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Mesa Bass Prodigy four:88

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Offline willie1968

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Mesa Bass Prodigy four:88
« am: 5.02.2022 16:14 »
Moinsen,

nach langer Abstinenz hier vom Forum und überhaupt, bin ich mal wieder zurück.
Und gleich mit einem Problem, was mich wahnsinnig macht.
Ich hab mir vor 2,5 Jahren, vC, den o.g. Bassamp zugelegt. Hab lange darauf gespart und dann endlich zugelschlagen und war dann super glücklich. Dann kam C und ich hab den Amp eingemottet. Jetzt geht's bei uns auch wieder los und ich wollte den Amp wieder benutzen. Schlecht Idee...
Der Amp macht Lagerfeuergeräusche. Nun sind mir diese Geräusche ja nicht unbekannt, also erst mal rauf auf die Werkbank, Schaltplan dazu und einkreisen.
Master runter, Geräusch bleibt. Die Geräusche kommen nur aus der Endstufe.
Also Endröhren raus, Sockel gesäubert, Stifte gesäubert, alles wieder rein, Geräusch bleibt.
Neue Endröhren rein, (hatte zum Glück noch ein Quartett originale Mesas da) Geräusch bleibt.
V2/V3 durchgetauscht, bleibt,
V2/V3 gegen Neue ersetzt, bleibt.
Sichtprüfung ergab auch nix auffälliges.
Alles durchgemessen und oszillophiert: ab Anode V2 kommen die Geräusche. Also V2 oder V3 oder es liegt irgendwo im Netzteil.
Ich hab auch auf der Anodenspannung auffällige Pakete gesehen, die mit den entsprechenden Geräuschen korrospondieren könnten.
Kann das sein, das defekte Dioden (5406) oder Zenerdioden (5372) sowas verursachen könnten?
Hat ich bisher noch nie...
und tschoe
Willie

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Offline Yueang

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Re: Mesa Bass Prodigy four:88
« Antwort #1 am: 6.02.2022 11:39 »
Servus Willie,
und wilkommen im Club, müsste ich fast sagen. Denn ganz unbekannt scheint dieses Problem nicht zu sein - auch mein Prodigy leidet darunter. Kennst du diese Seite hier: https://music-electronics-forum.com/forum/amplification/guitar-amps/maintenance-troubleshooting-repair/49085-mesa-bass-prodigy-four-88-problem-crackling-sound ? Hier hat es einer gelöst indem er alle Anodenwiderstände ab V2 sowie ein paar Halbleiter ausgetauscht hat. Ich habe mir die entsprechenden Widerstände auch bestellt und werde sie dieser Tage einlöten. Den Schaltplan hast du? Zur Sicherheit als Anlage. Und natürlich bin ich sehr daran interessiert, wie du weitergekommen bist  ;D
Schönen Sonntag,
Jürgen

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Offline willie1968

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Re: Mesa Bass Prodigy four:88
« Antwort #2 am: 7.02.2022 12:26 »
Hallo,

danke für die Antwort und den Link.
Schaltplan hatte ich schon. Das Doofe ist leider, das MB die Kondensatoren über die Widerstände gelötet hat, Das macht es wirklich nicht einfacher. Ist eh schon kompliziert genug da dran zu kommen.
Weißt du zufällig welche Serie von Orange Drops da verbaut sind?
und tschoe
Willie

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Offline Volka

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Re: Mesa Bass Prodigy four:88
« Antwort #3 am: 7.02.2022 13:02 »
Moin...

ich tippe auf 6PS oder 225P... die sind schlanker als die anderen (715 zB).

Gruß,
Volka

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Offline corne

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Re: Mesa Bass Prodigy four:88
« Antwort #4 am: 10.02.2022 07:31 »
Hallo Wilie,

nur zur Bestätigung: ich hatte das auch mal in einem Amp, das Lagerfeuer  ;) Es hat sich dann tatsächlich als defekter Anodenwiderstand rauskristallisiert. Also ganz defekt war er nicht, aber genau dieser Zustand kann so ein Knistern verursachen.
Gruss, corne
Move your ass for rock 'n roll baby .... move!!

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Offline carlitz

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Re: Mesa Bass Prodigy four:88
« Antwort #5 am: 10.02.2022 10:29 »
Hallo,

ich würde alle Anodenwiderstände austauschen, falls sich der Fehler nicht klar eingrenzen lässt.
Ich hatte erst letztens eine Mesa Boogie 2:90 Endstufe auf der Werkbank, in der ein Kanal nicht funktioniert hat.

Der Fehler war der defekte Metallfilm Anodenwiderstand. Sah alles gut aus, optisch kein Problem, elektrisch defekt.....
If you don't know how to fix it, stop breaking it!

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Offline bluesfreak

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Re: Mesa Bass Prodigy four:88
« Antwort #6 am: 10.02.2022 10:36 »
Eine weitere Stimme für einen möglicherweise defekten Widerstand. Allerdings kann auch ein defekter Kondensator nicht ausgeschlossen werden weil Mesa die chronisch am Limit betreibt (RS war sich wohl der Existenz von 630V Typen unbekannt). Eine dritte Ursache könnte einer dieser komischen, gelben Tantalkondensatoren sein die nur Mesa verwendet und die prinzipiell (Wenn älter als 10 Jahre) potentiell eine Defektquelle darstellen können. Zur Reparaturfreundlichkeit von Mesa will ich nichts sagen weil das nicht druckreif wäre, nur soviel dass ich Mesa prinzipiell nicht mehr annehme weil wirtschaftlich nicht reparabel.

Gruß
blues

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Offline willie1968

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Re: Mesa Bass Prodigy four:88
« Antwort #7 am: 10.02.2022 19:18 »
Danke,

ich habe gerade beim Dirk eine Bestellung gemacht. Die Kondensatoren hab ich schon raus.
Widerstände sind bestellt 8 (wie auch Kondensatoren) und ich hab 2 neue IRF840, die ich zur Not auch noch erssetzen kann.
Bei den Zener Dioden bin ich mir nicht sicher. 1N4744 sind ja 1,3W 15V.

Soll ich die auch tauschen?

Da kommt man ohne Auslöten der Kondensatoren einfach nicht mehr ran.
(Siehe nachher vorher Bilder).
Dirk hat die leider nicht,
und tschoe
Willie

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Offline willie1968

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Re: Mesa Bass Prodigy four:88
« Antwort #8 am: 27.02.2022 07:28 »
So,
Reparatur abgeschlossen.
Ich habe die 400V durch 600V esetzt. Deswegen geht es da leider enger zu als vorher.
Test auf der Werkbank war erfolgreich. Test im Probenraum steht noch aus.
und tschoe
Willie

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Offline Yueang

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Re: Mesa Bass Prodigy four:88
« Antwort #9 am: 3.03.2022 15:05 »
Glückwunsch! Meine Reparatur ist mangels Zeit nicht über das Bauteile bestellen hinaus gekommen. Aber toll zu hören, dass es genau diese Schaltstelle ist, an der man eingreifen muss.
« Letzte Änderung: 3.03.2022 15:08 von Yueang »