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Primärimpedanz bei unbekantem Ausgangsübertrager bestimmen

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Offline Sinner

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Hallo zusammen,

ich habe einen PP AÜ in meiner Werkstatt rumliegen gehabt, bei dem keinerlei Dokumentation vorhanden ist. Lediglich ist die Beschaltung der Sekundärseite im alten Amp bekannt (sollte irgendwas britisches sein, Laney oder Sound City o.ä.). Nun würd ich gerne bestimmen in welchem Amp ich den Recyceln kann.

Ich habe mal ein Gedankenexperiment gemacht und an einem Bekannten AÜ durchgerechnet (danke an Stone nochmals für den AÜ). Dieser hat 5k5 an 8 Ohm und sollte um die 50W packen. Hier mal der Rechenweg:
1. Primärseite an den Variac (mittelleiter hängt in der Luft, abisoliert) -> Sekundärseite an AC-Spannungsmesser.
2. Variac hochgedreht bis Sekundär 1VAC gemessen wird und dann auf der Primärseite ca 23,5VAC gemessen.
3. Verhältniss entspricht dann 23.5:1, dann noch das ganze quadriert sind wir bei ca. 552:1.
4. Nun also 8 Ohm Sekündär multipliziert mit 552 bin ich bei ca. 4,4k reflektiert auf die Primärseite

Bei +/- 10% würde ich mir da nicht groß Gedanken machen aber so komm ich schon ins grubeln ob ich da nicht irgendwas vergessen hab oder falsch verstanden. 1k1 ist mir dann doch zu viel um es auf Toleranzen zu schieben
Kann bitte jemand drüberschauen und bestätigen ob es ungefähr passt? Würd nur ungern den Unbekannten AÜ genauso durchmessen und dann vollkommen Fehlangepasst in einen Amp reinpflanzen.

LG
Andreas

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Offline harryhirsch

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Hallo Andreas,

genauso wie du es beschreibst. Wenn du auch keine sekundäre Impedanz weißt, dann siehst du an der Relation Größe:Primärimpedanz was vermutlich richtig sein wird. 8k Impedanz bei 50W sind z.B. eher selten, dann wird es eher 4k bei entsprechend halber Sekundärimpedanz sein. Wenn du dir dann immer noch unsicher bist, könntest du noch die Primärinduktivität messen. Spätestens dann sollte klar sein wie der Übertrager zu verwenden ist.
Aber, kaputt gehen kann ja nichts solange du das Verhältnis richtig hast, selbst wenn du einen 4k AÜ als 8k betreibst. Höchstens der Bass wird etwas zurückhaltender sein.
Nur anders herum, wenn man einen AÜ bei niedrigerer Impedanz betreibt, könnte es evtl. problematisch sein. Weil dann sowohl primär als auch sekundär höhere Ströme fließen als der Hersteller vorgesehen hat, dafür ist der Draht der jeweiligen Wicklungen vermutlich nicht ausgelegt. Aber auch das sind eher theoretische Überlegungen, Musik allgemein und Gitarre im Speziellen, hat ja immer nur kurze Leistungsspitzen. Niemand prügelt aus seinem Übertrager 50W Dauerleistung raus.


Gruß, Volker

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Offline Sinner

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Super, danke Volker. Dann werd ich mal den Unbekannten ausmessen und mal schauen wo ich den gebrauchen kann....hoffe ja auf ein ähnliches Ergebniss für ein Pärchen 6L6 :D