Technik > Tech-Talk Fender

champ 5c1 projekt

<< < (7/10) > >>

Athlord:
Moin,
zweiter Ansatz (nachdem ich ein Nacht drüber geschlafen habe):
- Klebeschellen nur zum fixieren von Kabeln aber nicht für ELKO
- Signal führende Leitungen sollten immer weit getrennt von den Heizleitungen verlegt werden
- gleiches gilt für die Hochspannung
- wenn Leitungen kreuzen müssen dann am besten 90° zueinander
- Bauteile werden auf oder zwischen Lötleisten befestigt aber niemals in das Kabel mit Schrumpfschlauch einlöten
Das als kleine Hilfestellung, wenn Du das konsequent umsetzt, dann sollte der Amp ruhiger sein und weniger Brumm erzeugen.
Grüssle
Jürgen

killy:
Ja, ich nehm an, dass ihr schon recht habt. es sieht fürchterlich aus.
aber zu ein paar punkten möcht ich doch stellung nehmen. nicht, dass ich als totaler volldoofi dasteh  ;)

-der netzschalter hat draufstehn: 110V5A, 250V3A. also ich nehm mal nicht an, dass der nur für niederspannung ist und auch mein kollege (ein elektriker) meinte, dass das passt.

-die Heizung hab ich nicht symmetriert. dazu hätt ich ne frage, aber da werd ich sicher im forum hier fündig.

-in punkto sicherheit geb ich mir echt mühe.  :angel: zum durchchecken der schaltung, beim ersten einschalten und zum entladen der elkos hab ich den oben erwähnten Kollegen geholt der ja elektriker is.  und wir haben zuerst überprüft, ob die Masse überall funktioniert und dann nach dem einschalten zuerst nochmal gemessen, ob irgendwo vorne oder am gehäuse spannung anliegt. dann abgeschalten, elkos entladen und gitarre angesteckt und wieder eingeschalten und durchgecheckt und dann probiert, ob was rauskommt, wenn ich meine gitarre spiele. dann wieder ausgeschalten, elkos entladen und dann in eine Kiste verpackt, wo ich ihn erstmal drinlassen wollt, bis mir ein paar leute ihre meinung gesagt haben und ich alles neu machen kann.  ;)
(leider hat der kollege nicht viel erfahrung mit röhren. er entwickelt und baut zwar selber schaltungen. aber dann werdens meistens schaltungen mit transen oder digitale steuerschaltungen oder so zeugs. alles, nur nix mit röhren.)

-das Layout von TedWeber hab ich immer vor mir liegen gehabt, aber ich wollts halt in ein chassis bauen, wie ihr das auf den bildern seht. Mittlerweile hab ich da glaub ich meine meinung geändert. Allein schon die rumfitzelei in dem engen chassis hat mir klar gemacht, dass das nicht optimal sein kann und dass ich mir was anderes überlegen sollte.

-Während des Aufbaus hab ich ein paarmal drüber nachgedacht, ob ich mir erstmal den TT-Sam bestell und das mit dem 5c1 dann mit ein bisschen mehr erfahrung nochmal komplett neu angehe. (Den 5c1 will ich auf jeden fall bauen. Aber es war mal eine gute Erfahrung zu sehn, dass es nicht so einfach ist, wie ich mir das vielleicht gedacht hab... Ich werd wohl meine Layout Pläne wirklich vergessen und es auf die Weber-Variante gestalten.)

So. jetz muss ich mir erstmal ein paar gedanken machen und nachschauen, ob ich irgendwo das Geld für den TT-Sam abzwacken kann.

Grüße, christian.

killy:
Noch ein paar Nachträge:
eigentlich würd ich den 5c1 doch gern in diesem chassis aufbauen.

Zur Masse: Die Masse ist dieser Kupferdraht, den ich ordentlich mit dem chassis verschraubt hab. (beilagscheibe, draht, kontaktscheibe, chassiswand, beilagscheibe) an dieselbe SChraube hab ich auch die Mitte vom NT gehängt. Der KupferDraht ist eigentlich ziemlich stabil und kann das chassis eigentlich nicht berühren. ich könnt aber hier zur sicherheit noch diese Klebeschellen anbringen.
WAS ich zur Masse eigentlich gern gehört hätte ist, ob das so wie ich das habe auch arge klangliche Probleme bringt? aber das ist im Moment sicher zu vernachlässigen. zuerst muss ich das alles mal übersichtlicher machen. Dann mach ich mir GEdanken über die Feinheiten im Sound.


Wieso ist es nicht gut, die dicken Kondensatoren mit den Plasiksockeln zu befestigen. Ich hab mir gedacht, dass es sonst schlecht is, weil die doch recht massiv sind und wackelige Teile nicht gut sind. ABer ich kann sie auch auf einem Stück Hartpapier-Platine ohne kupferbeschichtung befestigen und diese mit abstandshaltern mit dem Chassis verschrauben. Wär das besser? (Wahrscheinlich) Wobei ich nicht ganz verstehe, wo der Unterschied zwischen befestigt so und befestigt anders liegt.  ???

Die verdrillten roten Leitungen auf den Bildern sind die Heizunsleitungen. Die könnt ich gegen die Masse symmetrieren. (da ist es wahrscheinlich wichtig, dass die Widerstände möglichst genau die gleichen werte haben. FRAGE: Was für werte nehm ich da am besten? Mir kommt vor, ich hab irgendwo 100K gelesen. Passt das? UND: kann ich die Symmetrierung am Sockel der 6sj7 vornehmen? da wäre noch jeweils Platz in den Lötösen) Und ich werd versuchen, sie so zu legen, dass sie etwas mehr abstand von Signalführenden Leitungen haben.


--- Zitat von: Athlord am  5.12.2008 08:43 ---
- gleiches gilt für die Hochspannung


--- Ende Zitat ---

Soll ich also am NT die Heizleitungen nicht mit den Hochspannungsleitungen mit Kabelbindern zusammenhängen? oder sollen die Hochspannungsleitungen weg von Signalleitungen?

Die Zu- und Ableitungen des NT find ich jetz nicht so hässlich. Eher alles was links davon ist. und auch den roten Kabelhaufen, der so im Bereich Schalter, Lampe, Sicherung rumhängt. (den find ich eigentlich am schlimmsten, aber der ergab sich dadurch, dass ich in diesem Bereich alles mit Lusterklemme verbunden hab, da man ja Netzleitungen nicht löten sollte. Hier sollte ich auf jeden Fall noch mehr Ordnung reinbringen können. da muss ich ja nur die Leitungen kürzen.


--- Zitat von: Athlord am  5.12.2008 08:43 ---
- Bauteile werden auf oder zwischen Lötleisten befestigt aber niemals in das Kabel mit Schrumpfschlauch einlöten


--- Ende Zitat ---

Da weiß ich nicht genau, was du meinst. Am ehesten wohl die zwei Widerstände an der 6sj7 zwischen denen sich das blaue zeug befindet. Oder?
Da hab ich blöderweise keinen 2M Widerstand gehabt. dachte aber, dass das schon i.O. ist, wenn ich 2 1M in serie löte. der SChrumpfschlauch dahinter schützt lediglich die Lötstelle. Aber ich werd mir einen 2M Widerstand suchen. dann könnt ich das Gewurschtel in dem Bereich sowieso etwas entschärfen.


Weitere Kommentare/Fragen:
-Netzschalter hab ja auch schon längst bestellt
-Isolierte Buchsen für Input auch
-Ist es notwendig bzw überhaupt gut, die zuleitungen zum AÜ zu verdrillen?
-Die Erde (grün/gelb) des Netzkabels hab ich folgendermaßen am Chassis befestigt: Netzleitung-Lusterklemme-Kabel-Chassis wobei das Kabel eine Endhülse hat und die andere SEite sieht man ja am Foto (beides geklemmt). Verschraubung wieder: Beilagscheibe-Kabelende-Beilagscheibe-Kontaktscheibe-Chassiswand-Beilagscheibe. Hier könnt ich auch noch das Kabel kürzen.


So. jetz is mal wieder genug. Ich werd irgendwann in den nächsten 5-10 Tagen versuchen, alles zu verbessern.
Ich bin ja eigentlich doch nicht unzufrieden mit meiner Bauweise, weil ich so wenigstens gesagt bekommen hab, was daran mist ist.
Hätt ich vielleicht durch Zufall einen halbwegs guten Aufbau hinbekommen, hätt ich vielleicht nie die Sachen gehört und hätt dann vielleicht gedacht, ich kann das eh halbwegs und beim nächsten Projekt vielleicht wirklich großen Mist gebaut.

Cheers, christian.

jacob:
Hi Christian,

die Kritikpunkte meiner "Vorredner", die größtenteils aus langjähriger, fundierter & leidvoller Ampbauerfahrung stammen, solltest Du wirklich allesamt UNBEDINGT aufs Wort genau beherzigen und umsetzen!
Ansonsten sieht der Amp aber m.E. doch erstaunlich ordentlich aus.
Da hat man hier wirklich schon weitaus haarsträubendere "Erstlingswerke" gesehen!

Den Netztrafo hättest Du natürlich um 90 Grad gedreht einbauen sollen (also Längsseite parallel zur Frontplatte), und den Ausgangstrafo (analog zum Netztrafo) dann natürlich auch.
Außerdem solltest Du den AÜ wirklich auf der Chassisseite montieren (Durchführungstüllen für die Kabel nicht vergessen!).
Schrumpfschlauch über den Lötanschlüsse (nicht soviel Litze nach dem Löten überstehen lassen!) von Netzspannungsschalter und Sicherung solltest Du auch unbedingt noch anbringen.

Ich an Deiner Stelle würde den Amp zerlegen, mir ein richtiges Chassis für ein paar Euro kaufen und ihn einfach nochmal sauber und "perfekt" aufbauen. Dann hast Du auch wenigstens eine Rückwand für Speakerbuchse und Netzanschluss am Amp.

Gruß (und vergiss nicht, durch eifrige Lektüre Dir wenigstens noch die wichtigsten "Ampbau- Grundkenntnisse" draufzuschaffen)

Jacob

killy:
Danke für die Tips. :danke:


--- Zitat von: jacob am  5.12.2008 14:44 ---
Den Netztrafo hättest Du natürlich um 90 Grad gedreht einbauen sollen (also Längsseite parallel zur Frontplatte), und den Ausgangstrafo (analog zum Netztrafo) dann natürlich auch.


--- Ende Zitat ---
meinst du, wenn man jetz von oben reinschaut, im Uhrzeigersinn um 90Grad gedreht, oder eher runtergekippt, dass er sozusagen unten vertikal dranhängt?

Ich werd ihn glaub ich trotzdem vorläufig in diesem chassis nochmal überarbeiten und dann nochmal testen und fragen.
Ich bin mir sicher, dass sich auch so noch ziemlich viel an meinem erstaufbau verbessern lässt. Und wie ich ja schon erwähnt habe, würd ich halt sooooo gern dieses chassis, bzw. diese chassisform behalten. Wenn ich den netztrafo anders Montiere, sollt ich ja eh ein Neues machen.

c.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln