Röhren Parallel

Begonnen von OldMan, Sep 08, 2008, 03:44

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OldMan

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Hallihallo

Hat jemand Zeit mir was über "Röhren Parallel" zu erzählen? Ich hab irgendwie nirgends was gefunden.
Ich denke es geht eher um die Impedanz. Verstärkung kann man seriell ja viel mehr rausholen.

Ich denke Verstärkung wird knapp verdoppelt* und Impedanz halbiert?

* Andererseits wird der Input natürlich auch halbiert.

Beispiel 1: zeigt was ich meine.

Beispiel 2: Interessant und noch seltener gesehen Kathodenfolger Parallel.


Ja, ich hab die Suchfunktion benutzt und gegoogelt ;-)




_peter

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YaBB God
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Hallo,

ein interessanter Pukt ist auch, daß das Rauschen relativ zum Nutzsignal geringer ist als
würde man nur ein einzelnes System benutzen. Das Rauschen als zufälliges Signal
hebt sich teilweise wieder auf, wenn Rauschsignaltäler und -Berge der jeweils anderen
Röhre zusammenfallen. Also so ähnlich wie bei symmetrischer Kabelführung. Gilt natürlich
nur für das Rauschen dieser Stufe.

Peter
vintagevalveamps
Der Imperativ von "messen" lautet: miss!

OldMan

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Oh na das ist natürlich ein gutes Argument!

Zitat von: _peter am Sep 08, 2008, 04:11
Hallo,

ein interessanter Pukt ist auch, daß das Rauschen relativ zum Nutzsignal geringer ist als
würde man nur ein einzelnes System benutzen. Das Rauschen als zufälliges Signal
hebt sich teilweise wieder auf, wenn Rauschsignaltäler und -Berge der jeweils anderen
Röhre zusammenfallen. Also so ähnlich wie bei symmetrischer Kabelführung. Gilt natürlich
nur für das Rauschen dieser Stufe.

Peter

Bierschinken

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Hallo,

kann mir jemand erklären, warum man mit parallelschaltung der Trioden die Verstärkung erhöht?
Sicher bekommen wir die doppelte Leistung, aber das ist doch irrelevant, da die Vorstufe Spannungsgesteuert ist.
Einziger "Vorteil" wäre doch lediglich die halbierte Ausgangsimpedanz?

Grüße,
Swen

Kramusha

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Wir wissen, dass

V = µ*Ra/(Ra+Ri) [Rk mal vernachlässigt]

Nehmen wir jetzt an: Ra=100k;Ri=62k5;µ=100

V = 100*100.000/(100.000+62.500) = 61,5

Schaltet man jetzt eine zweite Triode parallel, kann man den Innenwiderstand halbieren (klar, paralleler Widerstand, Rges wird kleiner und so..).

V = 100*100.000/(100.000+31.250) = 76,1

Lg Stefan :)

OldMan

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Ich überlege immernoch, natürlich hast du recht, auch wenn man 2 Audiosignale mischt löschen sich Frequenzen aus (na ja ausser es handelt sich um ein 70Hrz und einen 10'000Hrz Sinuston).

Aber warum bei Parallelen Röhren in einer Stufe speziell?

Zitat von: _peter am Sep 08, 2008, 04:11
Hallo,

Das Rauschen als zufälliges Signal
hebt sich teilweise wieder auf, wenn Rauschsignaltäler und -Berge der jeweils anderen
Röhre zusammenfallen. Also so ähnlich wie bei symmetrischer Kabelführung. Gilt natürlich
nur für das Rauschen dieser Stufe.

Peter

Treblerotor

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Hallo,

gibt es das nicht bei Fender als Treiber für den Hall-Übertrager?

Gruß
Roland
Halt mir mal bitte jemand die Ohren zu, ich schalte jetzt ein!!!

_peter

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Ok, ich versuch mal ob ich's hinkriege.  :)

Klar ist: wenn die Spannung am Gitter einer Röhre steigt, steigt der
Strom, der durch sie hindurch fließt und umgedreht, wenn sie fällt, fällt auch
der Strom. Entsprechend wird der Spannungsabfall am Anodenwiderstand im
ersten Fall größer, im zweiten kleiner.

Nun hängen die beiden Systeme am gemeinsamen Anodenwiderstand, wie was weiß
ich, zwei Müllmänner, die einen Container schieben bzw. ziehen. (Dummer Vergleich  ::))

Es gibt die vier Möglichkeiten:
- Beide schieben
- beide ziehen
- einer schiebt, einer zieht und
- ungedreht

In den ersten beiden Fällen wird die Spannung stark ansteigen bzw. fallen.
In den beiden letzten heben sich die Ströme gegenseitig (teilweise) auf und
der Container bleibt auf der Stelle stehen.

Da beide Systeme vom gleichen Signal gesteuert werden, liegen hier Signalberge
und -täler immer übereinander, beide schieben und ziehen also immer synchron.

Beim Rauschen ist das nicht so, da jedes System unterschiedlich rauscht.
Die beiden Störsignale heben sich teilweise auf, weil sie nicht synchron verlaufen.

Das gilt jedoch nur für das Rauschen dieser Stufe, da das der vorhergehenden ja
praktisch schon im Nutzsignal enthalten ist. Es wird also mitverstärkt.

Puh, ich hoffe das war nicht zu verwirrend,

Peter
vintagevalveamps
Der Imperativ von "messen" lautet: miss!

Bierschinken

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Hallo,

der Fender Halltreiber ist eine SE-Endstufe!
Hier profitiert man von der Parallelschaltung deutlich wegen der doppelten Leistung, das ist jedoch nicht vergleichbar mit der Anwendung im ursprünglichen Sinne des Threads.

Stefan; danke, rechnen hilft eben doch  ;D
Wenngleich der Gewinn dem Aufwand deutlich nacheilt meiner Meinung.

Grüße,
Swen

OldMan

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Zitat von: Bierschinken am Sep 10, 2008, 04:47
Hallo,

Stefan; danke, rechnen hilft eben doch  ;D
Wenngleich der Gewinn dem Aufwand deutlich nacheilt meiner Meinung.

Grüße,
Swen

Also ich finde (vor allem auch bei anderen Audioanwendungen z.B Mik-Verstärker)
Ist für ein bisschen weniger Rauschen kein Aufwand zuviel.

Bierschinken

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Zitat von: OldMan am Sep 11, 2008, 12:49
Also ich finde (vor allem auch bei anderen Audioanwendungen z.B Mik-Verstärker)
Ist für ein bisschen weniger Rauschen kein Aufwand zuviel.

Hallo,

zu der Rauschentwicklung bei Parallelschjaltung der triodensysteme kann ich nichts fundiertes sagen, daher halte ich es erstmal für vernachlässigbar, da mir die Theorie zu schwammig ist.

Aber wenn man besseres Rauschverhalten möchte, warum dann nicht eine "bessere" Röhre nehmen, oder Spannungsteiler kleiner machen etc.? Man hat schon noch einige Stellen die man meist verbessern kann.
Und bei solchen "simpel"-schaltungen mit wenig Gain, ist das Rauschverhalten doch eh vernachlässigbar.

Grüße,
Swen

darkbluemurder

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Hallo,

nach meiner Erinnerung war die Fender II Serie die erste Ampserie, die in der ersten Stufe zwei Triodensysteme parallel geschaltet hatte. Paul Rivera macht das heute noch in seinen Amps.

Grüße Stephan
Bauten
Chieftain, HoSo56, Cleartone, Dirty Shirley, CJ 11, Junior Chief, Peggy 40

Conversions
Marshall 1959 SLP RI zu Minimalist HRM, Fender Bassman zu Mark Overdrive Special, Marshall 100W JMP zu Fat BE100, Marshall JTM 45 Reissue zu Dirty Daisy; Guyatone Bassman zu Basstonemaster

Grooverock

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Ja, genau!
Bei meinem Knucklehead ist die Eingangsröhre so beschaltet. Der Matchless Chieftan geht da noch weiter. Da sollen alle Preamp-Röhren parallel laufen!  :o
Und ich habe irgendwo mal gelesen, dass (ich glaube)VHT das auch macht und sich sogar einen wunderbar werbewirksamen, komplizierten Namen ausgedacht hat.
Es scheint also wirklich Vorteile zu haben. Es gibt DIY-Amps in manchen Foren, bei denen die Leute das umschaltbar realisiert haben.
Ich frage mich nur immer wieder warum das beim Trainwreck oder Komet nicht auch gemacht wurde. Immerhin ist da eine Triode über!
Wer weiß was?
Kim
Dreckig und laut...

El Martin

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Hi Kim!

wg. paralleler Triode als erstes System im TW:
Soweit ich mich erinnere, ist der Klang dann anders und gefällt manchen derjenigen, die es probiert haben, eher schlechter. Es hat wohl was mit der zu geringen Belastung zu tun und dass man sich an den anderen Ton gewöhnt hat. Andererseits könnte man natürlich eine andere Tonstufe designen...
Ich habe es noch nicht probiert.

Probier Du es einfach aus ;-)
...und berichte!

Bei Kometamps gibbet welche, wo die "überzählige" Triode auch eingesetzt wird.

Ciao
Martin

Rot ist schwarz und plus ist minus...

Rote Litzen sollst Du küssen, denn zum Küssen sind sie da.

Grooverock

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Zitat von: El_Martin am Sep 13, 2008, 07:16
Probier Du es einfach aus ;-)
...und berichte!

Ja, das ist natürlich ein Totschlag-Argument.  ;D
Das steht auch auf meiner ToDo-Liste... Aber die ist so lang, dass ich nicht weiß wann und wie ich das mal testen kann... Ja, es ist vielleicht ein wenig Ausrede...  ::) Aber mein Schlafzimmer sieht aus wie eine Werkstatt und ich möchte eigentlich  :guitar:
Viele Grüße Kim
Dreckig und laut...