Technik > Tech-Talk Fender
Harvard 5F10 - leichter Amp
Dirk:
Wieso kannst Du die Sekundärspannung (HV) nicht messen ?
Es wäre hilfreich zu wissen wie hoch diese ist. Du kannst auch mal auf die 240 V Wicklung umklemmen und dann messen.
Die Last auf dem Trafo scheint sehr gering zu sein.
Brumm hat sicherlich andere Ursachen, ich würde jetzt nicht nach zwei Lösungen gleichzeitig suchen.
Dirk
Laurent:
Moin,
430Vdc aus 300Vac mit Brückengleichrichtung ist eigentlich alles iO (grobe Rechnung : 300 x 1,414)
Gruß
Laurent
Marcus777:
Also, ich habe auf 240V umgelötet:
Jetzt sind es 423V an B+.
Wenn die Sekundärwindung eingelötet ist, kann ich die Spannung nicht messen - vermutlich wegen der Dioden. Wenn ich sie auslöte, bekomme ich 338V.
Gibt es irgendeine Möglichkeit, die Spannung runter zu bringen? Oder muss ich einen anderen Trafo kaufen?
Oder eine Schaltung, die zu der Spannung passt?
Grüße,
Marcus
berwin:
Wenn du wirklich einen Harvard haben willst, solltest du auch einen entsprechenden NT und eine 5Y3GT nehmen um auf die 305V vor dem OT zu kommen.
Du könntest aber auch einen grosszügig dimensionierten (10W+) 200R Widerstand nach dem Gleichrichter installieren um die Gleichrichterröhre zu simulieren. Das würde auch die Spannung etwas reduzieren.
Ich vermute aber, dass du irgendwo noch einen Bug hast und evtl. eine der Endröhren nicht arbeitet. Denn eigentlich sollte bei korrektem Bias der Endröhren die Spannung noch runter gehen. Das würde auch das Brummen erklären.
Grüsse, Bernd
Marcus777:
Mh also nach einer Nacht drüber schlafen, weiter recherchieren und neu nachmessen (mit unveränderten Werten), rekapituliere ich noch mal:
Die Rechnung von Laurent kann ich nachvollziehen (300V * 1,414 = 424V) - das stimmt mit den Messwerten überein. Das würde bedeuten, dass ich ein Fehler beim Design des Amps gemacht habe und schlicht einen zu großen PT eingebaut habe.
D.h. ich könnte jetzt einen andere PT einbauen. Es gibt den 50VA Ringkern bei TT. Der hat 250V Sekundärspannung. Die Stromwerte passen sonst. Damit käme ich auf 364 V, immer noch 50V zu viel. Andere Ringkerntrafos scheiden aus. Ich könnte natürlich auch auf das Original gehen und den Hammond 290 CAX einbauen mit 5Y3 - so wie Berwin schreibt.
Alternativ könnte ich die Schaltung abändern, um auf einen anderen Amp zu kommen, der zu den Spannungswerten passt. Ein Fender 5E5 Pro gibt 395V B+ an. Das ist nicht so weit weg. Der Amp wird auch im Jazz eingesetzt. Ich müsste aber auf 6L6 umsteigen, einen anderen OT anschaffen und die Schaltung umbauen. Der Jazzboy verwendet auch 300V Sekundärspannung und einen Diodengleichrichter. Die B+ Spannung scheint nicht angegeben zu sein, müsste dann aber ja passen. Da müsste ich ebenfalls die Schaltung ändern und einen anderen OT einbauen. Die EL34 wird der PT allerdings nicht vertragen (Heizstrom zu hoch). Ob der Amp mit 6L6 dann gut klingt und das dann klappt weiss ich nicht.
Dann habe ich noch Anleitungen gefunden, wie man den B+ mit entsprechenden Wiederständen runter bringt (https://robrobinette.com/5e3_Modifications.htm#Simulate_Tube_Rectifier). Bernd schreibt ja auch davon.
Gefällt mir alles noch nicht so richtig. Idealerweise ist wirklich noch ein Bug irgendwo und die Sache lässt sich noch einfacher richten. Nur wo?
Grüße,
Marcus
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