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2 Fragen zu einem Champ clone

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BGE:
Deine 2 Hauptfragen hat ja @Showitevent schon ausführlich beantwortet.

Wenn ich das richtig verstehe, besteht der Amp jetzt aus:

1. Eingangs-Gainstufe,
2. Direkt gekoppeltem Kathodenfolger,
3. Tonblende (gab's nicht im 5E1),
4. Vol.Poti,
5. Endröhre.

BGE: Ja so sieht der aus. ( + 6. Netzteil)

Mit dieser Schaltung gibt es jetzt keinen guten Einspeisepunkt für das NFB-Signal mehr
(m.M.n. käme sowieso nur die Kathode der Eingangstriode in Frage), denn Tonblende
und Vol.-Poti sollten nicht innerhalb der NFB-Schleife sein, damit sie richtig
funktionieren. Auch würde eine wirksame Über-Alles-GK die Gesamtverstärkung des
Amps deutlich reduzieren. Allerdings damit auch den Ruhebrumm.

BGE: Danke, sehr hilfreich, ich bin auch etwas weiter gekommen. Ich werde die NFB evtl:
BGE: nicht brauchen. Danke trotzdem für den Absatz, der ist sehr wichtig.
BGE: Ich habe den ersten (Reservoir) Cap getauscht und es ist schon sehr viel besser geworden.
BGE: Allerdings sagt mir mein Heathkit IT 11 (mit 230V Netz Option), daß der bis 600 V ok ist
BGE: und den Wert (33µF) zeigt er auch an. Ich bin verunsichert und werde mal einen Elko bewußt
BGE: beschädigen um zu provozieren, daß das IT 11 mir mal den Fehlerfall wirklich zeigt.
BGE: (magisches Auge flackert normalerweise bei Leakage). Und der war auch neu gekauft.
BGE: (F&T). Egal. Das Brummen was ich jetzt habe ist für eine SE - PA schon fast normal.
BGE: Es sieht aber auch aus wie auf einem Schlachtfeld und ich muß das erstmal alles wieder
BGE: vernünftig zusammenlöten. Bloß: Was hat der Elko??? Der ist ja augenscheinlich defekt?
BGE: Wie kann ich zukünftig sicher sein, daß ein Kondensator i.O. ist wenn er als i.o. im
BGE: Messmittel (IT-11) angezeigt wird, es aber nicht ist?

Ich bin sicher, es gibt eine andere Lösung für das Brummproblem.
Verschwindet der Brumm, wenn man das Vol.Poti zudreht?

BGE: Nein solange er noch da war verschwand er nicht und war unabhängig vom Volume.
BGE: Ich teste nach meiner Abwesenheit weiter.

Für die Belastung der GLR-Röhre spielt nur der Wert des ersten
Glättungskondensators eine Rolle.

Der Siebkondensator am Schirmgitterknoten kann also problemlos vergrößert werden.

BGE: Das ist auch sehr wichtig, da werde ich auf jeden Fall nochmal rumprobieren.

Bitte mal den Schaltplan rauszeichnen (einen einfacheren Amp gibt es ja kaum).

BGE: Das will ich sowieso noch machen. Aber ab morgen bin ich erst mal wieder
BGE: ein paar Tage (bis Freitag) weg. Dann gehts weiter.

Ist ein Oszi vorhanden?

BGE: Ja, zwar nur so ein Joy-It DMSOD72 Handheld aber bis 10 MHz geht der auch locker.
BGE: Mein alter Tectronix ist mir vor Jahren schon verreckt.

BGE: Pegel (Gain:)
BGE: Zu den Pegeln wäre gesagt, es reicht schon ziemlich gut mit einem starken Mic.
BGE: (Crystal oder Bullet shure ) Will man aber mit einem normalen Stick-Mic spielen,
BGE: wird der gain noch nicht reichen. Bei einem Harpamp ist der sweetspot immer
BGE: ganz kurz vor dem Feedback und das erreicht man mit einem schwachen Mic
BGE: hier derzeit nicht. Auf S.134. seines, weiter oben schon genannten, Buches:
BGE: "Designing Tube Preamps for Guitar and Bass"
BGE: beschreibt Merlin Blencowe noch eine bootstrapped Version der jetzt umgebauten
BGE: Version der Vorstufe , die man schaltbar machen also die original Schaltung hat
BGE: jetzt µ = 60 und mit dem bootstrap hat sie dann µ = 90 (also von 35,6 dB auf 39 db)
BGE: So würde man es ermöglichen starke Mics einerseits aber eben auch schwächere
BGE: Mics andererseits an den Amp anzuschließen. Um feedback zu haben , muß man
BGE: nun schon sehr dicht an den Amp ran aber der Sound klingt mit dem starken Mic
BGE: schon ziemlich gut.

BGE: Wenn ich nur wüßte was mit dem Elko (33µF 500V von F&T) ist???

BGE: Danke erstmal. Bin jetzt ein paar Tage nicht am Platz.

Gruß
dstrange


 

Helmholtz:
 
--- Zitat ---Allerdings sagt mir mein Heathkit IT 11 (mit 230V Netz Option), daß der bis 600 V ok ist
BGE: und den Wert (33µF) zeigt er auch an. Ich bin verunsichert und werde mal einen Elko bewußt
BGE: beschädigen um zu provozieren, daß das IT 11 mir mal den Fehlerfall wirklich zeigt.
BGE: (magisches Auge flackert normalerweise bei Leakage).
--- Ende Zitat ---

Ein moderater Leckstrom hat beim Reservoir-C kaum Einfluss auf den Brumm.
Ein erhöhter ESR dagegen schon.
Generell muss der Spannungsrippel bei SE - Endstufen sehr gering sein, da hier anders als mit PP keine Brummkompensation durch den AÜ erfolgt.
Besonders empfindlich ist das Schirmgitter.

Um das Messgerät bzgl. Leakage zu testen, muss man nicht einen Kondensator beschädigen.
Ein Parallelwiderstand von 10k bis 100k tut's auch.

Mit dem Oszi könnte man sehen, ob der Brumm 100Hz oder 50Hz Grundfrequenz hat.

drstrange:
moin  Gruß aus’m Schwarzwald.

Ich arbeite tatsächlich schon sehr lange mit F&T filtercaps und die jetzige
Situation würde bedeuten, dass hier ein nagelneuer Elko schon defekt
war, was mir bei denen bisher noch nie passiert ist. Ok vielleicht lag er ja
als Neuware lange im Schrank, ich werde mir tatsächlich den ESR ansehen
wenn ich wieder daheim bin. und ich werde herausbekommen, wann der
hergestellt wurde. vielen Dank ich melde mich dann nochmal. Ja und elkos
zerstören brauche ich garnicht. da liegen bestimmt noch alte defekte
in meiner „Gruschtelkiste“. bzw. im Fundus. Außerdem werde ich den ESR
Test in meine Testreihe fest mit aufnehmen. Und den Brumm (ripple)
werde ich mir auch anschauen, der müsste ja eigentlich 100 Hz sein.

Danke erstmal, ich melde mich später.
drstrange

BGE:
Moin
Bin nach der Hitzeschlacht im Schwarzwald letzte Woche wieder da.
Den Schaltplan konnte ich noch nicht aufnehmen, aber das ist das Nächste,
was ich mir vorgenommen habe. Brumm ist jetzt nur noch 50Hz  also Heizung.

Nach der Erhöhung des Schirmgitter-Filterkondensators (zweiter Cap)
von 20 auf 66 µF und der Verkleinerung  des 1. Filtercaps (Reservoir)
von 33 µF auf wieder 20 µF und die Erhöhung des Kathoden-R von
470 Ohm auf 820 Ohm ist das Brummen fast verschwunden. (100 Hz)
Danke Helmholtz für den Tip. Aber es ist noch ein Rest da. (50 Hz)

Ich fragte mal vorsichtig KI und die meint, da ich ja Single ended in der PA
habe ich ja keine natürliche Brummunterdrückung, als würde ich Push Pull
PA benutzen, und das gäbe evtl. Probleme mit dem Kathodenpotenzial der
Kathode am Kathodenfolger und dem Potenzial der Heizung. Die Kathode
am Kathodenfolger ist ja hier der Ausgang des Preamps hin zur Single ended
Endstufe. Also liegt diese Kathode bei ca. 150V Potenzial. Und da würde, wenn
die Heizung auf Masse symmetriert wäre (2x100Ohm), ein Brumm übersprechen
können. Ist das einleuchtend oder nicht? Blöd ist aber nur, daß ich, wenn ich die
Vorstufenröhre ziehe, also die Kathode des Kathodenfolgers stillege, dieses
Restbrummen immer noch habe.  Muß ich jetzt letztendlich damit leben,
weil ich ja single  ended habe? Der Brumm ist wie bei einem alte Röhrenradio.
Soll ich beim Schirmgitter Filter-cap noch höher gehen? Aber das bringt ja nix
bei 50 Hz.

KI empfiehlt mir also 1.) die Gleichrichtung der 6,3 V was ich schon öfter
gemacht habe und dann empfiehlt sie mir noch das Potenzial der 6,3
Heizung mittels eines kleinen Spannungsteilers an B + (220K / 47K) auf
ca. +50 V anzuheben. Das hab ich jetzt aber noch nicht gemacht.

Beim Durchforsten der Trafodaten fiel mir auf, daß der Hammond 290AEX, der
hier eingebaut ist, garnicht mehr empfohlen wird, sondern der 291AEX der
bessere Werte hat (Replacement Kit) Besonders die 5 V Heizung der 5Y3GT, die in der
Spec mit 2 A angegeben ist schafft der 290er grade so, währenddessen dort beim
291er 3A angegeben sind. Was meint Ihr, kann es sein, daß der Trafo von Hause aus
mit 2A bei 5Y3GT und seinem max. Wert leicht an seine Grenzen stößt und deshalb
noch etwas brummt? Auch die anderen Werte des 290ers sind alle weniger als bei
dem 291er Replacement (zB. B+ alt 81 mA neu 100mA etc) Ich mache um diese
Restbrummen jetzt doch soviel Aufhebens, weil der Amp als Harpamp und zur
Eindämmung des Feedbacks immer über die PA gespielt werden soll also das line out
so brummfrei wie möglich sein sollte.Und das kommt hier nach dem Ausgangsübertrager.
Was sagt Ihr zu dem ganzen Zustand hier?

Gruß
drstrange

Helmholtz:
Kann ich mal Oszibilder vom Brumm am Ausgang und am Steuergitter der Endröhre sehen?
Die Belastung des Netztrafos sollte sich nicht auf den elektrischen Brumm auswirken.

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