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6G2 style amp Projekt, Fragen und Tipps bitte

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cca88:

--- Zitat von: iefes am 17.09.2019 16:27 ---Und weiter im Monolog: Bevor ich gerade den Gridstopper einbauen wollte, habe ich fix mit dem Oszi gemessen und wie es aussieht habe ich garkeinen Frequenz-Verdopplungs-Effekt wie beim valvewizard beschrieben. Man sieht aber deutlich diese Spikes an den Anoden beim Einsetzen der Endstufenzerre und dann auch ein recht asymmetrisches Verhalten (siehe Screenshot). Das sollte sich ja aber aufgrund des PP-Betriebs nicht groß auf den Klang auswirken, weil während des Spikes die andere Röhre aktiv ist. Die Frage ist jetzt, was da so eigenartig verzerrt. Es klingt für mich in gewisser Weise "matschig" und es "raspelt" etwas im Hintergrund. Vielleicht kommt das auch aus der Endstufe? Bzgl der Spikes ließt man ja, dass man große gridstopper an den Endstufen-Röhren verwenden soll, aber da würde ich ungern auf Kosten der Höhen dran herum pfuschen. Wie wäre es mit kleineren Koppel-Cs?

Würde mich über ein paar Ideen sehr freuen  :topjob:

--- Ende Zitat ---

Hallo Iefes,
die Spikes kommen von der Gegenkopplung... Die versucht da verzweifelt irgendeine in der Endstufe entstehende Verzerrung geradezubügeln...

Grüße
Jochen

iefes:
Hi Jochen! Danke für deine Antwort. Die Spikes sind auch vorhanden, wenn die Gegenkopplung komplett unterbrochen ist, habs gerade nochmal extra gemessen. Laut Valvewizard kommt das, wenn die Endstufenröhre, die von der Kathode des PI angefahren wird, in die Übersteuerung geht. Würde zum Oszi-Bild passen. Ich denke, ich werde den PI wieder auf die self-Bias Variante umbauen und dann evtl mit kleineren Koppel-Cs zu den Endstufenröhren experimentieren. Ich will den Charakter des Amps aber auch nicht zu sehr verbiegen.
Daher freue ich mich nach wie vor über hilfreiche Tipps wie man die unschönen Verzerrungen in den Griff bekommen könnte  :topjob:

cca88:

--- Zitat von: iefes am 17.09.2019 20:34 ---Hi Jochen! Danke für deine Antwort. Die Spikes sind auch vorhanden, wenn die Gegenkopplung komplett unterbrochen ist, habs gerade nochmal extra gemessen. Laut Valvewizard kommt das, wenn die Endstufenröhre, die von der Kathode des PI angefahren wird, in die Übersteuerung geht. Würde zum Oszi-Bild passen. Ich denke, ich werde den PI wieder auf die self-Bias Variante umbauen und dann evtl mit kleineren Koppel-Cs zu den Endstufenröhren experimentieren. Ich will den Charakter des Amps aber auch nicht zu sehr verbiegen.
Daher freue ich mich nach wie vor über hilfreiche Tipps wie man die unschönen Verzerrungen in den Griff bekommen könnte  :topjob:

--- Ende Zitat ---

Äh - welche Seite des Kathodyn ist die mit den Spikes? Die Anodenfolger oder die Kathodenfolgerseite?

Mich verwundert es etwas - und ich weiß nicht ob Du schon den richtigen Baum anbellst..

Ich komm mir langsam so vor, als wär ich der Einzigste, den das Übersteuerungsverhalten des 5E3 PI nicht stört...
Ich spiel ihn aber auch hauptsächlich auf der Bühne - vielleicht ist es genau das, was ihn da so durchsetzungsfähig macht...
Ohne Kontext aussenrum finde ich ihn auch krätzig...
Deswegen spiel ich ihn auch nicht Daheim  ::) Da dürfen meine anderen Amps ran


Grüße
Jochen

iefes:
Die Spikes treten am Anodenfolger auf. Also ich mag den Klang schon echt, aber das Raspeln im Hintergrund klingt für mich einfach etwas unnatürlich. Das würde ich gern vermeiden, jedoch ohne den Grundsound zu verbiegen, weil der ist echt top.

Ich hab den PI jetzt wieder auf auto-Bias umgelötet und diesmal aber den gridstopper (330k) hinter den 1M grid leak gepackt, das kam mir irgendwie sinnvoller vor, da es so keinen Spannungsteiler bildet. Kann es wieder erst morgen laut testen. Am Oszi sieht es so aus, als wär das clipping etwas asymmetrischer, aber das muss ja nichts schlechtes sein. Allerdings kam mir die Spannung am Gitter etwas gering vor mit um die 40V. Naja, ich werds morgen mal anhören.

Danke fürs Mitlesen!

tele05:
zur Unsymmetrie:
das kommt daher, daß die Aussteuerung an dem Punkt zu groß für die zur Verfügung stehende Anodenspannung ist. Da schnürt dann die positive Halbwelle ab.
Du kannst die Triode aber auch mit einer Spannung von weiter vorne aus der Siebkette versorgen. Die ist zwar nicht ganz so glatt dafür aber höher und wirkt der unsymmetrischen Übersteuerung entgegen.
Es bleibt dann etwas länger clean - wenn du das denn willst. Aber eigentlich klingt die Unsymmetrie ganz geil - zumindest für.mich.

Zu den Spikes kann ich auch nur Merlin nacherzählen, keine Ahnung dazu.

Grüße
Oliver

Habe deinen Schaltplan nicht ansehen können (Phone). Hoffe, das stimmt so.

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