Hallo Moritz(?),
die Antwort kommt auf die zu messende Endstufe an. Üblicherweise nutzt man diese Messadapter für Endstufen bei denen die Kathode direkt an die Masse angeschlossen sind. Der Adapter schaltet einen Widerstand von 1 (oder 10) Ohm zwischen Kathode und Masse. Ich gehe im Flogenden davon aus, dass der Rote Draht an der Kathode hängt und der Schwarze an der Verbindung zur Masse/Gehäuse.
Wenn die Röhre in Betrieb ist stellt sich je nach Gittervorspannung ein Strom ein, z.B. 35 mA. Über einen 1 Ohm Widerstand entsteht dann ein Spannungsabfall von 35 mV welchen du misst. Und darin liegt auch schon die Antowrt auf deine Frage: Die Schwarzen Kabel haben das selbe Potential wie das Gehäuse (Masse) und die Roten Kabel haben +35 mV.
Gruß, René
Vielen Dank euch beiden für die Antworten!
Ich informiere mich seit einiger Zeit und zuletzt intensiv um soviel wie mir möglich an der Materie zu durchschauen.
Von daher ist dieser Link zu dem weiteren Input sehr bedankt.
Moritz ist richtig.
Hallo René,
Danke für deine nachvollziehbare Erklärung!
An dem roten Kabel habe ich dann ja, wie du geschrieben hast, den Spannungsabfall von 35mV anliegen.
Wenn ich nun die zweite Probe an das DMM anschließe hängt der Stecker des roten Kabels der ersten Probe ja "in der Luft".
Wenn ich dich richtig verstanden habe ist das also ebenso unproblematisch, wie, wenn der Stecker des roten Kabels an das Gehäuse kommen würde, richtig?
Also kann ich ohne mir Gedanken machen zu müssen die Kabel der beiden Proben einfach hin und her tauschen?
P.S.: zuerst kümmere ich mich um meinen Diezel Einstein 100W, dann habe ich noch einen Elmwood M90 mit zwei KT88.
Der Einstein hat auch externe Bias Messpunkte und von aussen zugängliche Trimpotis. Da kann ich, denke ich, ganz gut die Bias Probes ausprobieren und kontrollieren. Ich meine die Kathode liegt beim Einstein auf Masse.
Gruß Moritz