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Fragen zu Tweed Pro Nachbau (5E5-A)

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darkbluemurder:

--- Zitat von: tele05 am  9.11.2010 12:10 ---Aha, ich dachte, die kann den Strom nicht ab (@90mA). Umso besser, wenn es auch damit geht.


--- Ende Zitat ---

Hallo Oliver,

die Drossel kann den Strom aber nur ab, wenn sie hinter der Anodenspannung in der Siebkette kommt. Die Standard 5E5-A Verdrahtung sieht ja die Drossel vor der Anodenspannung vor. Die müsste dann eher 250mA abkönnen. Mein Eindruck ist, dass viele die Siebdrossel an den Platz nach der Anodenspannung verlegen, um erstens das Schirmgitterpotenzial niedriger als das Anodenpotenzial zu bekommen und zweitens eine Choke mit weniger mA verwenden zu können.

Viele Grüße
Stephan

SvR:
Salü,

--- Zitat von: darkbluemurder am 10.11.2010 13:59 ---Mein Eindruck ist, dass viele die Siebdrossel an den Platz nach der Anodenspannung verlegen, um erstens das Schirmgitterpotenzial niedriger als das Anodenpotenzial zu bekommen und zweitens eine Choke mit weniger mA verwenden zu können.

--- Ende Zitat ---
Das ist ja auch nachvollziehbar. Eine Drossel mit entsprechender Strombelastbarkeit wäre auch teuerer und hätte bei einer PP-Endstufe (Restbrumm hebt sich im AÜ auf) keine (große) Auswirkung mehr auf das Brummen der Endstufe.
Ich finds absolut sinnvoll hier Geld zusparen und nur die Spannung für die Vorstufe LC-zusieben.
mfg sven

tele05:
Hallo,

@Stephan

--- Zitat von: darkbluemurder am 10.11.2010 13:59 ---die Drossel kann den Strom aber nur ab, wenn sie hinter der Anodenspannung in der Siebkette kommt. Die Standard 5E5-A Verdrahtung sieht ja die Drossel vor der Anodenspannung vor. Die müsste dann eher 250mA abkönnen.

--- Ende Zitat ---

danke für Deine Warnung. Ich werde die von Steven vorschlagene Drossel nicht verwenden, sondern die in meinem letzten Posting erwähnte 193H nehmen.
Ich möchte auch an der Anordnung der Drossel nichts ändern, sie also vor dem Abzweig der Anodenspannung lassen. Deine 250mA decken sich mit meiner Überschlagsrechnung (2 x 6L6: 200mA, 12AX7 je 10mA).
Ich werde aber aus dem Hammond-Datenblatt nicht ganz schlau. Wenn ichs richtig deute, sind die Stromangaben dort keine Maximalwerte, sondern nur der Strom, bei dem die Nenninduktivität erreicht wird. Habe mal irgendwo gelesen, daß sie bei weniger/mehr Strom einfach nur weniger Induktivität haben. Das würde auch erklären, daß Steven seit Jahren keine Probleme hat. Wahrscheinlich hat er halt eine schwächere Filterung als die bei 90mA angegebenen 4H und die Drossel kann durchaus mehr Strom ab.
Ich bin mir aber nicht sicher, ob das überhaupt stimmt. Eigentlich sollte die Induktivität doch gar nicht vom Strom abhängen (so wie die Kapazität beim Kondensator ja auch nicht von der angelegten Spannung abhängt).

@Sven

--- Zitat von: SvR am 10.11.2010 14:05 ---Eine Drossel mit entsprechender Strombelastbarkeit [...] hätte bei einer PP-Endstufe (Restbrumm hebt sich im AÜ auf) keine (große) Auswirkung mehr auf das Brummen der Endstufe. Ich finds absolut sinnvoll hier Geld zusparen und nur die Spannung für die Vorstufe LC-zusieben.

--- Ende Zitat ---

sehe ich ähnlich. Bei meinem Deluxe Reverb sitzt die Drossel auch hinter dem Anodenabzweig und die Endstufe brummt trotzdem kein bischen. Andererseits kostet die Drossel auch nicht die Welt und ich machs halt einfach so, wie es im Schaltplan steht (super Argument...).

Vielen Dank für Eure Hinweise.

Grüße
Oliver

SvR:
Salü,

--- Zitat von: tele05 am 10.11.2010 15:05 ---Ich bin mir aber nicht sicher, ob das überhaupt stimmt. Eigentlich sollte die Induktivität doch gar nicht vom Strom abhängen (so wie die Kapazität beim Kondensator ja auch nicht von der angelegten Spannung abhängt).

--- Ende Zitat ---
Die Induktivität ist tatsächlich auch vom Stromdurchfluss abhängig: http://www.roehrentechnik.de/assets/images/LI-M42-Drosseln.png (@Dirk: ich hoff das is in Ordnung wenn ich den Link hier reinsetz!? Wenn nicht löschen.) Woran das liegt kann ich dir nicht genau sagen. Ich denke aber es hängt mit dem Kernmaterial zusammen. Kann sein dass dessen Eigenschaften sich durch den magnetischen Fluss minimal ändern.
mfg sven

Hardcorebastler:
Hi,
die Drossel hat die Aufgabe einmal die Spannung zu sieben und den Strom zu puffern.
Bei Impulsen bzw, Spannungseinbrüchen gibt die Drossel die Energie wider ab die in ihrem Magnetfeld gespeichert ist.
5 H 200 mA bedeuten dass der Ruhestrom 200 ma nicht überschritten  werden soll, danach geht der Kern langsam in Sättigung und verzerrt.
Wenn Hammond schreibt 200 ma wird die Drossel auch 210 mA  vertragen ohne anfangen zu brummen.
Ist der Strom geringer steigt je nach Bauweise und Auslegung der Drossel  die Induktivität leicht an, wie im vorherigen Link dargestellt, gültig
für die dort dargestellten Kerntypen.
Dies ist aber Bauart bedingt und heißt noch lange nicht dass die Hammond Drossel sich genauso verhält.

Gruß, Jörg

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