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Bassman 6G6-B plus Reverb 6G15 fertig
Nils H.:
--- Zitat von: Basti am 28.06.2011 14:18 ---@Nils: Du wirst mich schlachten, aber surf green ist mein SLO Headshell ;D
--- Ende Zitat ---
Nee, oder ;D? Hast Du den Surf-Amp im Fender 75 aufgebaut?
Gruß, Nils
Basti:
Ja genau Nils, der 75 musste herhalten. Der war durch die unzähligen Modifikatiosstufen schon derart zermürbt, dass sowieso nur noch die große Aufräumaktion in Frage kam. Sprich: Chassis komplett abräumen und alles nochmal vor vorne.
Also, der Test unter voller Lautstärke: Cleaner Headroom bis Volume auf 3 mit Singlecoils, mit Humbuckern zerrt es noch früher. Ab drei aufwärts wird es nur noch wenig lauter, dafür lässt sich reichlich (wirklich reichlich!) Verzerrung einstellen, noch ohne die Booststufe. Diese jene welche hat unity gain bei Stufe 3 von 10. Brauchbarer Boost geht bis 8, danach nerven die Höhen. Sinnvoll wäre es, den Boost schaltbar zu machen und ein Tiefpass mit rein zu nehmen. Volume und Boost voll auf macht eine mords Feedbackorgie und ein recht aggressives Brett. Das sollte noch smoother sein, klingt alles sehr ungehobelt. Der Amp hat dann auch etwas Schwingneigung. Einzeltöne tragen mit viel Sustain immer nur dann, wenn der Amp die Frequenz mag. Das wird auch mit der Schwingneigung zusammenhängen, weil bestimmte Frequenzen Resonanz erfahren und manche das Gegenteil. Mit Hall wird Distortion noch schöner, jedenfalls wenn er dahinter liegt. In der hiesigen Anordnung (Hall vor Preamp) sollte man dieses Mittel sparsam einsetzen. Clean klingts herrlich nach 60er Jahre, Crunch geht auch noch. Das ist dann schon Rabauken-Surf, teilweise wohl auch mit Lederjacken. Dreht man den Amp richtig in die Verzerrung, sollte man den Hall weglassen. Es klingt sonst wie ein randalierender Bademeister, der gegen das Garagentor tritt.
Also, die Basis halte ich mal für gesund, der Rest ist aber noch deutlich noch mehr als nur Feintuning. Es gibt viel zu tun.
1. Schwingneigung in den Griff bekommen (Layout), vielleicht hier und da doch mal ne geschirmte Leitung
2. Hall schöner machen
3. Boost schaltbar und mit einem längs-R für Tiefpass, 250k Boost Poti klingt vielleicht auch besser als 500k
4. Insgesamt Gain etwas reduzieren
Grüße
basti
Basti:
Besser spät als nie ein Foto des Machwerks, ein Bastard aus Blonde Bassman und 6G15 Reverb, allerdings schon in stark abgewandelter Fassung.
Nach umfangreichen Tests, Tuning und Tweaking und nachdem ich in der Zwischenzeit einen "richtigen" 6G6-B Klon gebaut habe, bin ich zur folgenden Auffassung gekommen: Dieser Amp (Bastard) klingt scheiße und zwar richtig. Dumpf, müde, wie eine Wolldecke über dem Kopf und wenn man aufdreht fängt es an zu krächzen irgendwann. Dagegen schreit und rockt der Klon wie Sau. Gain, Lautstärke, Funktion der Klangregler sind praktisch gleich.
Warum ist das so? Das Bastard-Eisen kommt von Hammond, sollte nicht das Problem sein. Metallschichtwiderstände sind nicht für muffigen Klang bekannt. (Der Klon hat Kohlepresswiderstände) Die Kondensatoren sind bis auf die 100n im Endstufentreiber (Mallory 150 im Klon, Jupiter im "Bastard") und den 500p zum PI (Mica im Bastard, Keramik im Klon) gleich. Mein Tipp: Konstruktion auf Epoxyboard, Verdrahtung mit Litze anstelle von Draht und mein mieses Layout.
Was lernen wir daraus? Schöne Optik und gute Bauteile klingen noch lange nicht. Wie gehen wir damit um? Ich habe schon darüber nachgedacht, den Bastard anzuzünden.
mc_guitar:
Hallo Basti,
Nicht anzünden! Neu Aufbauen!
Grüße Micha
Basti:
Du hast recht, das mache ich auch bald. Einmal entkernen und nochmal neu!
Gruß
Basti
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