Technik > Tech-Talk Amps

Dynacord Twen/Cathode Bias im Allgemeinen - Mods re. mehr Headroom?

<< < (9/18) > >>

bea:

--- Zitat von: Recky am 12.08.2015 12:37 ---... der als Weihnachtsmann verkleidete Postbote...
--- Ende Zitat ---

Der ärmste. Bei den Temperaturen.


--- Zitat ---die Werte liegen nun ein gutes Stück über den zuvor gemessenen, aber noch nicht ganz dort, wo sie lt. Schaltplan hingehören. Und nun frage ich mich wieder einmal: wie weit liegen Schaltpläne aus den 60ern (bei 220 V aus der Wand gemessen) und Wirklichkeit (230-240 V) auseinander.
--- Ende Zitat ---


Um den Faktor 23/22. Das macht in bezug auf die Ausgangsleistung ca. 10% aus, also 1dB.
Für die Lautheit bedeutungslos, wenn es darum geht, sich gegen zu laute Gitarristen durchzusetzen, u.U. der Unterschied zwischen sein und nicht sein.


--- Zitat --- Der Amp ist nicht sehr laut, die gemessenen 14-15 Watt Output sind deutlich leiser mein Princeton, der allerdings einen "modernen" Hammond-OT hat, der nicht so schnell in die Knie geht.
--- Ende Zitat ---

Dann häng mal den Lautsprecher aus dem Princeton dran, damit Chancengleichheit besteht.


--- Zitat ---Ich hab ihn heute mal mit meiner 2x12er Echolette-Box (2 Jensen C12Q) betrieben, wo dann plötzlich echt die Sonne aufging. Ich hatte immer gedacht, der Twen klänge eher muffig/dunkel und die Tonregelung sei ein Witz. Ist aber gar nicht so! Mit anständigen Speakern musste ich den Ton-Poti von 10 auf 7 runterdrehen!! Und er war laut genug für einen leisen bis mittleren Blues/Rock-Drummer.
--- Ende Zitat ---

Meine Rede seit sonstwann. Wenn Du es mit der Effizienz der Lautsprecher auf die Spitze treibst (EVM 12L, 15L oder ähnliche, im Doppelpack), reichen sogar 5 W. U.U sogar für den Bass.

Recky:

--- Zitat von: bea am 12.08.2015 17:58 ---Dann häng mal den Lautsprecher aus dem Princeton dran, damit Chancengleichheit besteht.

--- Ende Zitat ---

Beide sind Fender Special Design aus den frühen 80ern, aber im Princeton natürlich ein 10er. Müssten eigentlich sehr ähnlich klingen und sehr ähnlich laut sein, aber ich glaube, der 12er im Twen hat sein MHD überschritten... :(


--- Zitat von: bea am 12.08.2015 17:58 ---Meine Rede seit sonstwann. Wenn Du es mit der Effizienz der Lautsprecher auf die Spitze treibst (EVM 12L, 15L oder ähnliche, im Doppelpack), reichen sogar 5 W. U.U sogar für den Bass.

--- Ende Zitat ---

Ich bin eigentlich kein Freund von super-effizienten Speakern in alten Amps (oder alten Schaltungen), denn die Unzulänglichkeiten der klassischen Speaker waren Teil des Tons. Aber nicht mal die vorgeblich "total originalen" Nachbauten von Jensen, WGS und wie sie alle heißen sind so ineffizient wie die alten Speaker. Und damit entfällt ein wichtiger Baustein des Tons, zumindest für mich. Ich sehe allerdings ein, dass man damit bei leistungsschwachen Amps ne Menge rausholen kann. Mehr als mit allen Mods und Tricks.

VG
Recky

bea:

--- Zitat von: Recky am 12.08.2015 18:40 ---Aber nicht mal die vorgeblich "total originalen" Nachbauten von Jensen, WGS und wie sie alle heißen sind so ineffizient wie die alten Speaker.

