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Restauration eines Red Knob Twins, eure Meinungen sind gefragt!

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salossi:
Okay, kurzer Zwischenbericht...

Die 10W-Widerstände mußte ich von der PCB weg verlegen, weil sich die Kupferbeschichtung bereits löst und die Dinger sonst überhaupt keinen Halt mehr hätten. Die sind jetzt ordentlich am Chassis montiert und können so auch ihre Abwärme gut übers Blech ableiten.

Ansonsten läuft der Amp noch nicht - irgend was brummt noch. Ab jetzt geh ich systematisch vor, versprochen  ;)

@ Bernd: War auf deiner Webseite. Respekt!! Schöne Verstärker! Ich habe übrigens auch noch einen alten Dynacord Hifi Favorit II, den ich noch im Studio und manchmal live als Baßverstärker nutze! Feines Teil. Ich habe auch noch das dazupassende (leider nicht mehr funktionierende sowie leicht verbastelte) Echogerät. Da hat vor vielleicht 20 Jahren mal irgend ein Freund eines Freundes (  :angel: ) vorne ne XLR-Buchse reinbewurschtelt... Schade eigentlich...

Gruß, Sascha

salossi:
Soooo, nun hab ich den Amp nochmals getestet; das Brummen kommt vom Reverb-Zweig, wenn man den Hall zudreht ist das Brummen weg (vielleicht ein Problem im RCA-Kabel; das check ich später...)
Allerdings klingt der Amp immer noch so gruselig wie vorher, auch mit einer anderen Vorstufe am Einschleifweg. Die Endstufe hab ich so grob auf 40mV am Kathodenwiderstand eingestellt, bei den Spannungsmessungen dann kälter (ca. 20mV). Ich habe relativ neue gematchte Rubytubes drin.

Nun zu den Spannungen: Alle scheinen ziemlich niedrig zu sein.

Ich frage mich nebenbei, wieso alle amerikanischen Verstärkerhersteller ihre Schaltpläne immer mit dem dicken Edding in 5pt-Schrift malen müssen...  ???
Viele der Spannungsangaben kann man leider nur erraten, und das ist jedesmal dasselbe Sch...spiel... Kotzen könnt ich da... Ich glaub ich düs mal nach USA und spitze allen Verstärkerkonstrukteuren die Bleistifte...

Na ja, hier nun die akut gemessenen Werte:
Anodenspannung (+ Pol C301, + Pol C306, CHK-Anschluß sowie Schirmgitteranschluß) liegen auf 440V. Sollwert sind wohl 469V.
Bias-Spannung (Abgriff PSU-Platine, - Pol C305) liegen auf -72V. Sollwert ist -75V. Korrekter Ruhestrom läßt sich über die Bias-Trimmer einstellen.
Die 3 Anschlüsse am Netzteil hinten links außen (bezeichnet mit RD AC / YEL RD / RD AC) liegen alle auf 223V DC über Ground, also quasi auf halber UA. Hierüber messe ich 2x 160VAC, die dann über die Sekundärsicherungen auf die Gleichrichterdioden gehn...
 
Wenn ich diese AC von 320 V mit 1,41  multipliziere komm ich auf ne gesiebte Spannung von 509V. Der Istwert dürfte was niedriger sein, wegen der Last, oder?? Aber 440V??? Kann ich dann davon ausgehen, daß evtl. eine der Gleichrichterdioden ne Macke hat und die Siebelkos evtl. nur mit einer Halbwelle geladen werden??

Die Spannungen an den Elkos auf der Hauptplatine sind auch sehr niedrig:
+Pol C111: +330V (Sollwert +369V)
+Pol C110 / Abgriff A: +350V (Sollwert vermutlich +397V, kaum lesbar)
+Pol C112 / Abgriff C: +290V (Sollwert vermutlich +318V, auch kaum lesbar)

Der Amp steht übrigens auf 240V, Netzspannung ist 230V, sollt eigentlich also okay sein; lief ja auch vorher...

Würde mich über Antworten und Tips freuen! Vielleicht hat auch jemand Vergleichswerte auf der Hand!

salossi:
Sooo, hab jetzt mittlerweile tatsächlich die Platinen in Verdacht...

Hab alle Gleichrichterdioden in der PSU getauscht, ändert nix an den Spannungen
Anodenspannung liegt an allen 4 Anoden an, d.h. der AÜ ist in Ordnung...
Schirmgitterspannung auch an allen 4 Röhren okay, genauso UG-... Kathodenstrom ist eingestellt auf 40mA auf beiden Seiten...
Das fiese Clipping bleibt, aaaaber: nicht andauernd!!

Wenn man den Amp ne Weile betreibt (diesmal nicht mit Dummy sondern mit Speakern und  :guitar: ) hört man sowas wie nen "thermischen Wackler".
Nach einiger Zeit klang der Amp verhältnismäßig normal, vorher war immer mal wieder ein knistern und knacken zu hören, bei dem auch immer das Grundrauschen des Amps lauter und wieder leiser wurde... Nach einigem Spielen war dann das Clipping plötzlich wieder da (und das Rauschen leise)... Ich hab eben mal im dunklen gespielt und in den Amp geschaut, aber keine Entladungen o.Ä. gesehn... Was mir gerade noch an Idee bleibt wär nen defekter Koppel-C, der ab und an DC durchläßt und dann den AP des folgenden Systems übern Jordan schiebt, quasi nen "Wackelkontakt-Kurzschluß im Kondensator"... Könnte das sein??? Aber ich denke, wahrscheinlicher sind wohl echt die Platinen, sah ja auch so aus, als ob die Risse hätten...

Meinungen??

WiderGates:
Hallo,

an der Rückseite ist ein Schiebeschalter für die Empfindlichkeit des Loops. Der ist qualitativ nicht der Beste. Schalte den einfach ein paar mal um.
Wenn der Loop nicht belegt ist sollte sich die Lautstärke in den einzelnen Stellungen nicht ändern. Tut sie es doch hat der Schalter ne Macke und kann auch Knistern (thermisch?) verursachen.


Sou loong

salossi:
Hi WiderGates,

Werd ich heut Abend mal ausprobieren, dank Dir für den Tip.
Ich geh mal mit Kontaktreiniger an das Teil!

Thänx, Sascha

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