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2 Fragen zu einem Champ clone
Showitevent:
Also wenn ich die Fragen richtig verstanden habe:
1.) Ja, ein Kathodenfolger kann eine 6V6 treiben. Er liefert aber praktisch keine Spannungsverstärkung, sondern macht die Quelle niederohmiger. Die nötige Signalspannung muss also aus der Stufe davor kommen.
2.) Die 5Y3GT ist eine direkt geheizte Zweiweg-Gleichrichterröhre. D.h. erstmal nur, dass der Heizfaden in der Röhre 2 Funktionen hat!
- Heizung
- Kathode
Also quasi ein zusammengefasstes System.
An der Kathode (oder in deinem Fall Heizung) wird die B+ (Betriebsspannung) abgegrifen, den GND Bezugspunkt stellt der Center Tap des Netztrafos.
Zwei wichtige Punkte für Gleichrichterröhren:
- Die 5 Volt Heizsspannung nicht als harmlose Kleinspannung betrachten! Diese hat B+ Potential! Also nicht für irgendwas anderes verwenden, außer der Heizung des Gleichrichters.
- Ladeelkos, speziell der erste direkt an der Gleichrichterröhre, dürfen nicht zu groß werden in ihrere Kapazität! Das kannst du dem Datenblatt der 5Y3 entnehmen.
Die JJ 5Y3S ist mit 20 uF bei ca. 2x 350 Volt. Historische Datenblätter sehen lieber eher 10 uF!
So ganz konservativ muss man das nicht auslegen (Erfahrungswert) - aber es sollten da jetzt nicht unbedingt 100 uF dran hängen und auch 47uF nur auf eigene Gefahr.
Was das Brummen angeht kann ich nur sagen: Amp aus, entladen, alle Kabel und Verbindungen checken!
Viel Erfolg
Geronimo
Kleines Edit:
In vielen Champs läuft die 6V6 weit über ihrer Spezifikation. Der Kathodenwiderstand (Wert), die darüber abfallende Spannung und die Höhe der Betriebsspannung wären Kandidaten zum Checken.
BGE:
Also wenn ich die Fragen richtig verstanden habe:
*Danke erstmal für Deine Hilfe.
1.) Ja, ein Kathodenfolger kann eine 6V6 treiben. Er liefert aber praktisch keine Spannungsverstärkung,
sondern macht die Quelle niederohmiger. Die nötige Signalspannung muss also aus der Stufe davor
kommen.
*Der "Kathodenfolger" hier besteht aus einer Doppeltriode (12AY7 / 5751 etc). Die erste Hälfte der
*Triode ist wie eine normale Vorstufe geschaltet und bringt ca µ= 60 die zweite ist der eigentliche
*Kathodenfolger, der hat µ = 0,9. Diese aus zwei Trioden bestehende Stufe hat also ca. µ = 60 welches
*als erste Stufe für ein starkes harpmic allein ausreicht, da ein starkes harpmic einen vielfach höheren
*Output hat als eine Gitarre oder ein SM58 etc.
*An dem Beispiel Redneck (siehe oben), sieht man, daß diese Stufe auch als 1. Stufe für die Anwendung
*harpmic ausreicht, ich war mir nur nicht sicher ob das auch single ended so ist. Bzw. ob da speziell
*schaltungstechnisch etwas zu beachten ist (Design) Das war (ist) die erste Frage.
2.) Die 5Y3GT ist eine direkt geheizte Zweiweg-Gleichrichterröhre. D.h. erstmal nur, dass der Heizfaden
in der Röhre 2 Funktionen hat!
- Heizung
- Kathode
Also quasi ein zusammengefasstes System.
An der Kathode (oder in deinem Fall Heizung) wird die B+ (Betriebsspannung) abgegrifen, den GND
Bezugspunkt stellt der Center Tap des Netztrafos.
Zwei wichtige Punkte für Gleichrichterröhren:
- Die 5 Volt Heizsspannung nicht als harmlose Kleinspannung betrachten! Diese hat B+ Potential!