--- Ende Zitat ---

Zum Teil schon: Gerade neulich habe ich einen Oberton 15L400 erworben. Das scheint ein beinahe-Klon des EV 15 L zu sein. Das Teil ist genau wie der EV hocheffizient und klingt für sich gut, und zwar unter nahezu allen Bedingungen, mit denen ich aufwarten kann (5W-200 W, und jeweils Gitarre und Bass). Ob jetzt 1:1 wie der EV ist mir wurscht - Hauptsache gut.

Recky:
Ich bin gerade wirklich voll beeindruckt von meinem kleinen Twen!

Heute morgen kam endlich der WGS G12C, den ich gebraucht erstanden hatte, um den Fender Special Design im Twen zu ersetzen. Der Fender kam mir von Anfang an nicht ganz koscher vor, weil er verdammt leise und irgendwie undynamisch war. Höhen kamen auch keine, Bässe auch nicht. Das schob ich aber alles auf den Twen - ich hatte zuvor nie einen gehört. Und Fender Special Design Speaker sind ja bekanntlich für ihren Ice-Pick-Ton berüchtigt.

Ihr habt's ja mitverfolgt: Bis ich endlich an eine "neue" EZ81 Gleichrichterröhre kam, konnte ich als Nicht-Tech nur (im wahrsten Sinne des Wortes) herumstochern, feststellen, dass die Stromversorgung nicht optimal war, etc. Durchs Auswechseln der EZ81 wachte der Amp plötzlich auf, aber das war's noch immer nicht. Er hatte irgendwie einen netten Ton, aber vielleicht war es eben diese Schlappheit, weshalb damals niemand Dynacord und jeder Fender spielen wollte.

Dennoch konnte ich es kaum erwarten, den Fender rauszureißen und einen bekanntlich guten Speaker einzubauen. Nach etwas Bastelarbeit (PT liegt auf dem Speaker auf, aber Chassis hat zum Glück noch Raum nach hinten) war der WGS am Start. Und dann bin ich vor Erstaunen hintenüber gekippt. Der Twen ist ein Weltklasse-Amp mit nem runden Ton, guter Dynamik, ausreichendem Headroom und nun, dank 98 dB beim WGS auch ausreichender Lautstärke!!!

Meine wichtigste Lektion bei diesem Projekt: Auch wenn man einen Amp nicht kennt - "don't judge a book by its cover". Wenn nur ein Glied in der Kette nicht stimmt, sollte man sich echt kein Urteil erlauben. Und wenn es dann auch noch das letzte Glied in der Kette ist, und eines, das den Klang eines Amps maßgeblich bestimmt, landet man schnell auf dem Holzpfad.

OK, der Twen brauchte den Cap Job, die neue Gleichrichterröhre, neue Endstufenröhren etc., aber mir persönlich ist noch nie ein Speaker untergekommen, der auf diese subtile Weise im Arsch war. Ich kenne kaputte Speaker, aber dann sind sie offensichtlich kaputt.

Die letzte große Baustelle am Twen ist der doch recht laute 50 Hz-Brumm, der parallel zum Volume-Poti lauter wird. Die Leitungen der Röhrenheizungen sind schon ziemlich dünn, die Verdrillung (Vertwistung... wie heißt das richtig???) zieht sich nicht konsequent durch, aber zunächst mal vermute ich die Erdung der Inputs, wodurch ein Ground Loop entsteht - wohl ein Designfehler.

Hat jemand von Euch beim Twen schon einmal erfolgreich den Brumm beseitigt?

Viele Grüße und vielen Dank aus der Eifel
Recky

stephan61:

--- Zitat von: Recky am 13.08.2015 11:56 ---
Hat jemand von Euch beim Twen schon einmal erfolgreich den Brumm beseitigt?

--- Ende Zitat ---

Hi Recky,

bei mir hat "feucht rauswischen" geholfen (beseitigen von Dreck-induzierten Kurz- und Nebenschlüssen), der gute ist totenstill geworden.
Und auch darauf achten, dass bei Austausch von Bauteilen, die zur Masse gehen, die Masseverbindung wieder genau da sitzt, wo sie vorher war.

Gruß
Stephan

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln