Tiefpass bei etwa ~20-22kHz.
Und den C am Eingang kannst normalerweise auch weglassen.

Gruß Michael

taktlos

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Danke für eure Tipps  :) Bisher hatte ich den Gridstopper in der ersten Stufe immer weggelassen   :-\ ...werde es aber in Betracht ziehen, weil schaden kann es nicht.

Den Kondensator lass ich aus Sicherheit aber lieber drin  :police:

Gruß Patrick

Ben

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gute wahl! mach ich auch immer!
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