Also nicht für irgendwas anderes verwenden, außer der Heizung des Gleichrichters.
*Genau das ist es , was ich an der direkten Heizung der 5Y3 nicht verstehe. Wie erreicht man mit
*dieser B+ Spannung, die ja einerseits aus der nach Zweiweg-Glerichrichtung noch ungesiebten
*Anodenspannung besteht, andererseits aber ein 5 V 50 Hz Wechselspannung "überlagert" wird,
*eine saubere B+ Anodengleichspannung? Wird diese pure 5 V Wechselspannung durch den
*ersten Reservoir-Cap mit weggefiltert? Die Funktionserklärung für diese 5Y3GT war (ist) die
*zweite Frage, weil ich dazu im web nicht so richtig was finden konnte.
- Ladeelkos, speziell der erste direkt an der Gleichrichterröhre, dürfen nicht zu groß werden in ihrere
Kapazität! Das kannst du dem Datenblatt der 5Y3 entnehmen.
Die JJ 5Y3S ist mit 20 uF bei ca. 2x 350 Volt. Historische Datenblätter sehen lieber eher 10 uF!
So ganz konservativ muss man das nicht auslegen (Erfahrungswert) - aber es sollten da jetzt nicht
unbedingt 100 uF dran hängen und auch 47uF nur auf eigene Gefahr.
*Im alten Fender Champ sinds 8µF ich habs mir angeschaut.
*Der erste Filtercap ist hier trotzdem 33µF und das ist ein erprobter Grenzwert,
*bei einem anderen HG II der schon länger ohne Probleme läuft und an dem
*die Anodenspannung der 6V6 abgegriffen wird, danach kommt der erste Sieb-R
*von 10 Kohm und der 2. Sieb-Elko (22µf). An diesem Punkt wird die
*Schirmgitterspannung für die 6V6 abgegriffen.Leider habe ich derzeit keinen
*Zugriff auf diesen anderen Amp.
Was das Brummen angeht kann ich nur sagen: Amp aus, entladen, alle Kabel und Verbindungen
checken!
*Das muß ich dann tatsächlich alles mal richtig nachlöten und nachmessen wenn ich wieder da bin.
*Die 2 Fragen dienten nur für mich zum, besseren Verständnis des Designs und der Gleichrichterröhre.
*1.Frage: Ist was vom Design her besonders zu beachten, wenn man einen Kathodenfolger vor
*eine Single ended 6V6 Endstufe setzt?
*2.Frage: Wie funktioniert eine 5Y3GT Gleichrichterröhre mit der direkten Heizung?
Viel Erfolg
Geronimo
Kleines Edit:
In vielen Champs läuft die 6V6 weit über ihrer Spezifikation. Der Kathodenwiderstand (Wert), die
darüber abfallende Spannung und die Höhe der Betriebsspannung wären Kandidaten zum Checken.
* Der Kathoden-R ist hier an der 6V6 470 Ohm an 5 Watt und wurde vom Wert her nicht verändert.
*Gruß Boris (aka drstrange)
Showitevent:
Moin,
CF
wenn du in einem Champ die zweite Stufe als CF auslegst, verlierst massiv an Preamp Gain.
Wenn das für deine Zwecke Ausreicht und klanglich gefällt, ist die Frage doch hinfällig. So wie ich verstanden habe existiert doch schon ein Amp der so aufgebaut ist?!
GR
Direkt oder indirekt macht in dem Fall keinen Unterscheid. Die 5 Volt AC liegen lediglich als Stromquelle an der Heizung der Gleichrichterröhre an.
Diese Stromquelle hat aber keinen Bezug zu GND, sodass sich das AC Signal nicht weit über die B+ ausbreiten könnte.
Sicherlich gibt es einen kleinen Modulationseffekt, dieser ist aber sofort wieder hinfällig - AC Signale und Modulationskomponenten werden weitestgehend über den Ladeelko gegen GND kurzgeschlossen.
Bei indirekt geheizten Gleichrichterröhren ist das genau das Selbe! Hier liegt meist ein Pin der Heizung eh intern elektrisch parallel zur Kathode.
Der Unterschied zwischen beiden ist in erster Linie die maximale Strombelastbarkeit, was in einem Champ jetzt weniger problematisch ist.
N.m.E sind 33uF eher unkritisch. Eine Empfehlung das beizubehalten werde ich aber trotzdem nicht aussprechen - siehe Datenblätter.
Geronimo
BGE:
CF
wenn du in einem Champ die zweite Stufe als CF auslegst, verlierst massiv an Preamp Gain.
Wenn das für deine Zwecke Ausreicht und klanglich gefällt, ist die Frage doch hinfällig. So
wie ich verstanden habe existiert doch schon ein Amp der so aufgebaut ist?!
*BGE
*Hi Geronimo
*Es existiert bisher nur ein Amp mit dem 1. Siebelko (Reservoir) als 33µF und der 2. und 3. als 22µF.
*Den Amp mit CF als Preamp, will ich als (meines Wissens nach) erster aufbauen. Deshalb bin ich
*ja so unsicher. Und ja ich kann bestätigen, daß der Sound und der Pegel und auch die
*Feedbackfestigkeit des Amps jetzt schon so sind, wie ich sie erwarte, nur das die PA noch brummt.
*Der Redneck oben gezeigt, hat hinten PP und einen Phaseninverter ist also in der Endstufe anders
*aufgebaut als der single ended HG II. Ich würde, da die NFB Leitung hier am AÜ speziell über eine
*Sonderanzapfung über 22kOhm früher an die 2. Kathode des originalen Designs (ohne CF) ging,
*die NFB Testhalber nochmal einbauen, weiß aber garnicht, wo ich die jetzt beim CF anschließen
*sollte. Nicht das der tatsächlich noch deswegen brummt, weil ihm die NFB loop fehlt.
*5Y3GT GR
*Zum Thema 5Y3GT habe ich inzwischen probehalber einen Zweiweg Halbleiterdiodengleichrichter
*statt der Röhre aufgesteckt und die 5 V Heizung testhalber abgeklemmt. Funktioniert auch gut
*ohne die Röhre und mit den zwei Dioden aber es brummt trotzdem noch, so daß ich jetzt tatsächlich
*dann die Vorstufe und das Netzteil ausgeschlossen habe und mir nun gezielt die 6V6 nochmal
*anschauen werde. Und ich würde natürlich gern zu Testzwecken die NFL nochmal in Betrieb
*nehmen aber weiß nicht wohin ich sie vor der PA am Preamp anschließen soll, da jetzt ja die
*zweite Kathode der Vorstufe durch den CF anders geschaltet ist.
Geronimo
*Gruß
*drstrange
Helmholtz:
Deine 2 Hauptfragen hat ja @Showitevent schon ausführlich beantwortet.
Wenn ich das richtig verstehe, besteht der Amp jetzt aus:
1. Eingangs-Gainstufe,
2. Direkt gekoppeltem Kathodenfolger,
3. Tonblende (gab's nicht im 5E1),
4. Vol.Poti,
5. Endröhre.
Mit dieser Schaltung gibt es jetzt keinen guten Einspeisepunkt für das NFB-Signal mehr (m.M.n. käme sowieso nur die Kathode der Eingangstriode in Frage), denn Tonblende und Vol.-Poti sollten nicht innerhalb der NFB-Schleife sein, damit sie richtig funktionieren.
Auch würde eine wirksame Über-Alles-GK die Gesamtverstärkung des Amps deutlich reduzieren.
Allerdings damit auch den Ruhebrumm.
Ich bin sicher, es gibt eine andere Lösung für das Brummproblem.
Verschwindet der Brumm, wenn man das Vol.Poti zudreht?
Für die Belastung der GLR-Röhre spielt nur der Wert des ersten Glättungskondensators eine Rolle.
Der Siebkondensator am Schirmgitterknoten kann also problemlos vergrößert werden.
Bitte mal den Schaltplan rauszeichnen (einen einfacheren Amp gibt es ja kaum).
Ist ein Oszi vorhanden?
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