Technik > Tech-Talk Fender
Blackface-/Piggyback-/Brownsound
Larry:
--- Zitat von: sjhusting am 27.08.2006 20:44 ---mach nichts. weder black- noch silverface circuits haben seit den geaendert.
--- Ende Zitat ---
Das ist schon klar!
Aber die Verfügbarkeit von Röhren - insbesondere die Verfügbarkeit der JJ GZ34 hat sich seitdem gewaltig geändert ;)
Larry
dukesupersurf:
Hallo,
erstmal Danke für die Antworten.
Habe mir mal die Seite und nochmal alle alten Pläne
angeguckt,und da kommt man doch sehr ins grübeln,
wie der Begriff "Vintage,usw." für die technischen Laien
gedehnt wird:
Einerseits ist der Blackface Superreverb ein sehr dynamischer Cleanamp(warum nicht gleich auch Diodengleichrichtung wie beim Twin?),andererseits ist der
Tweed-Twin genau das Gegenteil(4x 5881 müßten die
röhrengleichgerichtete Ladespannung völlig einbrechen
lassen).Aber weiß jemand mehr über den typischen Charakter dieses seltenen Amps?
tschüß,Thomas
sjhusting:
tweeds und blackfaces sind sehr unterschiedlich. Ein blackface ist nicht klangweise ein "weiterentwicklung" von ein tweed amp, es ist ein neue entwicklung.
Zuerst, du solltest errinern, das Leo's lieblingsmusic Western Swing war, und alle seine klassische designs (ins besonders strat, tele, und tweed amps) waren entwickelt, diese klang zu liefern. Denk an pedal steel (Leo hat angefangen mit steel guitarren). Mit blackface amps hat er dazu eng mit Dick Dale gearbeitet, der Jimi Hendrix von Surf Guitar. Auch ein sehr clean tone. Fender ist synonym mit clean, es gibt ein grund wieso.
Als naechste, tweed-era amps waren nicht gedacht, staendig voll auf gespielt zu sein. Es gibt ein werbung aus den 50er jahre, mit eine kleine maedchen die ihr ohr direct auf ein twin gedruckt hat, waehrend jemand (vermutlich ihr papa) gespielt hat. Und das mit ein 80-watt verstarker. Vermutlich war es nicht auf "12" gedreht. Tweed amps tendiere aufgedreht eher raw and gritty zu sein. Denk an Neil Young, der modifizierten Tweed Deluxes spield, oder Billy Gibbons, der auch oft eins spielt.
Die blackfaces (AB763) amps war so zu sagen Leo's endproduct in amp design, mindestens bis er die Music Man amps entworfen hat (auch nicht schlecht). Sie haben alle mehr oder weiniger die gleich preamp mit verschiedene power stufen, je nach dem, was noetig ist. In die gute alten Zeiten hatte ich einige blackfaces (Princeton, Super, Bassman, Tremolux) und sie waren alle fantastiche amps, ins besonders den Super. Ab 5 haben sie ein heftige distortion gehabt. Classische blackface tone findest du zB auf Otis Redding, Wilson Picket usw aufnahmen, wo Steve Cropper gespielt hat. Es gibt kein schoenere clean klang; niemand hat es je besser gemacht. Denk mal dran; die amps waren von Wes Montgomery benutzt, Hendrix hat teilweise Showmans benutzt, Johnny Winter hat Twins benutz, und such ein alte bild von the Dead und ihre "wall of fenders" aus. Auch nahzu jeder studio guitarrist der 50'er, 60'er, und 70'er jahren. Wahrhaft flexible verstaerkern.
CBS kam, und sachen haben langsam geaendert, meistens fuer das schlechtere. Die verstarkern waren "verschlimmbessert" eins nach einander. Teilweise aus kostengrunden, teilweise aus modische grunde. Die "professionel" amps (twin, showman, super, pro) waren schneller geaendert als die kleinen. Ein Silverface deluxe, zB, so lang es kein pull-boost hat, ist nicht viel anders als ein blackface. Und die erste Silverfaces ('68 oder so, oft mit alu um die grill cloth teil) waren nur kosmetische aendurungen, kein electronische. Aber master volumes, bias aenderungen, und andere sachen kam eins nach einander. In die letzte haelft die 70er jahre kam die "ultralinear" pro, super, bassman, twin, und showman, all ind die suche fuer "leistung ueber alles." Die NF war nicht so geschickt geloest und sie haben ein ruf als sterile, fast hifi klingender amps. Sie sind gut fuer country oder jazz, sonst finger weg von UL fenders.
Also bei fender war die trend immer richtung cleaner und lauter. Sie haben bis heute nie ein richtig ueberzeugende distortion channel produziert, obwohl es viel besser ist als es war. Wenn man ein deluxe oder tweed bassman voll aufdreht ist das was anders, nicht vergessen, die erste marshalls waren weitgehen tweed bassman Kopien.
Also, die uebergang tweed->(brown/blonde)->blackface amp brachte ein immens klangliche aenderung, und ein tweed twin ist mit recht betrachtet als ein voellig andere tier als ein bf twin. Die unterschied BF-SF ist nicht so gross wie Tweed-BF
Trotz allem gibt es jeder menge gut klingende silverface amps da draussen, und ich wurde nicht zogern, noch eins zu kaufen (hatte bassmen, vibroluxes, und ein twin als SF). Lieber ein SF pro als HD deVille, was nicht erklaert, wieso ich ein deville benutze.
Ich finde es ein schlechte idee, ein SF in ein BF umzuwandeln, nur weil das ist was man mit SF fenders macht. Es kann sein, den SF gefaellt dir ganz gut wie es ist. Wenn nicht, blackfacing ist keine grosse sache. Aber dann solltest du zuerst ein bf fender (und ein richtige, nicht ein reissue) spielen zu sehen ob das ist was du willst, dann kannst du die aenderungen machen.
ich hoffe das hilft ein bisschen. wenn du ein marshall klang suchst, dann kauf ein marshall, und las den arme alte fender wie es ist.
steven
dukesupersurf:
Hallo Stefen,
mein Ziel ist,einen Fenderclon nach meinen Vorstellungen
zu bauen.Leider habe ich noch nicht jeden gespielt/repariert den ich auf Platten gehört habe.Das Teil
sollte Lautstärke mäßig Sustain haben(nicht so hart wie UL);die Bässe sauber,weich und wummig;der Grad der Zerre sollte sehr dynamisch auf die Spielweise reagieren;
die Klangfarbe der Zerre sollte entweder einen cleanen,
nicht sägenden sondern harmonischen Glanz in den Obertönen haben(Motown Funk,Country) oder sie sollte eben rotzig (Countryrock,Beat,Surf) bis sägend(kein Metal!!!,-Rock'n'Roll,Blues,Grunge) sein.Und eben hier kann ich die Fendermodelle nicht unterscheiden.
Für effektive,variable Mittenregelung,Vibratoeffekte,Surfhall habe ich schon gute Ideen.Ich möchte einen zweikanaligen Amp entwickeln,der R'n'R,Blues,Jazz,Surf und europäische Beatmusik der frühen 60er Jahre machen kann.
tschüß,Thomas
sjhusting:
Hallo Thomas
bin eigentlich sch***-Ami, also, steven, nicht stefan ;D
Dein bedarf auf vibrato und reverb zeigt das ein tweed dein bedurfnisse nicht erfullt, ausser wenn du dazu ein revibe baust.
Dein verwirrung bei Fender amps, ins besonders der blackfaces, ist verstaendlich. Leo hat ein standard-schaltplan entwickelt (AA763) die alle von Deluxe bis Showman teilen. Es konnte unterschiede im tone stack geben (2- oder 3-knob) und der output section und trafos waren auch unterschiedlich. Dazu kommt der bassman head, ein ganz andere tier.
Also, hier ist ein sehr grobe verteilung von die bekanntere Fender amps. Hab die meisten irgendwann gespielt. Was ich hier weitergebe ist teilweise "allgemein kenntnisse" und teilweise "eigene erfahrung." Bin sicher andere kann mehr dazu sagen.
Fuer blues ist der tweed bassman der amp schlechthin.
Fuer blues ist der blackface deluxe reverb der andere amp schlechthin
Fuer R&B schau mal richtung Super Reverb. Ist auch ein excellent blues amp.
Fuer rock'n'roll tweed deluxe - es ist ein 'gain monster.'
Fuer country ein blackface twin. Geheimnisse bei der twin ist die AÜ, es kann nicht (er-be-ver-ge-)sättigt.
Dick Dale hat immer showman/dual showman benutzt, also, das ist der surf amp schlechthin. hab aber nie eins gespielt.
Alle sind fur jazz gut, ausser vielleicht der tweed deluxe. Eigentlich du kannst jeder fuer alles benutzen.
Also ...
Der super reverb, entweder black- oder non-UL silverface, wird meine meinung nach dein wunsche am besten decken. Ich habe den reissue nie gespielt, so ich kann nicht kommentieren da. Ich gebe zu, ich habe ein besondere love affair mit diesen verstaerkern, und hoffentlich werde ich irgendwann wieder eins besitzen, wieder ein richtige blackface. Ich sehe TAD hat jetzt ein kit fuer 1100 euro, vielleicht ist das interessant. Was the amp of choice for Steve Cropper ("God") and countless bluesers.
Der deluxe reverb mit 22 watt ist ein beliebte verstaerker, und die reissue ist nicht schlecht. Du kannst alles decken, aber bei hoeher lautstaerke ist es eher ein blues amp. Es ist aber von einige jazzers die ich kenne durchaus gebraucht.
Twin ist der clean amp schlechthin, und du solltest es fuer distortion nicht verwenden ausser du hasst aus irgendwelche grunde deine ohren.
Pro ist wie ein Super mit 2x12, hat aber auch der kleinere bandmaster AÜ (glaube ich, es ist lange her).
Der kleine Princeton war kein A[AB]763-amp, war aber bis in die 80er jahr beliebt bei studio musiker, und Boogie hat angefangen, princetons auf 6L6 und 60 watt zu konvertieren.
Alle haben nur 2 gain stages, meistens ein long-tail PI, viel hoehen, und ein significant mid-notch.
--- Zitat ---Ich möchte einen zweikanaligen Amp entwickeln,der R'n'R,Blues,Jazz,Surf und europäische Beatmusik der frühen 60er Jahre machen kann.
--- Ende Zitat ---
Me too. We're not asking too much, are we?
Ich hab ueberlegt, wenn ich mehr erfahrung habe, ob ich nicht mein Deville irgendwann ueberarbeiten sollte, mit ein marshall und ein AB763 channel.
bin neugierig was du am schluss machst
steven
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