5E3 - Fragen zu Trafos und Regler

Begonnen von Meikel, Apr 04, 2008, 02:24

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Dirk

Dirk M.
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Zitat von: dknia am Apr 08, 2008, 12:54
Auf der Röhre steht vorne TAD 5Y3GT selected. Auf dem Sockel steht ein Logo mit einer Raute und OTK.
Auf dem Glaskolben steht hinten 5U4-M.
Das sind russische Röhren, die gleichen wie die Sovteks auch.

Zu den Hammond-Übertragern: in der Tat gibt es da derzeit Lieferengpässe wegen der unerwartet hohen Nachfrage. Da die Lieferung direkt aus Canada mit dem Schiff kommt, kann ich leider noch nicht sagen, wenn diese wieder bei uns eintreffen.
Von daher ist derzeit eine Frühzeitige Bestellung bzw. Reservierung zu empfehlen.

Gruß, Dirk
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dknia

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Jep du hast recht die TAD 5y3GT selected bringt auf´s Volt genau die gleiche Spannung wie deine Sovtek.
Die TAD ist nur doppelt so teuer.
"Noit weer", wie wir hier an der holländischen Grenze sagen.

Gruß Herbert

Meikel

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#32
Hallo Dirk,

generell für mich zum Verständnis die Frage:

Wodurch (ausser Preis, Hersteller) unterscheiden sich eigentlich Hammond- von Fender-Ausgangsübertragern, die Du anbietest?
Z.B. Hammond 1750E und Fender 125A10B oder Hammond 1750H und Fender 125A1A.

@ Übrige:

untenstehend ein Schema, wie ich mir den 5E3 modifiziert vorstelle. Einer der beiden Volume-Regler ist einfach umbenannt wg. "Tonfärbung".

Gruß Michael

sunwalker

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Zitat von: Vintage_Man am Apr 05, 2008, 02:59..NOS 5Y3GT bezahlt, eingesteckt und schwupps war die Spannung 40 Volt niedriger.
Hi!
Mühe mich gerade beim Restaurieren eines Original-77'er-Champs auch mit den Spannungen ab: die Sovtek 5Y3 haut hier ebenfalls an die 420 V 'raus (und der Trafo 2 x 350 V, war wohl eher mal für primär 110 statt 120 V ausgelegt). Welchen genauen 5Y3-NOS-Typ hast du da eigentlich eingesetzt? Die -40 V klingen verlockend... Jan Wüsten wollte das aber so direkt nicht bestätigen mit dermaßen unterschiedlichen Spezifikationen...
Gruß - sunwalker

sjhusting

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Jeder NOS 5Y3 sollte das tun. Die Sovteks sind eigentlich eher 5V4s. Es gibt unzaehlige Unterschiede, unter anderem, ein richtige 5Y3 hat ein direct-heated cathode wo die Sovteks indirect geheizt sind.

Die Unterschied 110-120 ist nicht so wild. Toleranzen sind um die 20%, und in 1978 war Netzspannung sowieso eher 117V als 110V.

steven

Vintage_Man

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@Meikel
Habe mir Deine Modifikation mal angeschaut. Ein paar Fragen bzw. Vorschläge dazu:

- Ich würde Dir einen allpoligen Netzschalter unbedingt empfehlen!
- Wie willst Du die Power der 12AX7 im Eingang wieder in den Griff kriegen? Im Original ist ja eine 12AY7 drin mit deutlich geringerer Verstärkung. Oder habe ich etwas übersehen?
- Warum die Reduzierung am Eingang? Kostenmässig macht das nichts aus und schränkt die Vielfalt ein.

/Bernd

sjhusting

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#36
Meikel -

fuer mein Bruder's 5e3 habe ich ein einzige Eingang und ein Schalter der die 2te trioden-haelft in Parallel dazuaddiert. Eigentlich ist das ein grosse, zusaetzliche R in Kathoden-Pfad von ein Trioden-Haelfte (glaube es war ein 68K oder so). Offensichtlich habe ich die Kathoden gesplittet. Mein eigene hab ich auch gesplittet, weil du dann einzelt tunen kannst.

Normallerweise benutzt man die 'bright' channel und addiert die 'normal' dazu. Sie heissten uersprunglich "Instrument" (bright) und "Microphone" (normal)

Ausser ein 12AX7 und die Eingaenge, seh ich keine andere Mods. Ok, screen resistors an die 6V6s.

12ax7 in V1 funktioniert so, ist aber nach meine Geschmack zu viel. YMMV.

Ich habe auch die .1 coupling caps auf .047 oder .022 reduziert.

Bitte doppelpollig schalten. Bleeder ueber C11. Standby doppelpolig vor den 5Y3 waere besser.

Mercury FDP-20/240 und FTDO-59M sind nur wenn du 6L6 auch benutzen willst. Sonst die standard nummern, was sie auch immer sind.

Probier ein .002 ueber R5. Das macht die hoehen etwas geschmeidiger.

steven

dknia

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Hallo Michael,

kennst das http://www.emsp.tu-berlin.de/lehre/mixed-signal-baugruppen/deluxe.
Bestimmt interessant für dich. Es gibt auch noch eine Arbeit einer US Uni über den 5e3 der Link steht in der Arbeit von der TU Berlin.
Gruß Herbert

Meikel

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#38
Hallo an alle,


@ Bernd:

12AX7 ersma zum schaun, wie das zerrt. ;) Eingangsminimalismus: so puristisch wie möglich, daher alles weg am Eingang. Was fängt man mit sovielen Klinkenbuchsen an? Da...

@ Steven:

...mir verriet, wie dieser Amp meist benutzt wird (Instrument, Microphone), kann ich nun die entsprechende Triodenstufe am Eingang beschalten, danke! Die "Vielfalt", denke ich, ist durch den zweiten Volume-Regler, den ich einfach "Color" genannt habe, ja dennoch da. Oder gibt es noch weitere Nutzungsmöglichkeiten, z.B. mit den Eingangsbuchsen?

[Kleinlaut] Was ist ein "bleeder"? [/Kleinlaut]

@ Herbert:

Danke, das schau' ich mir gern an!


Gruß Michael


Martino

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#39
Zitat von: Meikel am Apr 11, 2008, 09:05[Kleinlaut] Was ist ein "bleeder"? [/Kleinlaut]

ein widerstand zwischen kondensator und masse.
der widerstand entlädt den elko, damit du nicht gefahr läufst dies mit deinen fingern zu
tun, wenn du da rangehst. ein nachmessen ob ladung vorhanden ist, empfehle ich trotzdem dringend. es ist dein leben!

cheers bf

sjhusting

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#40
Zitat von: BluesFuzzi am Apr 11, 2008, 09:25
ein nachmessen ob ladung vorhanden ist, empfehle ich trotzdem dringend. es ist dein leben!
Auf jeden Fall. Wenn ich ein Amp aufmache die erste was ich tue, ist ein DVM zwischen + und - der erste Ladeelko. Die letzte was ich mache, ist diese DVM zu entfernen; bleeders hin oder her. Diese DVM bleibt die ganze Zeit da; ich weiss immer wie es mit HV steht. Ein Bleeder spart den manuelle Entladung, nicht die Nachmessung.

220K/3W als minimum. Hoehere Werte/Leistung fuer grossere Amps.

Zitat
Oder gibt es noch weitere Nutzungsmöglichkeiten, z.B. mit den Eingangsbuchsen?

Es gibt 2 moeglichkeiten: in ein Kanal einzustopseln, und die 2te als 'color' zu verwenden, oder die 2 kanale zu brucken, was ich gemeint habe. Brucken heisst: guitar in hi-eingang von ein kanal einstopseln, und eine kurze Patch zwischen die lo-eingang der selbe Kanal und die hi-eingang der andere Kanal. (Eigentlich wenn du beide Eingaenge eine Kanal besetzte ist es Sausage was wo eingestopselt ist; wichtig ist in die andere Kanal, wo nur ein Buchse benutzt wird, das du die hi-Eingang benutzt). So spiele ich normallerweise. Bei mein Bruder's 5e3 habe ich das so zu sagen mit ein Schalter geloest, in dem die Kanale intern gebruckt sind, die Schalter aber legt ein Trioden-Haelfte Lahm.


steven

Meikel

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#41
Hi,

danke für die Begriffserklärung, den engl. Begriff kannte ich nicht.

Obwohl ich seit 'zig Jahren neben sonstigen Röhrengeräten auch damit (siehe Foto) schaffe,  ;)
kann es nie schaden, immer wieder an die Gefahr erinnert zu werden. Völlig richtig, Danke!

Gruß Michael

Martino

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Zitat von: Meikel am Apr 11, 2008, 09:53
danke für die Begriffserklärung, den engl. Begriff kannte ich nicht.

ui, wie heisst eigentlich der deutsche Fachbegriff für bleeder? :)

geiles Foto  ;)

Meikel

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Hallo Steven,

Zitat von: A large, fuzzy, neon-green rabbit am Apr 11, 2008, 09:43
Brucken heisst: guitar in hi-eingang von ein kanal einstopseln, und eine kurze Patch zwischen die lo-eingang der selbe Kanal und die hi-eingang der andere Kanal.... Bei mein Bruder's 5e3 habe ich das so zu sagen mit ein Schalter geloest, in dem die Kanale intern gebruckt sind, die Schalter aber legt ein Trioden-Haelfte Lahm.

d.h. Du hast strenggenommen einen Umschalter eingebaut, der vom 68kOhm-Widerstand kommend auf den Gitterableitwiderstand (1MOhm) der zweiten Triodenhälfte geht oder diesen 1MOhm-Widerstand gegen Masse kurzschliesst. Oder hast Du den 68kOhm-Widerstand noch auf 33kOhm verringert da die normalerweise vorhandene Lo-Buchse mit ihrem Widerstand die 68kOhm auf 34 kOhm parallelschaltet.

Gruß Michael

Meikel

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#44
Hi,

> ui, wie heisst eigentlich der deutsche Fachbegriff für bleeder? :)

siesch'? Kenn' ich nämlich auch ned und bemüht man eine Übersetzungsmaschine, dann kommt nur Blödsinn dabei raus....

> geiles Foto  ;)

Rubens-TV, der nach über 40 Jahren nach damaligem Defekt in einem Schuppen unter einem Holzstapel versenkt, dann zufällig wieder hervorgegruschdelt und anschliessender Generalreparatur wieder allererste Lebenszeichen von sich gibt.  :)
B+ war noch nicht ganz auf 14KV Sollspannung, Fokussierung stimmte noch nicht, da auch eine der Ablenkspulen hin war, Zeile war auch noch nicht stabil, usw. usf.

Irgendwann, zwischendurch sah er dann mit angeschlossenem Schachbrett-Bildmustergenerator (schlecht zu fotografieren) so aus....

Gruß Michael